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Projektpitch

am Sonntag, den 26. April 2015 von 10 Uhr bis 17 Uhr

Auditorium, Akademie der bildenden Künste München (Neubau)

Akademiestr. 4, 80799 München


Ein Pitch ist für viele eine leidige Angelegenheit. Offensiv und vor Publikum wird für Geld zur Realisierung eines Projektes geworben. Deshalb heißt es oft: Künstler pitchen nicht. Aber gilt das auch für filmende Künstler? Die Produktion von Filmen hat ihren Preis, und dieses Geld will gefunden werden.

Der KINO DER KUNST Projekt Preis hilft jungen europäischen Künstlern und Filmemachern bei der Produktion einer neuen ein- oder mehrkanaligen Arbeit, die über die herkömmlichen Grenzen des narrativen Films hinausgeht und neue Erzählweisen erprobt. Er ist von ARRI Film & TV Services GmbH mit Postproduktionsdienstleistungen im Wert von 10.000 Euro dotiert.

Wir haben bedeutende Kunstakademien und Filmhochschulen in ganz Europa gebeten, sich dem Projekt als Partner anzuschließen und jeweils zwei Alumni bis 35 Jahren zu nominieren, die von ihren ehemaligen Lehrern als herausragende Talente angesehen werden. Aufgefordert wurden u. a.: Akademie der bildenden Künste München, Akademie der bildenden Künste Brera-Mailand, ENSBA Paris, Glasgow School of Arts, HISK Gent, HEAD Genf, HFF München, ICA Moscow, Le Fresnoy Tourcoing, Oslo Academy of Fine Arts, Piet Zwart Institute Rotterdam, Royal College of Art London, The Royal Danish Academy of Fine Arts Kopenhagen, The Academy of Fine Arts Warsaw, UdK Berlin, Universität für angewandte Kunst Wien und Vilnius Academy of Arts. 

Aus den Vorschlägen wurden acht Kandidaten zu einer Pitch-Session nach München eingeladen, um vor Publikum ihr Projekt einer internationalen Jury vorzustellen, geleitet vom in New York lebenden dänischen Künstler Jesper Just. Weitere Jurymitglieder sind der Künstler Julian Rosefeldt, 

Katarina Stankovic, Gewinnerin des KINO DER KUNST Projekt Preises 2013, Heiner Stadler, Professor an der HFF München, sowie Stephanie Weber, Kuratorin für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München.

Zur Vorbereitung erhalten die Künstler in München ein professionelles Pitchtraining und haben die Möglichkeit, jeweils einen bereits vollendeten Film zu präsentieren. Diese Screenings finden am Samstag, den 25. April 2015, im blauen Kino der HFF von 15 - 21 Uhr à zwei Stunden im Durchlauf statt.  

—> zum Screeningprogramm

Der Projektpitch findet am 26. April 2015 um 10 Uhr in der Akademie der Bildenden Künste (Auditorium / Neubau, EG, Akademiestr. 4, 80799 München) statt. Freier Eintritt.


Folgende Künstler wurden für den Projektpitch ausgewählt:


Léandre Bernard-Brunel 
(geb. 1985, Paris, FRA)

Francesco Bertocco (geb. 1983, Mailand, ITA)

Jacob Dwyer (geb. 1988, London, GBR)

Aslan Gaisumov (geb. 1991, Grozny, RUS)

Louis Henderson (geb. 1983, Norwich, GBR)

Graham Kelly (geb. 1982, Ayr, GBR)

Evangelia Kranioti (geb. 1979, Athen, GRC)

Claudia Larcher (geb. 1979, Bregenz, AUT) 


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Léandre Bernard-Brunel, geboren 1985, lebt in Paris. Vorgeschlagen von der ENSBA, Paris. Gruppenausstellungen u. a. Palais de Tokyo Paris, Haus der Kulturen der Welt, Berlin. 2015 Gewinner des Programme Lumière Institut Français. Sein Pitchprojekt „Vetala, cadavre exquis“ ist eine Dokufiktion über die mündliche Überlieferung von Geistergeschichten innerhalb der indischen Gesellschaft, inszeniert in den Straßen von Nizampura.

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 10.40 Uhr

 

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Francesco Bertocco, geboren 1983, lebt in Mailand. Vorgeschlagen von der Akademie der bildenden Künste Brera, Mailand. Gruppenausstellungen und Screenings u. a. Lo Schermo dell’Arte Florenz, PAC Mailand, Fondazione Merz Turin. Im Pitchprojekt „Zenith” werden wissenschaftliche Phänomene wie Phasenübergänge anhand der Transformation der Erzählerstimme, die als innerer Monolog präsent ist, filmisch dargestellt.

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 11.20 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung vom Istituto Italiano di Cultura München.

 

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Jacob Dwyer, geboren 1988, lebt in Amsterdam. Vorgeschlagen von De Ateliers Amsterdam. Screenings u. a. Lo Schermo dell’Arte Florenz, MODE Istanbul, IDFA Amsterdam. Sein Pitchprojekt, eine Konstellation aus Bildern und Geräuschen aus einem Tischtennisclub in Amsterdam, verwindet sich zu einem komplexen physikalischen Vokabular einer Sportart, die von den zusammengewürfelten Club-Mitgliedern gespielt wird. Einer von ihnen ist Experte für Dysarthrie, einer Störung des motorischen Sprachzentrums.

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 16.15 Uhr

 

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Aslan Gaisumovgeboren 1991, lebt in Grozny und Moskau. Vorgeschlagen vom Institute of Contemporary Art (ICA), Moskau. Gewann 2014 den Future Generation Art Prize des PinchukArtCenter in Kiev. Gruppenausstellungen u. a. Hayward Gallery London, Kunsthalle Düsseldorf. Sein Pitchprojekt skizziert die aktuelle Krisensituation in Tschetschenien, verglichen mit der während des 1. Tschetschenienkrieges 1994 - 1996. Ausgangspunkt ist die Flucht von 21 Menschen in einem einzigen Auto.

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 15.35 Uhr

 

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Louis Hendersongeboren 1983, lebt in Paris. Vorgeschlagen von der European School of Visual Arts, Angouleme and Poitiers. Gruppenausstellungen u. a. Whitechapel Gallery London, Reina Sofia Madrid, FRAC Toulouse, Centre Pompidou Paris. Sein Pitchprojekt verpflanzt in einer Dokufiktion den Geist von Toussaint Louverture, Sklavenanführer der Haitianischen Revolution von 1791, in die neokolonialistische Gegenwart Haitis. 

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 14.55 Uhr

 

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Graham Kelly, geboren 1982, lebt in Rotterdam. Vorgeschlagen vom Piet Zwart Institute, Rotterdam. Gruppenausstellungen u. a. LIA Leipzig, Tent Rotterdam, Intermedia Glasgow. 2012 Stipendium des Art Trust of Scotland. Das Pitchprojekt konzentriert sich auf den Zusammenhang von Betrachter und computergeneriertem Bild. Getrennte Found Footage und 3-D Effekte überlappen sich auf einem einzigen Bildschirm. 

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 12 Uhr

 

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Evangelia Kraniotigeboren 1979, lebt in Paris. Vorgeschlagen von Le Fresnoy, Tourcoing. Ihr letzter Film „Exotica, Erotica, Etc.“ wurde 2015 im Berlinale Forum präsentiert. Ihr Pitchprojekt „Anywhere Out The World“ erzählt die Liebesgeschichte eines jungen Pärchens und der ewigen Suche nach der Grenze zwischen Traum und Realität. Dabei spielt sie bildhaft mit den Grenzen und Übergängen vom Intimen ins Öffentliche. 

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, um 10 Uhr


 

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Claudia Larcher, geboren 1979, lebt in Wien. Vorgeschlagen von der Universität für angewandte Kunst, Wien. 2015 erhielt sie das Staatsstipendium für Video und Medienkunst in Österreich. Gruppenausstellungen und Screenings u. a. Kunsthaus Graz, das weisse haus Wien, BIEFF Bucharest, Dokumentarfilmfest Kassel. Ihr Pitchprojekt „Self“ untersucht in Form einer Videocollage die menschliche Haut nach ihrem Potential, eine Person repräsentieren zu können.

Präsentation: Sonntag, den 26. April 2015, 14.15 Uhr