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Surrealismus trifft neuzeitliches Märchen

Das KINO DER KUNST Vorprogramm liefert zum Abschluss ein sehr abwechslunsgreiches Programm zwischen frühzeitlicher Avantgarde und neuzeitlichem Künstlerfilm!

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Salvador Dalí, Luis Buñuel, "Un Chien Andalou", 1929, 18 min.

Liebe KINO DER KUNST Besucher,

an unserem Abschlusswochenende unseres Vorprogramms bietet KINO DER KUNST ein äußerst abwechslungsreiches Programm.

Heute Abend ziehen wir unter anderem den Klassiker des surrealistischen Films aus dem Hut: "Un Chien Andalou" / "Ein andalusischer Hund" von Salvador Dalí und Luis Buñuel.

Insgesamt zeigen wir 8 Klassiker des Avantgardefilms:

Man Ray, « Le Retour à la raison » (1921, 3’)
Fernand Léger, « Ballet méchanique » (1924, 17’)
René Clair, « Entr´acte » (1924, 20’, OF)
Man Ray, « Emak Bakia » (1926, 20’, OF)
Marcel Duchamp, « Anemic Cinema », (1926, 7’, OF)
Man Ray, « L´Étoile de mer », (1928, 15’, OF)
Man Ray, « Les Mystères du Château de Dé » (1928, 19’, OmU)
Luis Buñuel / Salvador Dalí, « Un Chien Andalou » (1929, 18’, dtF)

Am Flügel begleitet Joachim Bärenz die surreale Bildwelt.

Bevor die Reihe im Filmmuseum ihr Ende nimmt, geht es Sonntag um 11 Ihr weiter in unserer Matinee Reihe im Theatiner Kino.

 

In unserer letzen Vorstellung morgen Vormittag zeugen wir das neuzeitliche Märchen "Pepperminta" von Pippilotti Rist!

Pippilotti Rist, «Pepperminta» (2009, 80’)
Darst.: Ewelina Guzig, Sven Pippig, Sabine Timoteo
Einführung: Dr. Inka Graeve Ingelmann, Leiterin der Sammlung Fotografie und Neue Medien, Pinakothek der Moderne

»Pepperminta ist eine ganz besondere junge Frau. Sie kennt keine Furcht. Und sie liebt die Farben wie Menschen und die Menschen so sehr, dass sie ihnen helfen möchte, aus dem Gefängnis ihrer Ängste auszubrechen.

Was Pepperminta tut und denkt, stösst zunächst auf Unverständnis. Doch die Unbeirrbare findet unerschrockene Mitstreiter, und die grosse Mission beginnt. Jetzt bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, und das Leben der Menschen, auf die sie treffen, wird sich auf wundersame Weise verändern.

PEPPERMINTA ist ein erfrischendes zeitgenössisches Märchen von Pipilotti Rist – produziert von den Machern von VITUS und DARWIN’S NIGHTMARE.

Erzählt wird die Geschichte von Pepperminta, einer Art erwachsenen Pippi Langstrumpf, die die Menschheit von Ängsten und Zwängen befreien will. Ihre Mitstreiter sind der dickliche Werwen, den Pepperminta aus den Fängen seiner despotischen Mutter entreisst, sowie die Tulpenflüsterin Edna. In Peppermintas Wohnung rüstet man sich mit knalligen Uniformen aus und trinkt zur Stärkung Menstruationsblut. Die Geheimwaffe des Trios aber sind Farben. Mit ihnen hypnotisieren sie mit Vorliebe autoritäre Mitmenschen und erhoffen sich so eine neue Weltordnung zu schaffen.« (Quelle: artnet.ch)

 

Sonntag Abend ist es dann so weit, die letzte Vorstellung im Rahmen unseres Vorprogramms findet statt. Um 21 Uhr werden wir im Filmmuseum München zwei Filme von Germaine Dulac zeigen: « La Souriante Madame Beudet » (1923, 54’, dtF)
und « La coquille et le clergyman » (1928. 41’, OF).

Zu « La Souriante Madame Beudet » (1923, 54’, dtF)
»Ohne pädagogische Absicht und ohne moralische Schuldzuweisung hat Dulac die bürgerliche Ehe aus der Sicht der unterdrückten Ehefrau geschildert, nicht ohne Witz und Ironie. Der Film bleibt eines der wenigen avantgardistischen Werke der 1920er Jahre, in denen die Frau nicht verzerrt, idealisiert oder zum Lustobjekt stilisiert dargestellt wird.« (Catherine Silberschmidt)

« La coquille et le clergyman » (1928. 41’, OF)
»Man darf in diesem Film nicht eine Logik oder eine Folgerichtigkeit der Erscheinungen suchen; vielmehr sollte man die
aufeinanderfolgenden Bilder im Sinn ihrer wesentlichen, inneren Bedeutung verstehen. LA COQUILLE ET LE CLERGYMAN entwickelt eine Folge von psychischen Zuständen, von denen sich einer aus dem anderen ergibt, so, wie das Denken die vernünftige Reihenfolge der Ereignisse reproduziert.« (Antonin Artaud)

 

Wir freuen uns auf das abwechslungsreiche Programm und freuen uns noch mehr, wenn es dann endlich richtig los geht und heißt: KINO DER KUNST 2013.

 

Ein kinoreiches Wochende und erhlosame Tage.

 

Euer KINO DER KUNST Team

 

 

 

20.04.2013
(2013-04-20)

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