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Call for Entry – Late deadline

Die Late Submission Deadline für Einreichungen zum hochdotierten internationalen Wettbewerb von KINO DER KUNST 19 ist am 15. Dezember 2018.
Bildende Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sind eingeladen, ihre Single-Channel-Filme für den kuratierten Internationalen Wettbewerb einzureichen. Die Werke sollen sich innovativ und auf hohem technischen Niveau mit den verschiedenen Erzählformen des Kinos auseinandersetzen und unser diesjähriges Thema „Forbidden Beauty“ widerspiegeln.
Bitte beachten Sie unsere Regularien.
Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen!

Ausstellung 19

M+

M+, Westkwoloon, Hongkong, Herzog / de Meuron ©westkowloon.hk/en/mplus
M+, West Kowloon Cultural District, Hong Kong. © Herzog & de Meuron

KINO DER KUNST 2019 präsentiert eine Auswahl von Moving Images Works der M+ Collections, Hongkong. Besonderer Schwerpunkt der Münchner Ausstellung „Forbidden Beauty“ werden die Werke junger Künstlerinnen und Künstler aus ganz Asien sein.

M+ ist ein Museum, das sich dem Sammeln, Ausstellen und Interpretieren von bildender Kunst, dem Design und der Architektur, dem Bewegtbild und der visuellen Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts  widmet. M+ befindet sich im West Kowloon Cultural District in Hongkong und wird als eines der größten Museen für moderne und zeitgenössische visuelle Kultur der Welt gebaut, mit dem kühnen Ziel, eine der weltweit führenden kulturellen Institutionen zu werden.

Zwischenspiel 18/19

ARTIST TALK
PHIL COLLINS

Phil Collins, Delete Beach, 2016 HD animation loop; colour, sound; 21 min. Rubber crumble, tyres, refuse, liquid pools, lights. Installation view, Phil Collins: Can’t Do Right For Doing Wrong, HOME, Manchester, 2018. Photo: Lee Baxter. Courtesy Shady Lane Productions, Berlin.
Phil Collins, Delete Beach, 2016
HD animation loop; colour, sound; 21 min. Rubber crumble, tyres, refuse, liquid pools, lights.
Installation view, Phil Collins: Can’t Do Right For Doing Wrong, HOME, Manchester, 2018.
Photo: Lee Baxter. Courtesy Shady Lane Productions, Berlin.

04/12/2018 — 20 Uhr
Harry Klein

Der britische Künstler Phil Collins (Jahrgang 1970) unter­ sucht in Filmen, Installationen, Fotografien und Live­-Events die Nuancen sozialer Beziehungen an unterschiedlichen Orten und in globalen Gemeinschaften. Ob ein Disco­-Marathon in Ramallah, persiflierende Teleshopping­-Events, Karaoke-­Darbietungen „Made in Japan“ oder Call­-to­-Vinyl­- Aktionen: Phil Collins erweitert seine Videokunst genre­übergreifend mit der Performance, dem Theater und dem Bereich der Musikproduktion und definiert in seiner Kunst der Zusammenführung den Begriff „multimedial“ völlig neu. Der Professor für Videokunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln wurde für den Turner­-Preis nominiert, ist Träger des Paul Hamlyn Preises für Bildende Kunst und er­hielt 2015 den KINO DER KUNST Publikumspreis.
Für das „Zwischenspiel“ begibt sich Phil Collins mit dem Club „Harry Klein“ an einen Ort, an dem – wie in seiner Kunst – Tanz, Musik und Visuals zu einer emotionalen Einheit verschmelzen.

Das Gespräch führt Heinz Peter Schwerfel (Künstlerischer Leiter von KINO DER KUNST)
Eintritt frei

ZWISCHENSPIEL 18/19

ARTIST TALK
MARK LEWIS

©Mark Lewis_Museum (2018) Film Still
©Mark Lewis_Museum (2018) Film Still

24/10/18, 19 Uhr
Kunstverein München

Mark Lewis   Geboren 1958 im kanadischen Ontario, lebt der Fotograf und Filmemacher heute in London. Seine künstlerische Arbeit bewegt sich oft in einem Crossover von abstrakter Analyse, einer sehr klassischen Tradition des Experimentalfilms und der durchaus emotionalen Wahrnehmung von Landschaft oder Architektur.
Meist geht es um Stile und Technologien des Filmemachens, beispielsweise der komplexen Narration langer Kamerafahrten. Seine Filme sind fast immer kurze, präzise Fingerübungen über die Kunst des Filmemachens und der räumlichen Wahrnehmung; sie behandeln gleichzeitig zeitgenössische Urbanität, Filmgeschichte und den Einfluss von Film und Kino auf unsere Idee von grosstädtischem Alltag. Mark Lewis hatte zahlreiche Einzelausstellungen in wichtigen Museen rund um den Globus und vertrat 2009 Kanada auf der Biennale von Venedig.
Website Mark Lewis
Vortrag in englischer Sprache. Das Gespräch führt Heinz Peter Schwerfel (Künstlerischer Leiter von KINO DER KUNST)
Eintritt frei

Gastspiel 18

Istanbul
DIRIMART DOLAPDERE

AES+F, Inverso Mundus, Still #1-05, 2015 © AES+F I ARS New York. Courtesy of the artists, MAMM and Triumph Gallery
AES+F, Inverso Mundus, Still #1-05, 2015 © AES+F I ARS New York. Courtesy of the artists, MAMM and Triumph Gallery

20/07 – 29/07/18

Dirimart: KINO DER KUNST

Im Kino 18

SHIRIN NESHAT
„AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM“

Traumsequenz: Mitra (Neda Rahmanian) steht mit Oum Kulthum (Najia Skalli) am Geländer und schaut auf das Meer ©RazorFilm
Traumsequenz: Mitra (Neda Rahmanian) steht mit Oum Kulthum (Najia Skalli) am Geländer und schaut auf das Meer ©RazorFilm

10/06/18, 11.00
City Kino
Im Anschluss Künstlergespräch mit Shirin Neshat

Die ägyptische Sängerin Oum Kulthum (1900 bis 1975) wird bis heute weltweit als die ‚Callas des Orients‘ gefeiert, als eine zeitlos überragende Künstlerin mit unvergesslicher musikalischer Intensität und Stimme. Was dabei oft vergessen wird: Oum Kulthum lebte in politisch dramatischen Zeiten Ägyptens, sie war und ist eine legendäre Frau für den von Männern dominierten Islam. Read more

Nur eine Frage der Zeit also, bis ihr Leben und ihre Musik Thema für die im Iran geborene Shirin Neshat, einer der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart, im letzten Jahr Gewinnerin des weltweit wichtigsten Kunstpreises Praemium Imperiale, sein würde. Denn in ihren Fotos, Vidoinstallationen und Filmen thematisiert Neshat, mit ihren Werken regelmässig bei KINO DER KUNST in München vertreten, immer wieder die Einsamkeit der muslimischen Frau in einer von Männern dominierten Welt. Doch anstelle einfach ein weiteres Biopic à la Hollywood zu drehen und das Leben der berühmten Ägypterin brav nachzuerzählen, bringt Neshat autobiografische Details und die stilistischen Konzepte ihrer eigenen Kunst ein – Oum Kulthums Leben und Werk werden zum filmischen Kunstwerk, das jenseits aller chaotischen historischen und heutigen Ereignissen eine Hommage an die Stärke einer Frau und Künstlerin in der islamischen Welt ist.

Gedreht im heutigen Marokko, erzählt das Drehbuch von Shirin Neshat und ihrem Partner und langjährigem Komplizen Shoja Azari einen Film im Film, nämlich die immer wieder von Zweifeln und Dramen erschütterten Versuche einer iranischen Regisseurin, einer Art Alter Egos der Künstlerin, Oum Kulthums Leben zu verfilmen. Stilistisch wird aber just jene ganz besondere Betonung auf Gesang und Bühnenpräsenz der Musikerin gelegt, wie sie auch die Videos der in New York lebenden Künstlerin ausmacht. Etwa wortlose Traumsequenzen, eine ausgklügelte Choreografie in der Präsenz der Protagonistinnen, dabei aber Verzicht auf alle psychologischen Vereinfachungen sowie die Neshat-typische Schönheit der Bilder und Kamerafahrten.

Eine Veranstaltung von NFP marketing & distribution in Kooperation mit KINO DER KUNST.