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I WOULD PREFER NOT TO

Gegen gesellschaftliche Restriktionen!

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Veronika Veit,

Wunderbare KINO DER KUNST News Interessierte,

die Sonne scheint, das Festival rückt näher, die Galerien sind bereits mit den Vorbereitungen der Ausstellungen im Rahmen von KINO DER KUNST beschäftigt.

Galerie Esther Donatz zeigt, in der von Dr. Christian Hartard kuratierten Ausstellung "I WOULD PREFER NOT TO", Videoarbeiten von Judith Hopf, Christian Jankowski, Anna McCarthy, Alexandra Navratil, Anri Sala, Clea Stracke & Verena Seibt, Veronika Veit und Anna Witt.

In den Videoarbeiten der Ausstellung, die nach dem berühmten Literaturzitat aus Melvilles Erzählung "Bartleby, der Schreiber“ betitelt ist, geht es wie in der Geschichte um Widerstand und Ausbruch aus gesellschaftlichen Restriktionen, aber nicht in dem radikalen lebensverneinenden Maße wie das bei dem Protagonisten Melvilles der Fall ist. Die gezeigten Filme und Videoarbeiten schildern ebenso schmerzliche Auseinandersetzungen mit dem Selbst wie banale Kämpfe des Alltags. Ein Entrinnen ist kaum möglich; auch verspricht das eigene Rebellieren nicht unbedingt Veränderungen. Dennoch ist Stillhalten zumeist keine Option.

Neben Videoarbeiten von Anna McCarthy, Verena Seibt & Clea Stracke sowie Veronika Veit, die von der Galerie Esther Donatz vertreten werden, stellt die Gruppenschau Werke einiger Gastkünstler vor.

Judith Hopf – SOME END OF THINGS:THE CONCEPTION OF YOUTH (2011)
Protagonisten im Eier-Kostüm wandern durch ein modernes Bürogebäude. Die Bemühungen, durch die Tür zu passen, scheitern. Fraglich ist, ob eine Anpassung überhaupt angestrebt wird oder sich im „Anecken“ das Aufbegehren der Jugend zeigt.

Christian Jankowski – ANGELS OF REVENGE (2006)
Rachefantasien von Teilnehmern eines Kostümwettbewerbs, der im Rahmen einer Horrormesse in Chicago stattfand. Versteckt hinter einer düsteren und bizarren Maskerade beantworten verkleidete Besucher, wer ihnen im Leben am meisten Unrecht getan hat und wie sie dies vergelten würden. Der Zuschauer wird mit
tragischen Geschichten, aber auch wüsten Beschimpfungen und Drohungen konfrontiert.

Anna McCarthy – BORED REBEL IN MOOSACH (2010)
Der Protagonist rebelliert, indem er eine Lederjacke mit der Aufschrift „Right on“ trägt, ohne Helm Fahrrad fährt, im Park pöbelt und gegen eine Mülltonne tritt, die nicht umfallen will. Mit dem Erschrecken von Enten beendet er seinen revolutionären Auftritt. Die Videoarbeit ist Teil von Anna McCarthys multimedialem Projekt „How to Start a Revolution“, das in unterschiedlichen Institutionen von München bis London ausgestellt wurde.

Alexandra Navratil – THE EXTRA (2007)
Ein mittels Spiegelungen vierfach dargestellter Mann übt sich mal zaghaft, mal abrupt im Grimassen-Schneiden. Er scheint gefangen in einem grotesken Spiel mit seinem multiplizierten Spiegelbild, das sich als Illusion erweist. Alexandra Navratil, die unter anderem zweifache Trägerin des Swiss Art Awards ist, zeigt in diesem Jahr eine Einzelausstellung im Kunstmuseum Winterthur.

Anri Sala – NATURALMYSTIC (TOMAHAWK #2) (2002)
in einem Tonstudio imitiert der vor ein Mikrofon tretende Protagonist statt der erwarteten Musik das bedrohliche Geräusch einer explodierenden Tomahawk-Rakete, das er mehrfach wiederholt. Mittels einer akustischen Täuschung werden Erinnerungen an traumatisierende und möglicherweise verdrängte Kriegserlebnisse evoziert.

Clea Stracke & Verena Seibt – ALLES IN ORDNUNG (II)
Chaos bricht über einen ordnungsliebenden Mann herein, der verschiedene Papiere und Akten auf seinem Schreibtisch sichtet, strukturiert und mit großer Sorgfalt ablegt. Sein fest verankertes System wird dabei durch plötzlich entfachte, unkontrollierbare Kräfte erschüttert. Clea Stracke & Verena Seibt wurden 2012 mit dem
Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und haben jüngst eine Arbeit im Rahmen des Videonale Parcours im Bonner Kunstverein präsentiert.

Veronika Veit – DIE FAUST (2010)
Die vorgegebene Familienidylle zwischen Mutter und Tochter erweist sich als trügerisch. Monotone Klaviermusik begleitet die einsam und diszipliniert ausgeführte
Handarbeit der beiden, bis die eiserne Stille explosionsartig durchbrochen wird. Ob der „schöne Schein“ wieder hergestellt werden kann? Veronika Veit, Preisträgerin des Bayerischen Kunstförderpreises 2006, hat ihre Werke in nationalen und internationalen Institutionen vielfach ausgestellt.

Anna Witt – GLEITZEIT (2010)
In der dreiteiligen Videoinstallation posieren Passanten für ein symbolisches Honorar mit erhobener Faust, wie sie aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen ist. Die symbolträchtige Geste wird dabei zu einer sinnentleerten Handlung, die gleichzeitig einem marktwirtschaftlichen Dienstleistungsgedanken untergeordnet ist. Die Dauer der eingenommenen Haltung durften die Teilnehmer selbst entscheiden, so auch welcher Zeitaufwand ihnen angemessen erschien. Anna Witt erhielt 2012 den Bayerischen Kunstförderpreis.

 

Unglaubliche spannende Zusammenstellung. Wir freuen uns darauf.
Am 24. April gehts los.

Mehr Informationen findet ihr auf der Homepage von www.galeriedonatz.de und bei uns unter dem Menüpunkt Galerienprogramm!

 

Klickt euch durch.

Sonnige Grüße

 

 

Quelle „Pressetext Galerie Esther Donatz“

 

Kontakt
Esther Donatz/Nadine Seligmann
mail@galeriedonatz.de
Galerie Esther Donatz
Amalienstr. 45 Mgb.
80799 München
T: +49 89 70 07 62 00
F: +49 89 70 07 62 02
mail@galeriedonatz.de
www.galeriedonatz.de

 

10.04.2013
(2013-04-10)

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