Künstler

  • AES+F

    AES+F ist ein russisches Künstlerkollektiv bestehend aus Tatiana Arzamasova (geb. 1955), Lev Evzovich (geb. 1958), Evgeny Svyatsky (geb. 1957) und Vladimir Fridkes (geb.  1956). Sie leben in Moskau. Seit Ende der 1980er Jahre sind ihre Werke bei bedeutenden Biennalen und Ausstellungen weltweit vertreten. Teilnahmen u.a. 56. Biennale di Venezia 2015; 6. Moskau Biennale 2015. Ausstellungen u.a. ZKM Karlsruhe; Moderna Museet, Stockholm; Tate Britain, London; Russisches Museum, Sankt Petersburg.

    Weitere Werke (Auswahl): The Liminal Space Trilogy: Last Riot (2005/07), Feast of Trimalcho (2009), Alegoria Sacra (2011)

    aesf.art

    Inverso Mundus
    (RUS 2015, HD, 38´20″, ohne Dialoge)
    Schweine, die den Fleischer zerlegen, ein Kind, das den Lehrer bestraft, Frauen und Männer in vertauschten Rollen oder ein Bettler in Lumpen, der einen reichen Mann großmütig mit Almosen beschenkt: Inspiriert durch mittelalterliche Gravuren und Zeichnungen, auf denen absurde Situationen abgebildet sind und die bereits Künstlern wie dem niederländischen Maler Hieronymus Bosch als Vorlage dienten, werden die teilweise sehr komischen und zugleich tragischen Motive in unsere Zeit übertragen. Eine filmische Neuinterpretation der Realität, eine Art poetische Vision, in gewohnt surrealistischer Manier.

    AES+F Inverso Mundus
    AES+F, Inverso Mundus, Still #1-05, 2015 © AES+F I ARS New York. Courtesy of the artists, MAMM and Triumph Gallery
  • Ahtila, Eija-Liisa

    Eija-Liisa Ahtila, geboren 1959 in Finnland, lebt in Helsinki. Teilnahmen an der Biennale di Venezia 1999, 2005 und 2009. Ausstellungen u.a. Moskau Museum of Modern Art; Stedelijk Museum, Amsterdam; Hamburger Bahnhof, Berlin. Einzelausstellungen seit 2002 u.a. Moderna Museet, Stockholm; K21 Düsseldorf; Jeu de Paume, Paris; Marian Goodman Gallery, New York/Paris.

    Website Eija Liisa Ahtila

    The Annunciation / Marian Ilmestys
    (FIN 2011, DCP, 37 Min. 40 Sek., enOF)
    In der Splitscreen-Version ihrer Installation rekonstruiert Eija-Liisa Ahtila eines der zentralen Motive der christlichen Ikonographie, die Verkündigung. Ausgehend vom Evangelium des heiligen Lukas und von Gemälden, in denen Künstler in verschiedenen Jahrhunderten ihre Vision dieser Episode des Evangeliums dargestellt haben, versetzt der Film das biblische Wunder in die Gegenwart.

    Eija-Liisa Ahtila, "Marian Ilmestys" / „The Annunciation“, 2011, DCP, 37 Min. 40 Sek., Courtesy Marian Goodman Gallery, New York/Paris
    Eija-Liisa Ahtila, „Marian Ilmestys“ / „The Annunciation“, 2011, DCP, 37 Min. 40 Sek., Courtesy Marian Goodman Gallery, New York/Paris

     

  • Alavanou, Loukia

    Loukia Alavanou, geb. 1979, lebt in Athen. Einzelausstellungen u. a. Upload Art Project Toronto. Gruppenausstellungen u. a. BOZAR Palais des Beaux-Arts, Brüssel 2014; State Museum of Contemporary Art, Thessaloniki 2014; Palais de Tokyo, Paris 2013.

    Website Loukia Alavanou

    Loukia Alavanou, THE HUNTER
    (GRC 2014, 8’, griechisch)
    Deutschlandpremiere
    Ein kurzer Film zur langen Geschichte des Goldes in Kultur und Politik: Vor dem Hintergrund aktueller politischer Konflikte um den Verkauf der Cassandra Goldminen in Griechenlands Norden werden selbstgedrehte Bilder des Minenalltags und Ausschnitte aus berühmten Kinofilmen zu einem visuellen Puzzle kombiniert, in welchem das Edelmetall als wirtschaftliches und kulturgeschichtliches Symbol erscheint.

    Loukia Alavanou, „THE HUNTER“, GRC 2014, 8’
    Loukia Alavanou, „THE HUNTER“, GRC 2014, 8’
  • Altindere, Halil

    Halil Altındere, geb. 1971, lebt in Istanbul. Teilnahmen u.a. 9. Berlin Biennale; Manifesta 10; documenta 12. Letzte Einzelausstellungen u.a. im Neuen Berliner Kunstverein 2016; MoMA PS1, New York 2015; Kunstpalais Erlangen 2015.

    Weitere Filme (Auswahl): Angels of Hell (2014, KdK 2015), Mesopotamia Trilogy (2007-2010)

    Website Halil Altındere

    Homeland
    (DEU / TUR 2016, HD, 10´06″, Arabisch)
    In der Türkei und Deutschland gedreht, thematisiert der Film im Spannungsfeld zwischen Realismus und Fiktion die Erfahrung von Zwangsmigration. Die Widersprüche, die den Flüchtlingsstatus bestimmen, erhalten mit Mohammed Abu Hajar eine Stimme: Die Reime des in Berlin lebenden Rappers aus Syrien begleiten den Zuschauer durch Szenen, die zum Teil auf realen Aufnahmen basieren und uns von Istanbul nach Berlin führen, in ein politisches Zentrum, in dem Europas Antwort auf die Flüchtlingskrise gesucht wird.

    Halil Altındere, Homeland, 2016, HD video, color, sound, 10’6”, Vocals and lyrics Mohammad Abu Hajar, Music Nguzunguzu. Courtesy Halil Altindere and Pilot Gallery, Istanbul. Commissioned and coproduced by Berlin Biennale for Contemporary Art.
    Halil Altındere, Homeland, 2016, HD video, color, sound, 10’6”, Vocals and lyrics Mohammad Abu Hajar, Music Nguzunguzu. Courtesy Halil Altindere and Pilot Gallery, Istanbul. Commissioned and coproduced by Berlin Biennale for Contemporary Art.

    Angels of Hell
    (TUR 2014, 13’26’’, kein Dialog)
    Parodie auf Actionfilme mit Schießereien, Hubschraubern, Koffern voller Geld, konspirativen Treffen in der Moschee und einem Zwerg als James Bond. Gangster kontrollieren das Leben in der Türkei, bis ein Doppelgänger Atatürks mit Hilfe einer Blondine und seiner Kalaschnikow für Ordnung sorgt.

    Halil Altindere, Angels of Hell, TUR 2014, 13’26’’, Ridvan Bayrakogly; Pilot Gallery, Istanbul
    Halil Altindere, Angels of Hell, TUR 2014, 13’26’’, Ridvan Bayrakogly; Pilot Gallery, Istanbul
  • Arango, Mauricio

    Mauricio Arango, geboren in Kolumbien, lebt in New York und studierte an der Kunstakademie Salzburg und nahm am Independent Study Program am Whitney Museum teil. Ausstellungen u.a. im São Paulo Museum of Contemporary Art; Artists Space, New York; Stills Gallery, Edinburgh; Espacio Fundación Telefónica de Buenos Aires; Museo de Arte, Moderno de Medellín.

    Website Mauricio Arango

    The Night of the Moon Has Many Hours
    (COL/USA 2011, HD, 12 Min., keine Dialoge)
    The Night of the Moon Has Many Hours erinnert an das Schicksal jener Menschen, die in Kolumbien in der Zeit grausamster Gewalttätigkeit von 1990 bis 2000 Angehörige verloren haben. Ein junger Mann erwacht mitten in der Nacht. Er geht in die Dunkelheit hinaus und kommt an einen Fluss. Als er ins dunkle Wasser hinein watet, entdeckt er tote Körper und birgt sie in einem rätselhaften nächtlichen Ritual aus den Fluten.

    Mauricio Arango, „The Night of the Moon Has Many Hours“, 2011, HD, 12 Min.
    Mauricio Arango, „The Night of the Moon Has Many Hours“, 2011, HD, 12 Min.
  • Artus, Philipp

    Philipp Artus, geboren 1982 in Bremen, studierte Kunst, Animation, Musiktheorie und Medienkunst in Nantes und Köln. Visual Music Award 2012. Ausstellungs- und Festivalteilnahmen u.a. SIGGRAPH, Los Angeles; Museum of Contemporary Art, Kanazawa; European Media Art Festival, Osnabrück; Videoformes, Clermont-Ferrand; LUMINALE, Frankfurt.

    Website Philipp Artus

    Snail Trail
    (DEU 2012, HD, 3 Min., keine Dialoge)
    Snail Trail erzählt die Geschichte einer Schnecke, die das Rad erfindet und eine kulturelle Evolution der Beschleunigung durchläuft, um schließlich wieder zu ihrem Ursprung zurückzukehren.

    Philipp Artus, „Snail Trail“, 2012, HD, 3 Min.
    Philipp Artus, „Snail Trail“, 2012, HD, 3 Min.

     

  • Atkins, Ed

    Ed Atkins, geb. 1982, lebt in London. Einzelausstellungen u. a. Stedelijk Museum, Amsterdam; Serpentine Gallery, London; Kunsthalle Zürich. Gruppenausstellungen u. a. New Museum, New York 2015; Friedricianum, Kassel 2013. Teilnahmen u. a. Art Basel 2014; 56. Biennale di Venezia, 2013.

    Website Ed Atkins

    Even Pricks
    (GBR 2013, 8’, englisch)
    Eine lose Aufeinanderfolge von digital geschönten, mit Werbung, Clip und Animation spielenden Bildern bringt das Thema Depression – physische wie psychische – in Beziehung zur immateriellen Oberfläche von Bildern.

    Ed Atkins, „Even Pricks“, GBR 2013, 8’, Courtesy of the Artist and Cabinet, London
    Ed Atkins, „Even Pricks“, GBR 2013, 8’, Courtesy of the Artist and Cabinet, London
  • Azari, Shoja

    SHOJA AZARI Geb. 1958, lebt in New York. Seit 1998 enge Zusammenarbeit mit Shirin Neshat, die mit dem Goldenen Löwen für die Installation Turbulent auf der 48. Biennale in Venedig erfolgreich begann. 2009 folgte mit Women Without Men der Silberne Löwe für die beste Kinoregie. Ausstellungen u.a. Haus der Kulturen, Berlin; ICA London; Centre Pompidou, Paris.
    Weitere Filme (Auswahl): King of Black (2013), Women Without Men (2009), Windows (2006), K (2002)

    Shoja Azari, Simple Little Lives, USA 2016, 80’39’’. International distribution: Wide Management
    Shoja Azari, Simple Little Lives, USA 2016, 80’39’’. International distribution: Wide Management

    LITTLE LIVES
    (USA 2016, 2K, 80’39’’, ENGLISCH)
    Darsteller: Natalie Hall, Brock Harris, Kieran Campion, Christopher Sears, Rosie Benton, Paul Pilcz, JJ Condon, Ismael Cruz Cordova, Ashley Trawinski, Dylan Perlman
    WELTPREMIERE
    Eine Nacht lang am offenem Feuer gemeinsam ein Schwein zu grillen – zu dieser in den ländlichen Adirondacks im Staate New York sorgsam seit Generationen gepflegten Tradition treffen wie jedes Jahr neun Freunde zusammen. Doch dieses Mal kommt ein nicht eingeladener und geheimnisvoller Fremder aus der Großstadt hinzu, der wie ein Katalysator mit fortgeschrittenem Abend und Alkoholkonsum innerhalb der Gruppe schwelende Spannungen sichtbar macht. Es kommt zum offenen Konflikt. Eine Parabel über soziale Unterschiede, Frustration und Gewaltbereitschaft in der jungen weißen Generation der USA.

  • Barrada, Yto

    Yto Barrada, geboren 1971, lebt in Tanger. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2011. Deutsche Bank Künstlerin des Jahres 2011. Ausstellungen u.a. Victoria & Albert Museum, London; Centre Georges Pompidou, Paris; MOMA, New York. Einzelausstellungen seit 2001 u.a. Fotomuseum Winterthur; MARCO, Rom; Jeu de Paume, Paris; Witte de With, Rotterdam; Galerie Polaris, Paris.

    Website Yto Barrada

    Hand-me-Downs
    (MAR 2011, HD, 15 Min., enOF)
    Yto Barrada erzählt sechzehn „Mythen“ aus ihrer Familiengeschichte, die auf unzuverlässigen Erzählern und nicht nachprüfbaren Geschichten basieren, und illustriert diese anhand von Familienfilmen fremder Leute sowie Archiv-Aufnahmen aus dem letzten halben Jahrhundert in Marokko.

    Yto Barrada, „Hand-Me-Downs“, 2011, HD, 15’, Courtesy Galerie Polaris, Paris
    Yto Barrada, „Hand-Me-Downs“, 2011, HD, 15’, Courtesy Galerie Polaris, Paris
  • Bartana, Yael

    Yael Bartana, geboren 1970 in Israel, studierte in New York und Amsterdam. Sie lebt in Amsterdam, Berlin und Tel Aviv. Teilnahme an der documenta, 2007; São Paulo Biennale, 2010; Biennale di Venezia, 2011. Einzelausstellungen seit 2001 u.a. Tel Aviv Museum of Art; Van Abbemuseum, Eindhoven; Museum of Modern Art, Warschau; PS1, New York; Annet Gelink Gallery, Amsterdam.

    Website Yael Bartana

    Assassination / Zamach
    (POL/ISR/NLD 2011, Blueray, 35 Min., plOmeU)
    Deutsche Premiere
    In naher Zukunft wohnen wir der Beerdigung des von einem anonymen Mörder getöteten Führers der jüdischen Renaissancebewegung bei. Durch seinen symbolischen Tod wird der Mythos einer neuen, zum Aufbruch bereiten politischen Bewegung geboren. Zamach ist der letzte Teil einer Trilogie und unterzieht den Traum von einer multinationalen Gemeinschaft und die neue polnische Gesellschaft einem ultimativen Test.

    Yael Bartana, "Zamach" / „Assassination“, 2011, Blueray, 35 Min., Annet Gelink Gallery, Amsterdam
    Yael Bartana, „Zamach“ / „Assassination“, 2011, Blueray, 35 Min., Annet Gelink Gallery, Amsterdam

    Inferno
    (BRA 2013, 22’, kein Dialog)
    In dynamischer Bildsprache, geprägt vom Actionkino Hollywoods und der Stummfilmästhetik des Expressionismus, wird vom Bau einer Replik des Jerusalemer Salomon-Tempels durch eine mächtige brasilianische Sekte erzählt. Eine antike Episode aus dem Nahen Osten, Initialzündung der jüdischen Diaspora, wird mit dem religiösen Fanatismus des heutigen Südamerika in Beziehung gesetzt. Fakt und Fiktion, Prophezeiung und Geschichte: der Wiederaufbau von Salomons Tempel als Vorwegnahme seines Untergangs?

    Yael Bartana, „Inferno“, BRA 2013, 22’, Courtesy of Petzel Gallery, New York; Annet Gelink Gallery, Amsterdam; Sommer Contemporary Art, Tel Aviv
    Yael Bartana, „Inferno“, BRA 2013, 22’, Courtesy of Petzel Gallery, New York; Annet Gelink Gallery, Amsterdam; Sommer Contemporary Art, Tel Aviv
  • Bass, Melika

    Melika Bass, geboren in North-Carolina, studierte Literatur, Philosophie und anschließend Kunst am Art Institute of Chicago. Sie lebt in Chicago. Ausstellungen u.a. Museum of Contemporary Art Detroit; Segal Center for the Performing Arts, Montreal. Einzelausstellung am Museum of Contemporary Art Chicago, 2011.

    Website Melika Bass

    Waking Things
    (USA 2011, 16mm, 34 Min., enOF)
    Deutsche Premiere
    In einem Haus mitten in der Wildnis erwartet eine rätselhafte Familie von Aussteigern Besuch von Fremden und bereitet ein Festmahl vor. Während der rituellen Vorbereitungen zeigen Schatten den wahren Charakter jedes einzelnen Individuums, mal bedrohlich, mal verletzt, mal mitgenommen und verbraucht. Überlebende einer alten Tradition, Blut um Blut.

    Melika Bass, „Waking Things“, 2011, 16mm, 34 Min.
    Melika Bass, „Waking Things“, 2011, 16mm, 34 Min.

     

  • Ben-Shitrit, Orit

    Orit Ben-Shitrit, geboren in Israel, Studium von Kunst und Tanz an der Bezalel Art Academy, Jerusalem, am London College of Communication und am Hunter College, New York. Sie lebt in New York. Ausstellungen seit 2003 u.a. MACRO Rom; Haifa Museum of Art; Guest Projects, London; Royal Academy of Art, London; White Box, New York.

    Website Orit Ben-Shitrit

    Vive le Capital
    (USA 2012, HD, 15 Min. 24 Sek., frOmeU)
    Deutschlandpremiere
    In Vive le Capital geht es um Liebe und Hass zum Geld. Die Handlung springt zwischen dem Monolog des Protagonisten, eines Brokers, und Tänzern, die darauf szenisch reagieren. Drei von ihnen reisen in die Zeit von Cosimo de Medici und an die Ursprünge unseres Banksystems zurück; sie huldigen der französischen Revolution und verkörpern John Law, den ersten Anwender des Ponzi-Tricks.

    Orit Ben-Shitrit, „Vive le Capital“, 2012, HD, 15 Min. 24 Sek.
    Orit Ben-Shitrit, „Vive le Capital“, 2012, HD, 15 Min. 24 Sek.
  • Bengtsson, Åsa Maria

    Åsa Maria Bengtsson, geboren 1956 in Östersund, studierte Kunst an der Forum School Graphics in Malmø und lebt in Malmø. Ausstellungen u.a. im ICA, London; Museo de Arte Contemporàneo, Santiago di Chile; Künstlerhaus Bethanien, Berlin; Maison de la Culture Plateau Mont-Royal, Montreal; Pusan Metropolitan Museum. Einzelausstellungen seit 1990, u.a. Moderna Museet, Malmø.

    Website Åsa Maria Bengtsson

    Fermentity / Jäsningen
    (SWE 2011, HD, 9 Min. 6 Sek., keine Dialoge / no dialogue)
    Deutschlandpremiere
    Jäsningen ist ein kurzes filmisches Drama über die menschliche Identität. Wir schaffen Ideale und unsere Ideale formen uns, aber wer entscheidet, welches Modell richtig ist? Die Handlung spielt in einer Klinik für geistig Behinderte und behandelt die Transformation von der vorherrschenden „Peer“-Norm. Der Hauptdarsteller, Pierre Bjorkman, leidet auch im realen Leben an Trisomie.

    Åsa Maria Bengtsson, „Jäsningen“ / „Fermentity“, 2011, HD, 9 Min. 6 Sek.
    Åsa Maria Bengtsson, „Jäsningen“ / „Fermentity“, 2011, HD, 9 Min. 6 Sek.
  • Caspari, Nina

    Nina Caspari, geboren 1987 in Recklinghausen, studierte Kunst und Design an der AKI ArtEZ in Enschede und audiovisuelle Kunst an der Kunsthochschule Sint-Lukas in Brüssel. Teilnahme an der Internationalen Studententriennale in Istanbul, 2010, und an der Ausstellung 3=6 in Enschede.

    Website Nina Caspari

    The Silk Silence of the Wild Cotton Candy
    (BEL 2012, HD, 9 Min. 45 Sek., keine Dialoge)
    Deutschlandpremiere
    The Silk Silence of the Wild Cotton Candy ist ein Flashback zurück in die Kindheit, der im Kopf einer jungen Frau spielt. Eine surreale Mischung aus Traum und Realität. Erinnerungen, Wünsche und Träume werden mit der Gegenwart konfrontiert.

    Nina Caspari, „The Silk Silence of the Wild Cotton Candy“, 2012, HD, 9 Min. 45 Sek.
    Nina Caspari, „The Silk Silence of the Wild Cotton Candy“, 2012, HD, 9 Min. 45 Sek.
  • Çavuşoğlu, Ergin

    Ergin Çavuşoğlu, geboren 1968 in Bulgarien, studierte in Sofia, Istanbul, London und an der University of Portsmouth. Er lebt in London. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2003, und an der Manifesta, 2010. Einzelausstellungen seit 2004 u.a. Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen; RAMPA, Istanbul; PEER, London; Kunstverein Freiburg; John Hansard Gallery, Southampton.

    Website Ergin Çavuşoğlu

    And I Awoke
    (GBR 2012, HD, 4 Min. 10 Sek., keine Dialoge)
    Deutschlandpremiere
    And I Awoke nimmt Bezug auf die finale Traumszene in Leo Tolstois „Ein Geständnis“. Im Traum sieht Tolstoi seinen Körper, auf einem Bett liegend, in Drähten verfangen, und, wie er schreibt, im „unendlichen Raum“ aufgehängt. Der innere Kampf und die Hilflosigkeit zwingen ihn, der Schwerkraft zu widerstehen. „Und es schien, als ob jemand zu mir sagte: ‚Sehen Sie, Sie erinnern sich.’ Und ich erwachte.“

    Ergin Çavuşoğlu, „And I Awoke“, 2012, HD, 4 Min. 10 Sek., Courtesy John Hansard Gallery, Southampton
    Ergin Çavuşoğlu, „And I Awoke“, 2012, HD, 4 Min. 10 Sek., Courtesy John Hansard Gallery, Southampton
  • Cheng, Ian

    Emissary Forks Featuring Thousands Islands
    Preis für das filmische Gesamtwerk 2017

    Espace Louis Vuitton München

    Website Ian Cheng
    Espace Louis Vuitton

    Emissary Forks at Perfection, 2015. Collection Fondation Louis Vuitton ­- courtesy: the artist; Pilar Corrias Gallery, London; and Standard (Oslo), Oslo
    Emissary Forks at Perfection, 2015. Collection Fondation Louis Vuitton ­- courtesy: the artist; Pilar Corrias Gallery, London; and Standard (Oslo), Oslo

    Der vom Espace Louis Vuitton München im Rahmen des KINO DER KUNST Festivals verliehene Preis für das filmische Gesamtwerk geht 2017 an den amerikanischen Künstler Ian Cheng. Die Einzelausstellung ist Teil der „Hors-les-murs”-Programmatik der Fondation Louis Vuitton, die bisher nicht gezeigte Kunstwerke aus ihren Beständen einem breiten Publikum zugänglich macht.

    Chengs progressive Kunstpraxis fokussiert das Wesen der Veränderung sowie die Fähigkeit des Menschen, sich mit dem Wandel auseinanderzusetzen. Indem er die Prinzipien des Videospieldesigns, die Erkenntnisse der Kognitionswissenschaft sowie die Improvisationstechniken der darstellenden Künste heranzieht, entwickelt er „live simulations”, die als quasi lebende, im digitalen Raum angesiedelte und über Apps zugängliche virtuelle Ökosysteme fungieren.

    Ausgangspunkt einer „live simulation” ist eine vom Künstler festgelegte Zusammenstellung digitaler Eigenschaften, die aber im Gegensatz zum Video kein Ende haben und sich in die Unendlichkeit weiterentwickeln. Jedem Element des Werks schreibt der Künstler archetypische Eigenschaften zu. Auf Algorithmen basierend entfalten sie ein Eigenleben, wobei sie sich im Laufe der Zeit wie der menschliche Körper und Geist ohne vorher bestimmtes Ziel entwickeln.

    Cheng bezeichnet seine Simulationen als „neurologisches Fitnessstudio” – als Ort, an dem die Zuschauer bewusst die Gefühle von Irritation, Angst und kognitiver Dissonanz trainieren können, die mit den fortwährenden Verwandlungszuständen unserer Zeit einhergehen.

  • Cheng Ran

    Cheng Ran, geb. 1981, lebt in Hangzhou. Der Absolvent der staatlichen Kunstakademie Hangzhou und ehemalige Assistent von Yang Fudong gilt als einer der führenden Medienkünstler Chinas. Ausstellungen seit 2012 u.a. im New Museum, New York; K11 Art Foundation, Hongkong; Ullens Center for Contemporary Art, Peking; Rockbund Art Museum, Shanghai. Teilnahme an zahlreichen Filmfestivals und Biennalen, u.a. der 14. Istanbul Biennale und der 5. Auckland Triennale.

    Weitere Filme (Auswahl): Before falling asleep (2013), Lostalghia (2012, KdK 2013)

    Website Cheng Ran

    Lostalghia
    (CHN 2012, 12 Min. 13 Sek.)
    Lostalghia schneidet Andrei Tarkovskys „Nostalghia“ neu und schafft ein zirkuläres Narrativ, das mit der Ersetzung des „N“ von Nostalgie mit dem Buchstaben „L“ endet. Chengs Interesse am Kinematischen, Poetischen und Mysteriösen greifen im Film ineinander und spielen auf die Wiederholungen des Lebens an.

    Cheng Ran, „Lostalghia“, 2012, Video, 11 Min. 45 Sek., Courtesy of LEO XU PROJECTS, Shanghai, Copyright: Cheng Ran
    Cheng Ran, „Lostalghia“, 2012, Video, 11 Min. 45 Sek., Courtesy of LEO XU PROJECTS, Shanghai, Copyright: Cheng Ran

    In Course of the Miraculous
    (CHN 2016, HD, 197’, Englisch-Chinesisch
    Darsteller: Guan Zeqiang, Winston Youri Matthijs, Lin Tiejing
    Deutschlandpremiere
    Was passierte mit dem britischen Bergsteiger George Mallory, dessen Spur sich 1924 am Mount Everest verlor? Was stieß dem niederländischen Künstler Bas Jan Ader zu, der auf einer Atlantiküberquerung verschwand, die er 1975 als Teil der Performance In Search of the Miraculous unternommen hatte? Und warum kehrte 2011 nur ein Drittel der ursprünglichen Crew des chinesischen Fischtrawlers Lu Rong Yu 2682 zurück? In einer von Fabeln und mythischer Literatur inspirierten, hypnotischen Erzählung mit langen Einstellungen und faszinierenden Bildern webt Cheng Ran drei wahre Geschichten vom Verschwinden ineinander. Und wagt den paradoxen Versuch, das Unerklärliche und Unvorstellbare dieser Schicksale filmisch zu ergründen.

    Cheng Ran, In Course of the Miraculous, 2016, 197’. Courtesy of the artist, K11 Art Foundation, Erlenmeyer Foundation and Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne
    Cheng Ran, In Course of the Miraculous, 2016, 197’. Courtesy of the artist, K11 Art Foundation, Erlenmeyer Foundation and Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne

     

  • Chong Chan Fui, Chris

    Chris Chong Chan Fui, geboren 1982 in Borneo, Malaysia. Er lebt und arbeitet in Kuala Lumpur. Er studierte an der Asian Film Academy von Pusan. 2009 wurde er mit dem American Express Maverick Prize ausgezeichnet. Seine Werke wurden u.a. beim Toronto International Film Festival, in Cannes und auf der Berlinale gezeigt. 2010 widmete ihm das Hirshhorn Museum in Washington D.C. eine Einzelausstellung.

    Website Chris Chong Chan Fui

    Heavenhell
    (MYS 2009, 10 Min. 13 Sek.)
    In Heavenhell repliziert der Künstler den Film „High and Low“ von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1963, indem er Kurosawas inszenierte Darstellung des berüchtigten und gewalttätigen Rotlichtviertels in den 1960er Jahren in Yokohama, Japan, zweimal neu inszeniert: Erst so, wie der Film ursprünglich gedreht wurde und dann mit den heutigen Bewohnern, die Geschichte und Erinnerung im Bewusstsein der Betrachter wieder auferstehen lassen.

    Chris Chong Chan Fui, „Heavenhell“, Video, 2009, 10 Min. 13 Sek.
    Chris Chong Chan Fui, „Heavenhell“, Video, 2009, 10 Min. 13 Sek.

     

     

  • Clark, Larry

    Larry Clark, geb. 1943, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. Foam Photography Museum Amsterdam; Simon Lee Gallery, Hong Kong; Museum of Contemporary Art, Los Angeles. Gruppenausstellungen u. a. Galerie Rudolfinum, Prag 2014; New Museum, New York 2013.

    Website Larry Clark

    The Smell of Us
    (FRA 2014, 92’, französisch)
    Deutschlandpremiere
    Jeden Tag treffen sich auf den Terrassen hinter dem Pariser Kunstzentrum Palais de Tokyo, mit Blick auf Eiffelturm und Seine, die Skateboarder Math, Marie, Pacman, JP, Guillaume und Toff. Am kulturellen Leben ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nehmen sie keinerlei Anteil, ebenso wenig wie an dem alten Säufer (Larry Clark), der unter ihnen lebt. Stattdessen amüsieren, lieben und bedröhnen sie sich. Sie fliehen vor ihren oft komplizierten Familien, leben in den Tag hinein und verdienen schnelles Geld über Internet-Dating, während Toff alles filmt.

    Larry Clark, "The Smell of Us", FRA 2014, 92' © Larry Clark, Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York
    Larry Clark, „The Smell of Us“, FRA 2014, 92′ © Larry Clark, Courtesy of the artist and Luhring Augustine, New York

     

  • Cogitore, Clément

    Clément Cogitore, geb. 1983, lebt in Paris und Straßburg. Studium an der École Supérieure des Arts Décoratifs in Straßburg und am Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains. Ab dem ersten Kurzfilm wurden alle seine Filme für internationale Festivals ausgewählt, u.a. für Cannes, Locarno, Lissabon, Montréal. Vielfach als Filmemacher und als Künstler ausgezeichnet, dabei Gewinner des wichtigen Prix de la Fondation d’entreprise Ricard 2016. Ausstellungen u.a. im Palais de Tokyo, Paris; Centre Pompidou, Paris; Museum of Fine Arts, Boston; MoMA, New York.

    Filme (Auswahl): Ni le ciel, ni la terre (2015, KdK 2017), Un Archipel (2011, KdK 2013), Bielutine (2011), Visités (2007)

    Website Clément Cogitore

    An Archipelago / Un archipel
    (FRA 2011, Digibeta, 11 Min., enOF)
    Un archipel erzählt von den Ereignissen am 22. Oktober 2010, als die HMS Astute, ein Atom-U-Boot der britischen Marine, aus ungeklärten Gründen vor der Isle of Skye in Schottland auf Grund läuft.

    Clément Cogitore, "Un Archipel" / „An Archipelago“, 2011, Digibeta, 11 Min., Courtesy Galerie White Project, Paris
    Clément Cogitore, „Un Archipel“ / „An Archipelago“, 2011, Digibeta, 11 Min., Courtesy Galerie White Project, Paris

    Ni le ciel, ni la terre
    (FRA 2015, 2K, 100’, Französisch + Farsi)
    Darsteller: Jérémie Renier, Kevin Azaïs, Swann Arlaud, Marc Robert, Finnegan Oldfield, Clément Bresson, Sâm Mirhosseini
    Kino der Kunst Zweiter Hauptpreis 2017
    Afghanistan 2014. Mit dem bevorstehenden Abzug der Truppen erhalten Oberbefehlshaber Antarès Bonassieu und seine Sektion den Auftrag, in einem zerklüfteten und schwer zugänglichen Tal am Fuß des Wakhan, einer Gebirgskette an der Grenze zu Pakistan, für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Nur selten zerreißt dort ein Warnschuss die Stille, meistens gilt er unachtsamen Schafhirten. Es herrscht Ruhe am Wakhan, auch militärisch. Bis eines Nachts zwei Soldaten auf mysteriöse Weise verschwinden.

    CLÉMENT COGITORE NI LE CIEL NI LA TERRE, 2015, 100´, © Kazak Production
    CLÉMENT COGITORE NI LE CIEL NI LA TERRE, 2015, 100´, © Kazak Production
  • Collins, Phil

    Phil Collins, geb. 1970, lebt in Berlin. Einzelausstellungen u. a. British Film Institute 2014; Dallas Museum of Art 2007; Tate Britain, London 2006. Gruppenausstellungen u. a. MUMOK, Wien; Van Abbemuseum, Eindhoven; New Museum, New York.

    Tomorrow Is Always Too Long
    (GBR / DEU 2014, 82’, englisch)
    Publikumspreis KINO DER KUNST 2015
    Eine filmische Liebeserklärung, Städteporträt und Musical zugleich, an Glasgow. Entwickelt mit diversen Communities, witzig, gefühlvoll, mit immer wieder überraschenden Einfällen, wird der urbane Alltag als existentielle Lebensreise erzählt, von Geburt und Jugend über Probleme mit dem Strafvollzug bis zum Altersheim. Wunderbar natürlich agierende Laiendarsteller singen – mehr recht als schlecht – extra für den Film komponierte Songs von Cate Le Bon, begleitet vom Royal Scottish National Orchestra.

    Phil Collins, „Tomorrow Is Always Too Long“, GBR/DEU 2014, 82’, Courtesy of Shady Lane Productions, Berlin
    Phil Collins, „Tomorrow Is Always Too Long“, GBR/DEU 2014, 82’, Courtesy of Shady Lane Productions, Berlin
  • Cortiñas, Eli

    Eli Cortiñas, geb. 1976, lebt in Köln und Berlin. Ausstellungen u. a. Art Cube Gallery, Jerusalem 2014; Kunsthalle Budapest 2013; Kunstmuseum Bonn 2013; Capitain Petzel, Berlin 2013. Best Experimental Award beim Film Festival Nashville 2014.

    The One Who Walks
    (DEU / ITA 2014, 9’30’’, französisch /italienisch /spanisch)
    Benannt nach der zentralen Frauenfigur in Carlo Lizzanis Beitrag zum neorealistischen Anthologiefilm „L’amore in città“ von 1953, dient die Figur einer alternden, verarmten Prostituierten als Angelpunkt, um in einer assoziativen Montage aus selbst gefilmtem Material, Found Footage und fragilen skulpturalen Konstruktionen die eigene Rolle zu befragen: als selbstverantwortliches Individuum, als Arbeiterkind, als Frau, als Tochter, als Künstlerin.

    Eli Cortiñas, „The One Who Walks“, DEU/ITA 2014, 9’30’’
    Eli Cortiñas, „The One Who Walks“, DEU/ITA 2014, 9’30’’
  • Cytter, Keren

    Keren Cytter, geb. 1977, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. Stedelijk Museum, Amsterdam; Witte de With, Rotterdam. Gruppenausstellungen u. a. Julia Stoschek Collection, ZKM Karlsruhe 2014; MMOMA, Moskau 2011; Van Abbemuseum, Eindhoven 2010.

    Website Keren Cytter

    Vengeance 1 – 7
    (USA 2013, 7 x 15’, Englisch)
    Liebe, Verrat, Rache – im wirklichen Leben die alltäglichen Stationen menschlicher Beziehungen, im Fernsehen beliebter Stoff für die Seifenoper. Cytter, erst kürzlich von Berlin nach New York umgezogen, verfilmt in sieben kurzen Folgen ihren ersten Eindruck von der neuen Heimat und deren massenmedialer Trivialkunst. An 15 verschiedenen Drehorten interpretieren über 50 professionelle Schauspieler das, was mal antike Dramenstoffe waren, in der Fernseh-Version des 21. Jahrhunderts. Gruselig.

    Keren Cytter, „Vengeance 1-7“, USA 2013, 7x15’, Courtesy of the artist and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln
    Keren Cytter, „Vengeance 1-7“, USA 2013, 7×15’, Courtesy of the artist and Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln
  • Dawood, Shezad

    Shezad Dawood, geboren 1974 in London von pakistanischen Eltern, studierte Fotografie und Bildhauerei am Royal College of Art, lebt in London. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2009. Ausstellungen u.a. Tate Modern, London; Saatchi Gallery, London; Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Einzelausstellungen seit 2002 u.a. Modern Art Oxford; Kino Kino, Sandnes; Paradise Row, London.

    Website Shezad Dawood

    Trailer
    (GBR 2011, 2.35 (SCOPE), 15 Min. 20Sek., en/ur/ar/zhOmeU)
    Deutschlandpremiere
    Trailer ist eine experimentelle und alternative Lektüre des Rohmaterials zum Science-Fiction-Spielfilm „Piercing Brightness“. Als einer von drei aus demselben Material hergestellten, parallelen Filmen, untersucht er die Syntax des Galerie- und Kinokontextes, die Erzählstruktur von Kurz- und Spielfilmen, die Codes und Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Formen.

    MASK (played by Houda Echouafni) giving orders to the aliens as they arrive on earth in Preston, North West England. Shezad Dawood, „Trailer“ / „Piercing Brightness“, Production Still, 2011, 15 Min. 20 Sek. Courtesy of UBIK Productions Ltd, Photography: R
    MASK (played by Houda Echouafni) giving orders to the aliens as they arrive on earth in Preston, North West England. Shezad Dawood, „Trailer“ / „Piercing Brightness“, Production Still, 2011, 15 Min. 20 Sek. Courtesy of UBIK Productions Ltd, Photography: R
  • de Beer, Sue

    Sue de Beer, geboren 1973, studierte an der Columbia University und Parsons School of Design, New York. Sie lebt in New York. Ausstellungen u.a. im MOMA, New York; ZKM, Karlsruhe; Schirn Kunsthalle, Frankfurt. Einzelausstellungen seit 2000 u.a. KW Berlin; MuHKA, Antwerpen; Whitney Museum, New York; Künstlerhaus Bethanien, Berlin; Galerie Christian Ehrentraut, Berlin.

    Website Sue de Beer

    The Ghosts
    (USA 2010, HD, 30 Min., enOF)
    The Ghosts ist ein Zwei-Kanal-Video in Anlehnung an den italienischen “Giallo” Film. Es erzählt von einer Hypnotiseurin, die verlorene Momente aus der Erinnerung der Menschen holt und ihren Patienten zurück gibt, so dass diese jene Momente aufs Neue erleben. Sie hat eine Methode entwickelt, dank der sie in die Tiefen des menschlichen Verstands abtauchen und dort versteckte Geister auffinden kann.

    Sue de Beer, „The Ghosts“, 2011, HD, 30 Min., Courtesy Galerie Christian Ehrentraut, Berlin
    Sue de Beer, „The Ghosts“, 2011, HD, 30 Min., Courtesy Galerie Christian Ehrentraut, Berlin

    The Blue Lenses
    (USA/ARE 2015, HD, 19’03’’, ENGLISCH)
    Europapremiere
    In ihrer Kurzgeschichte The Blue Lenses erzählt Daphne du Maurier das Märchen von einer Frau, die ihre Sehkraft durch eine Operation wiedererlangen soll. Doch als ihr der Verband von den Augen genommen wird, nimmt sie die Menschen plötzlich vollkommen anders wahr: Anstelle von menschlichen Köpfen sieht sie Raubtiere. Wie du Mauriers Geschichte hinterfragt auch der Film Wirklichkeit und Fiktion, Vertrauen und Täuschung, am Beispiel eines aktuellen politischen Problemgebiets, des Mittleren Ostens, der in Sue de Beers ursprünglich als Installation konzipiertem Werk zum Protagonisten wird.

    Sue de Beer, The Blue Lenses (still), USA/ARE 2015, 19’3’’, Still reproduced in color, Two-channel video installation. Courtesy the artist and Marianne Boesky Gallery, New York
    Sue de Beer, The Blue Lenses (still), USA/ARE 2015, 19’3’’, Still reproduced in color, Two-channel video installation. Courtesy the artist and Marianne Boesky Gallery, New York

     

  • Dean, Tacita

    Tacita Dean, geb. 1965, lebt in Berlin. Einzelausstellungen u. a. New Museum, New York; Tate Modern, London; Solomon R. Guggenheim Museum, New York. Teilnahme u. a. an der 55. Biennale di Venezia, 2013; documenta 13, 2012.

    Website Tacita Dean

    JG
    (GER 2013, 35mm anamorphotisch, 26’30’’, Englisch)
    Deutschlandpremiere
    Benannt nach den Initialen des amerikanischen Science-Fiction-Schriftstellers J. G. Ballard, führt Dean Ballards Kurzgeschichte „The Voices of Time“ und die legendäre, heute überflutete Land-Art-Skulptur „Spiral Jetty“ von Robert Smithson zusammen, die auf rätselvolle Weise miteinander verbunden scheinen. Für Dean ist JG, gedreht auf Salzseen in Utah und Kalifornien, ein Film über Landschaft und Zeit, die sie „in einem einzigen Bild mischen“ will, das nur analog, auf keinen Fall digital, sein kann.

    Tacita Dean, „JG“, GER 2013, 25’30’’, Courtesy of Marian Goodman, Paris
    Tacita Dean, „JG“, GER 2013, 25’30’’, Courtesy of Marian Goodman, Paris
  • di Martino, Rä

    Rä di Martino, geboren 1975 in Rom, studierte am Chelsea College und der Slade School of Fine Art und lebt in New York. Teilnahme an der Manifesta, 2008, und der Busan Biennale, 2006. Ausstellungen u.a. Tate Modern, London; PS1, New York; MCA Chicago; Palazzo Grassi, Venedig; Magasin, Grenoble. Einzelausstellungen seit 2003 u.a. Vartaj Gallery, Vilnius; CAV, Coimbra; Monitor Galerie, Rom.

    Website Rä di Martino

    Short History of Abandoned Scenes / Petite Histoire des Plateaux Abandonnés
    (MAR/ITA 2012, HD, 9 Min., arOmeU)
    Petite Histoire des Plateaux Abandonnés zeigt die architektonischen und kulturellen Überreste von Filmdrehs in der marokkanischen Wüste, die Hollywood-Studios gern als Szenenbild für Filme vom alten Rom oder unbekannten Planeten nutzen. Nach dem Dreh zerfallen die einsamen Kulissen in der Wüste zu „alten Ruinen”, die von der lokalen Bevölkerung besucht werden.

    Rä di Martino, „Petite Histoire des Plateaux Abandonnés“ / „Short History of Abandoned Scenes“, 2012, HD, 9 Min.
    Rä di Martino, „Petite Histoire des Plateaux Abandonnés“ / „Short History of Abandoned Scenes“, 2012, HD, 9 Min.

    The Show MAS Go On
    (ITA 2014, 30’, italian)
    German Premiere
    The five-story department store MAS in Rome opened a century ago as an expensive shopping center for fashion. Today, only the magnificent old chandeliers still testify to the glories of the past. For the length of one film, however, threadbare carpets and dusty shelves again serve as a stage for urban fauna of our time, where performances and scenes rekindle the spirit of a cult department store.

    Rä di Martino, „The Show MAS Go On“, ITA 2014, 30’, Produzioni Illuminati, San Benedetto del Tronto; Snaporazverein, St. Moritz; Think Cattleya, Rom
    Rä di Martino, „The Show MAS Go On“, ITA 2014, 30’, Produzioni Illuminati, San Benedetto del Tronto; Snaporazverein, St. Moritz; Think Cattleya, Rom

     

     

     

     

     

  • Djuberg, Nathalie / Berg, Hans

    Nathalie Djurberg, geboren 1978 in Schweden, studierte in Göteborg und Malmø und lebt in Schweden und Berlin. Silberner Löwe auf der Biennale di Venezia, 2009. Einzelausstellungen seit 2002 u.a. Camden Art Centre, London; Walker Art Center, Minneapolis; Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam; Kestnergesellschaft, Hannover; Centre Pompidou, Paris; Zach Feuer Gallery, New York.

    Website Nathalie Djuberg / Hans Berg

    The Parade of Rituals and Stereotypes
    (SWE 2012, HD, 10 Min. 56 Sek., enOF)
    The Parade of Rituals and Stereotypes ist eine dunkle Folge faszinierender Animationen von Tonfiguren, in denen Menschen und Tiere bestürzende Szenarien von Folter, Demütigung und Maskerade durchspielen, um das Zusammenspiel von Brutalität und Schuld darzustellen. Narration wird hier in räumlichen Begriffen wie auf einer Bühne in Szenenbild, Tonspur und Handlung gedacht.

    Nathalie Djurberg, „The Parade of Rituals and Stereotypes“, 2012, HD, 10 Min. 56 Sek., Courtesy Zach Feuer Gallery, New York
    Nathalie Djurberg, „The Parade of Rituals and Stereotypes“, 2012, HD, 10 Min. 56 Sek., Courtesy Zach Feuer Gallery, New York
  • Drivas, George

    George Drivas lebt in Athen und Berlin. Einzelausstellungen u. a. National Museum of Contemporary Art, Athen. Teilnahmen u. a. 4. Biennale of Contemporary Art, Thessaloniki 2013; Center on Contemporary Art, Seattle 2012; Centre Pompidou, Paris 2011.

    Website George Drivas

    Kepler

    (GRC / GEO 2014, 14’, Georgisch)
    Deutschlandpremiere
    Benannt nach einem erst kürzlich entdeckten, der Erde von Oberfläche und Atmosphäre her ähnlichen Planeten, ist der Film retrofuturistisches Märchen, Kommentar zur aktuellen Politik oder einfach nur…ein schlechter Scherz.

    George Drivas, „Kepler“, GRC 2014, 14’, Polyeco Contemporary Art Initiative
    George Drivas, „Kepler“, GRC 2014, 14’, Polyeco Contemporary Art Initiative
  • Dwyer, Jacob

    Jacob Dwyer, geb. 1988, lebt in Amsterdam. Kunststudium an der Newcastle University mit anschließendem Master in Experimentalfilm an der Kingston University. Seine bisherigen Filme liefen auf Festivals wie dem IFFR in Rotterdam, Lo schermo dell’arte in Florenz oder DocNext in Amsterdam. Die Soundinstallation Paulalien Knows Best hatte 2015 in der Juliette Jongma und Good Children Gallery, New Orleans, Premiere.

    Weitere Filme (Auswahl): Donovan Garcia (2016), The Celtic Body (2014; KdK 2015), The Camaguey Hustle (2012)

    Website Jacob Dwyer

    Dat Likwid Land
    (GER/NLD/USA 2016, HD, 29’, Englisch)
    Deutsche Premiere
    Ein unsichtbarer, lakonischer Erzähler findet an einer Bushaltestelle ein rotes Notizbuch mit der Inschrift „Ignatius Reilly. Journal of a Working Boy”. Auf der Suche nach dessen Besitzer, der sich darin selbst als Außenseiter beschreibt, reist der Film von Rotterdam bis New Orleans und in ein merkwürdiges, paradoxes Land, bestehend aus Friedhöfen und Zypressensümpfen… Jacob Dwyer gewann in seiner typisch humorvollen Art den Projekt Pitch von KINO DER KUNST 2015 für diesen Film.

    Jacob Dwyer, Dat Likwid Land, DEU/NLD/USA 2016, 29’ © Jacob Dwyer
    Jacob Dwyer, Dat Likwid Land, DEU/NLD/USA 2016, 29’ © Jacob Dwyer

     

  • Dzama, Marcel

    Marcel Dzama, geb. 1974, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. Kunstmuseum Thun; Gemeentemuseum, Den Haag; Kunstverein Braunschweig. Gruppenausstellungen u. a. Whitechapel Gallery, London 2014; Museum of Contemporary Canadian Art, Toronto 2013; MoMA, New York 2009.

    Website Marcel Dzama

    A Game of Chess
    (MEX 2011, HD, 14 Min. 2 Sek., keine Dialoge)
    Schach, das Lieblingsspiel der Avantgarden des 20. Jahrhunderts, zugleich kriegerische und ästhetische Auseinandersetzung, dient hier als Basis für ein spannendes Figurenballett, das voller suggestiver Anspielungen und überraschender Wendungen steckt.

    Une danse des bouffons (or A jester’s dance)
    (USA 2013, 34’58’’, kein Dialog)
    Deutschlandpremiere
    Eine „dadaistische Liebesgeschichte“, frei entlehnt Marcel Duchamps unglücklicher Affäre mit der brasilianischen Bildhauerin Maria Martins, hier gespielt von der Musikerin Kim Gordon (Sonic Youth). Martins versucht alles, um ihren Geliebten, gefangen und verurteilt, permanent Schach zu spielen, zu befreien. Gedreht als Stummfilm in Schwarzweiß, sind Geschichte und Szenenbild inspiriert von berühmten Kunstwerken, von Oskar Schlemmers „Triadischem Ballet“ bis zu Drucken von Francisco de Goya oder Installationen von Joseph Beuys.

    Marcel Dzama, „Une danse des bouffons (or A jester's dance)“, USA 2013, 34’58’’, Courtesy of David Zwirner, New York/London; Sies + Höke, Düsseldorf
    Marcel Dzama, „Une danse des bouffons (or A jester’s dance)“, USA 2013, 34’58’’, Courtesy of David Zwirner, New York/London; Sies + Höke, Düsseldorf
  • Eilers, Willehad

    Willehad Eilers, geb. 1981, lebt in Amsterdam. Gruppenausstellungen u. a. Palazzo della Penna, Perugia 2011; Haus der Kulturen der Welt, Berlin 2009; 53. Biennale di Venezia 2009; Gemeentemuseum, Den Haag 2006.

    Du bist ein Muss
    (DEU / NLD 2013, 3’30’’, Deutsch)
    Sind Motivationsreden die neuen Gebete in einer Welt, die nur noch um das Ich kreist? Kann man andere nur lieben, wenn man sich selbst liebt? Macht unser Besitz, inklusive Ferienhäuschen und Garten, uns endlich zu dem, was wir sein wollen? Fragen über Fragen…

    Willehad Eilers, „DU BIST EIN MUSS“, DEU/NLD 2013, 3’30’’
    Willehad Eilers, „DU BIST EIN MUSS“, DEU/NLD 2013, 3’30’’

     

     

  • Escorsa, Dionis

    Dionis Escorsa, geboren 1970 in Tortosa, lebt in Barcelona und Berlin. Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Rotor. Ausstellungen u.a. Hangar, Barcelona; 40Cube Gallery, Rennes; CCCB, Barcelona; Islands 6 Art Center, Shanghai; Netherlands Media Art Institute, Amsterdam; Fundacion Tomie Ohtake, São Paulo. 2009 Einzelausstellung bei Dispari & Dispari Projects, Reggio Emilia.

    Website Dionis Escorsa

    Y
    (ESP/SRB, 2012, XDCam Cinealta, 93 Min., sr/caOmeU)
    Deutschlandpremiere
    Ein Balkankriegsveteran, jetzt obdachloser Alkoholiker, träumt, er sei ein Baum und wachse in den Ruinen seines Hauses, das bei einem Bombenangriff zerstört wurde… Während die Katastrophe des Balkan-Krieges sich langsam im kollektiven Gedächtnis auflöst, bleiben die realen Ereignisse für immer vom Schleier eines Alptraums verdeckt, aus dem wir gerade aufwachen und den wir dennoch schon vergessen.

    Dionis Escorsa, „Y“ , 2012, 93 Min. Courtesy Dispari & Dispari Projects, Reggio Emilia
    Dionis Escorsa, „Y“ , 2012, 93 Min. Courtesy Dispari & Dispari Projects, Reggio Emilia

     

  • Fahmy, Marianne & Youssef, Amir

    Marianne Fahmy & Amir Youssef, beide geb. 1992, leben in Ägypten. Fahmy studierte an der Kunstfakultät der Universität Alexandria. Ausstellungen bisher u.a. im Fine Arts Museum, Alexandria; Saad Zaghloul Museum, Kairo. 2014 wurde sie beim 25. ägyptischen Jugendsalon ausgezeichnet. Youssef, Assistent an der Kunstfakultät Alexandria, arbeitete bei der documenta 13 als Assistent von Theaster Gates. Ausstatter bei Wael Shawkys Film Al Araba Al Madfuna II. Teilnahme an der Mediterranea 17 (2015).

    Weitere Filme: The Room (2016)

    Website Marianne Fahmy

    31 Silent Encounters
    (EGY 2016, Digital, 7’30’’, Arabisch)
    Europapremiere
    Eine betont schlichte, ergreifende Unterhaltung basierend auf Liebesbriefen, geschrieben im Ägypten der fünfziger Jahre. Der Dialog eines inhaftierten kommunistischen Aktivisten mit seiner Frau wird illustriert mit aktuellen Filmbildern von Gebäuden aus der damaligen Zeit. Soziale und politische Probleme überlagern nach und nach die Gefühle des Paars, genauso wie die Vergegenwärtigung der Probleme des heutigen Ägypten jede Spur von Nostalgie ausradiert.

    Marianne Fahmy & Amir Youssef, 31 Silent Encounters, EGY 2016, 7’30’’ © Marianne Fahmy
    Marianne Fahmy & Amir Youssef, 31 Silent Encounters, EGY 2016, 7’30’’ © Marianne Fahmy
  • Fahrenholz, Loretta

    Loretta Fahrenholz, geb. 1981, lebt in Berlin. Einzelausstellungen u. a. Halle für Kunst, Lüneburg; Reena Spaulings Fine Arts, New York. Gruppenausstellungen u. a. Modern Art Oxford; Kunsthalle Basel; 10. Shanghai Biennale (alle 2014).

    My Throat, My Air
    (DEU 2014, 17’, Deutsch)
    Idylle in den bayerischen Voralpen, gespieltes Drama in der Wohnkaserne: Groß und Klein ballern mit Plastikpistolen, heranwachsende Mädchen schminken und würgen sich, Kinder proben Kopfstand. Die gewollt ungeschickt und rätselhaft erzählte Geschichte einer seltsamen Familie, hauptsächlich in Münchens Westend gedreht, mit dem ehemaligen Fassbinder-Schauspieler und Warhol-Mitarbeiter Ulli Lommel in einer Hauptrolle.

    Loretta Fahrenholz, „My Throat, My Air“, DEU 2014, 17’, Courtesy of Loretta Fahrenholz and Vitakuben, Leipzig
    Loretta Fahrenholz, „My Throat, My Air“, DEU 2014, 17’, Courtesy of Loretta Fahrenholz and Vitakuben, Leipzig
  • Fast, Omer

    Omer Fast, geboren 1972 in Jerusalem, studierte Kunst am Hunter College in New York und lebt in Berlin. 2009 bekam er den Preis der Nationalgalerie Berlin für junge Kunst. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2011, und an der documenta, 2012. Einzelausstellungen u.a. Whitney Museum of Art, New York; MUMOK, Wien; Pinakothek der Moderne, München; La Caixa, Barcelo.

    Filme (Auswahl): Remainder (2015), Everything That Rises Must Converge (2014, KdK 2015), 5000 Feet Is The Best (2011, KdK 2013)

    5000 Feet Is the Best
    (USA 2011, HD, 31 Min., enOmdU)
    Publikumspreis KINO DER KUNST 2013
    5000 Feet is the Best sagt ein Pilot, der, anstatt selbst an Bord zu sein, in einem Cockpit am Boden sitzt, während er am anderen Ende der Welt einen Kampfeinsatz mit einer Drohne fliegt. Verliert man den Bezug zur Realität, wenn man sich in einer durch technische Instrumente simulierten Parallelwelt bewegt? Wo verlaufen hier die Grenzen zwischen Realität und Fiktion?

    Omer Fast, „5000 Feet is the Best“, 2011, HD, 31 Min.
    Omer Fast, „5000 Feet is the Best“, 2011, HD, 31 Min.

    Everything That Rises Must Converge
    (DEU / USA 2014, 56’, Englisch /Spanisch)
    Der Film folgt dem Tagesablauf von vier Pornodarstellern, vom morgendlichen Aufwachen über die Fahrt zur Arbeit in San Fernando Valley bis zur Dusche danach. Zwischen den Szenen vom Pornoset tauchen verschiedene fiktive Figuren auf, deren Geschichten sich im selben Wohnhaus abspielen, in dem die Darsteller arbeiten. In einem Gitter aus vier simultanen Bildern verspinnt der Film so Szenen eines anstrengenden und schwierigen Alltags mit unerwarteten Momenten der Schönheit.

    Omer Fast, „Everything That Rises Must Converge“, DEU/USA 56’, 2014, Filmgalerie 451, Berlin
    Omer Fast, „Everything That Rises Must Converge“, DEU/USA 56’, 2014, Filmgalerie 451, Berlin

    Continuity
    (DEU 2016, digital, 85’, Deutsch)
    Darsteller: André M Hennicke, Iris Böhm, Lukas Steltner, Constantin von Jascheroff, Niklas Kohrt
    Was zunächst als harmlose, lineare Erzählung über die Rückkehr eines jungen Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan beginnt, kippt bald schon ins Unheimliche: Continuity ist die Geschichte eines verheirateten Paares mittleren Alters, das wiederholt junge Männer in ihr Haus in einer kleinen deutschen Stadt einlädt, um ein geheimnisvolles Ritual durchzuführen. Drei verschiedene junge Männer, die ihren verlorenen Sohn Daniel repräsentieren, verbringen nacheinander die Nacht in dem Einfamilienhaus.  Um anschließend auf mysteriöse Weise zu verschwinden.

    Omer Fast, Continuity, DEU 2016, 85’ © Filmgalerie 451
    Omer Fast, Continuity, DEU 2016, 85’ © Filmgalerie 451

     

  • Faulhaber, Christoph

    Christoph Faulhaber, geb. 1972, lebt in Hamburg. Ausstellungen u. a. Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 2014. Gewinner u. a. Arte Laguna Art Prize, Arsenale Venedig 2014; Kunst am Bau Wettbewerb, Zürich 2010.

    Jedes Bild ist ein leeres Bild
    (DEU 2014, 68’, Deutsch)
    Erzählt wird die Geschichte des mit einem Stipendium nach New York eingeladenen Künstlers, der trotz gültigen Visums wegen früherer Kunstaktionen unter Terrorverdacht gerät und vom FBI drangsaliert wird. Die dokumentarischen Aufnahmen seines New York Aufenthalts sind mit einem Programm des Videospiels „Grand Theft Auto“ bearbeitet, das zur Erstellung von Videoclips dient. Der vom Spiele-Hersteller entwickelte Avatar Niko Bellic fungiert so als Alter Ego des Künstlers, das immer wieder das Geschehen reflektiert und kommentiert.

    Christoph Faulhaber, „Jedes Bild ist ein leeres Bild“, DEU 2014, 68’
    Christoph Faulhaber, „Jedes Bild ist ein leeres Bild“, DEU 2014, 68’

     

     

  • Frampton, Russell & Way, Ruth

    Russell Frampton, geboren 1961 in Hampshire, lebt in Devonshire und der Bretagne. Er ist Musiker und Maler. Seit seinem Kunststudium nationale und internationale Ausstellungen. Zuletzt auch zunehmend experimentelles Filmemachen und Mitarbeit am Dance/Film-Lab der Universität Plymouth.

    Ruth Way ist stellvertretende Direktorin der Faculty of Arts and Humanities und leitet das Bachelorprogramm für Tanztheater an der an der Universität Plymouth. Preisträgerin des englischen Arts Council, um ihre Tätigkeit als Tanzfilmmacherin und Choreographin in Zusammenarbeit mit Russell Frampton weiterentwickeln zu können.

    Weitere Filme (Auswahl): Viridian (2015), Blind Torrent (2012)

    Website Russell Frampton

    Into Air
    (GBR 2016, HD, 11’45’’, Englisch)
    Weltpremiere
    Aus mehreren Perspektiven wird jener rätselhafte Augenblick erzählt, in dem an irgendeinem Ort der Welt zufällige Begegnung und künftige Tragödie zusammentreffen.  Selbst wenn das künftige Schicksal der Protagonisten vorhersehbar erscheint, sind ihre Handlungen jedoch nicht beeinflussbar. Ein Film frei nach Ted Hughes Text The Pan, einem von nur zwei Gedichten, die Hughes für seine Frau Sylvia Plath schrieb, die sich 1963 umbrachte.

    Russell Frampton & Ruth Way, Into Air, GBR 2016, 11’45’’ © Russell Frampton
    Russell Frampton & Ruth Way, Into Air, GBR 2016, 11’45’’ © Russell Frampton

     

     

  • Fujiwara, Simon

    Simon Fujiwara, geb. 1982, lebt in Berlin. Studium an der Städelschule, Frankfurt. Jüngste Einzelausstellungen u.a. Kunsthalle Düsseldorf 2016; Irish Museum of Modern Art, Dublin 2016. Gruppenausstellungen u.a. Camden Arts Centre London, 2016; Solomon R. Guggenheim Museum, New York 2015; Centre Pompidou, Paris 2014; Espace Louis Vuitton, München 2013. Teilnahme an der 9. Berlin Biennale, 2016; Ruhrtriennale 2012; Shanghai Biennale 2012; São Paulo Biennale 2010 u.w.

    Filme (Auswahl): Humanizer (2016), Hello (2015), Studio Pietà (King Kong Komplex) (2013)

    Website Simon Fujiwara

    Joanne
    (GBR 2016, HD, 13’34’’, Englisch)
    Porträt von Joanne Sally, einer ehemaligen Miss Nordirland, Künstlerin, Lehrerin und Profiboxern. Sie prägte Fujiwara während seiner Zeit an der Harrow School, einer angesehenen englischen Jungenschule, durch die Förderung seines künstlerischen Talents nachhaltig. Als Jahre später Studenten private Nacktfotos von ihr entdecken und in Umlauf bringen, wird sie zum Mittelpunkt einer Medienkampagne, die ihren Ruf zerstört. Fünf Jahre nach dem Skandal versucht der Film, ein komplexeres Bild von ihr zu zeichnen.

    Simon Fujiwara, Joanne, GBR 2016, 13’34’’, Mixed media installation with video projection. Commissioned by FVU, The Photographers’ Gallery and Ishikawa Foundation, supported by Arts Council England. Courtesy of the artist
    Simon Fujiwara, Joanne, GBR 2016, 13’34’’, Mixed media installation with video projection. Commissioned by FVU, The Photographers’ Gallery and Ishikawa Foundation, supported by Arts Council England. Courtesy of the artist

     

  • Fulmen, Pachet

    Pachet Fulmen, geb. 1985, lebt in Hamburg. Teilnahmen u. a. ANIMFEST Athen 2012; ÉCU The European Independent Film Festival, Paris 2011; Machine-RAUM Festival for Video Art and Digital Culture, Vejle Kunstmuseum 2011; ION International Animation, Games and Short Film Festival, Los Angeles 2004.

    Website Pachet Fulmen

    Song for God
    (DEU 2014, 5’15’’, Englisch)
    In einer in gewalttätigen, sich vergeblich an Gott klammernden Welt voller Katastrophen findet eine starke Frau, die sich nur noch auf sich selbst verlassen kann, zu ihrem eigenen Weg jenseits von Religion und Dogma. Ein düsterer, originell gestalteter Zeichentrickfilm.

    Pachet Fulmen, „Song for God“, DEU 2014, 5’15’’
    Pachet Fulmen, „Song for God“, DEU 2014, 5’15’’
  • Gaskell, Anna

    Anna Gaskell, geboren 1969 in Iowa, studierte Fotografie am Art Institute of Chicago und an der Yale University. Sie lebt in New York. Zahlreiche Einzelausstellungen seit 1997, u.a. im Wexner Center for the Arts, Ohio; White Cube, London; Castello di Rivoli, Turin; Museum of Modern Art, Oxford; Galerie Gisela Capitain, Köln.

    Website Anna Gaskell

    Swimming Lessons
    (USA 2013, HD, 25 Min. 39 Sek., enOF)
    Weltpremiere
    Swimming Lessons erzählt die Geschichten zweier junger Mädchen, die sehr unterschiedlich sind, sich aber gleichzeitig auf eine seltsame Weise ähneln. Wasser ist ein Schlüsselelement im Leben beider. Das eine Mädchen erblindet und möchte Schwimmen lernen, bevor sie ihre Sehkraft verliert; das andere Mädchen hat seine Mutter verloren, die während einer Frühjahrsflut ertrank.

    Anna Gaskell, „Swimming Lessons“, 2013, HD, 25 Min. 39 Sek., Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln
    Anna Gaskell, „Swimming Lessons“, 2013, HD, 25 Min. 39 Sek., Courtesy Galerie Gisela Capitain, Köln

     

  • Girardet, Christoph / Müller, Matthias

    Christoph Girardet, geboren 1966, studierte an der HBK Braunschweig. Einzelausstellungen u.a. Kunstverein Hannover; Sean Kelly Gallery, New York.
    Matthias Müller, geboren 1961, studierte an der Universität Bielefeld und der HBK Braunschweig. Professur für experimentellen Film an der KHM, Köln. Organisierte zahlreiche Avantgarde Film Events.

    Meteor
    (DEU 2011, 35mm, 15 Min., enOF)
    Zusammengesetzt aus Spielfilmbildern, Fragmenten aus Volks- und Kunstmärchen und altem Science-Fiction-Material, inszeniert Meteor die Lebens- und Vorstellungswelt eines Jungen an der Schwelle zur Selbstfindung. In der von medialen Reizen gespeisten, kindlichen Imagination beginnt eine phantasmatische Reise vom Kinderzimmer in einen künstlichen Kosmos.

    Christoph Girardet / Matthias Müller, „Meteor“, 2011, 35mm, 15 Min.
    Christoph Girardet / Matthias Müller, „Meteor“, 2011, 35mm, 15 Min.
  • Glusiec, Karolina

    Karolina Glusiec, geboren 1986 in Lubin, studierte Animation am Royal College of Art, London, sowie audiovisuelle Kommunikation an der Academy of Humanities and Economics, Lodz. 2012 gewann sie den Jerwood Drawing Prize. Ausstellungen u.a. Museo Reina Sofía, Madrid; Galeria Imaginarium, Lodz; Royal College of Art, London; Centrum Kulturu Zamek, Poznan.

    Website Karolina Glusiec

    Velocity
    (GBR 2012, 16mm, 6 Min., enOF)
    Velocity. Ich dachte immer, ich hätte ein perfektes Gedächtnis. Ich wollte einen Film über Erinnerung, über das Zeichnen und die Zeichnungen machen. Denn sie sind der einzige Beweis, den ich habe, dass manche Orte, Menschen und Dinge jemals existiert haben. Diese Zeichnungen möchte ich Ihnen zeigen.

    Karolina Glusiec, „Velocity“, 2012, 16mm, 6 Min.
    Karolina Glusiec, „Velocity“, 2012, 16mm, 6 Min.

     

     

  • Görig, Matze

    Matze Görig, geboren 1980 in Konstanz, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und lebt in Berlin. Mit dem Kollektiv Crucible eröffnete er 2010 den Berliner Projektraum Korsobad. Ausstellungen und Performances seit 2004 u.a. in der Galerie Traversee, München; Spiegelhalle, Konstanz; Kunstbau im Lenbachhaus, München; Städtische Kunsthalle Lothringer 13, München.

    Website Matze Görig

    Plankton
    (DEU 2012, HD, 12 Min. 50 Sek., deOmeU)
    Ein Film über eine junge Frau und ihre Flucht vor sowie ihre Sehnsucht nach dem Meer, über gestrandete Matrosen und ein Rauschen im Radio.

    Matze Görig, „Plankton“, 2012, HD, 12 Min. 50 Sek.
    Matze Görig, „Plankton“, 2012, HD, 12 Min. 50 Sek.
  • Gonzàlez, Lola

    Lola Gonzàlez, geb. 1988 in Angoulême, lebt in Brest und Paris. Mischt Kunstperformance, Fotografie, Tanz, Film. Ausstellungen seit 2013 u.a. Le Crédac, Ivry; Le Magasin, Grenoble; Palais de Tokyo, Paris. Gewinnerin des Prix Meurice 2016, 2017 Stipendiatin in Los Angeles. Teilnahme an Black Box Festival Seattle; Biennale Lyon.

    Weitere Werke (Auswahl): Véridis quo (2016), Winter is coming (2014)

    Website Lola Gonzàlez

    Summer Camp
    (FRA 2015, HD, 9’, Französisch)
    Deutschlandpremiere
    Vier Männer proben schwitzend und auf engstem Raum den Widerstand. Für ein künftiges Ereignis, das es vielleicht nie geben wird, trainieren sie physisch und psychisch, aber vor allem hart. Erst rufen sie eine an der Zimmerwand notierte, rätselhafte Liste von Vornamen ab, dann singen sie im Chor eine Hymne gegen Religion und Militarismus.

    Lola Gonzàlez, Summer camp, FRA 2015, 9' © Lola Gonzàlez
    Lola Gonzàlez, Summer camp, FRA 2015, 9′ © Lola Gonzàlez
  • Granilshchikov, Evgeny

    Evgeny Granilshchikov, geb. 1985, lebt in Moskau. Einzelausstellung MediaArtLab, Moskau. Gruppenausstellungen u. a. Hayward Gallery, London 2014; Museum of Multimedia Art, Moskau 2013; 5. Biennale of Contemporary Art, Moskau 2013.

    Website Evgeny Granilshchikov

    Courbet’s Funeral
    (RUS 2014, 11’33’’, Russisch)
    Deutschlandpremiere
    Musik: Motherfathers
    Moskauer Underground: Das ratlose Individuum als Spiegel einer sich suchenden Gesellschaft. Ein trivialer Monolog kann zum politischen Statement werden, Filmemachen zu einer fragwürdigen – und gefährlichen – Aktivität. Dokumentarische und inszenierte Sequenzen wechseln im filmischen Tagebuch des jungen Kandinsky-Preisträgers Granilshchikov ab. Mit dem Handy gedrehte Szenen zeigen nachgespielte tatsächliche Ereignisse, Alltag wird zu Politik, Politik zum Drama. Und wo steht die Kunst?

    Evgeny Granilshchikov, „Courbet's Funeral“, RUS 2014, 11’33’’
    Evgeny Granilshchikov, „Courbet’s Funeral“, RUS 2014, 11’33’’

     

  • Gréaud, Loris

    Loris Gréaud, geboren 1979, studierte Musik am Conservatoire de Musique und Grafik an der ENSPAC, Paris. Er lebt in Frankreich. Prix Ricard 2005. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2011. Einzelausstellungen seit 2004 u.a. Pace Gallery, New York; ICA, London; Palais de Tokyo, Paris; Kunsthalle Wien; Kunsthalle St. Gallen; La Conservera, Murcia; Galerie Yvon Lambert, Paris.

    Website Loris Gréaud

    The Snorks: A Concert for Creatures
    (FRA 2012, DCP/Apple Pro Res, 22 Min. 19 Sek., enOmfrU)
    Der Film The Snorks: A Concert for Creatures ist Schlusspunkt eines Langzeitprojektes, das, rund um die Welt gedreht, Forschung, Poesie, Rapmusik, Feuerwerk und eine urbane Legende zu einem halluzinatorischen Epos zusammenfasst, inspiriert durch die Entdeckung eines geheimnisvollen Territoriums und seiner Bewohner: der Welt der Tiefsee.

    Loris Gréaud, „The Snorks: A Concert for Creatures“, 2012, HD, 22 Min. 19 Sek.
    Loris Gréaud, „The Snorks: A Concert for Creatures“, 2012, HD, 22 Min. 19 Sek.
  • Härenstam, Mattias

    Mattias Härenstam, geb. 1977, studierte an der Nationalen Kunstakademie in Bergen, Norwegen, und an der Frankfurter Städelschule. Zahlreiche Ausstellungen weltweit, u.a. Vigeland Museum, Oslo; Whitechapel Gallery, London; Herzliya Museum of Contemporary Art, Israel; Museum für Moderne Kunst, Moskau. 2010 von der norwegischen Regierung mit einer lebenslänglichen Künstlerförderung ausgezeichnet und nominiert für den Lorck Schive Art Prize 2017, den renommiertesten Kunstpreis Norwegens.

    Website Mattias Härenstam

    Weitere Filme (Auwahl): Reconstruction (2013), Portrait of a man reminiscent of my father (2011)

    Prospekt
    (NOR 2017, 4K, 16’, Norwegisch)
    Darsteller: Jesper Malm, Edith Haagenrud, Melina Tranulis, Terje Ranes, Kikki Stormo, Frode Winther, Oddrun Valestrand
    Weltpremiere
    Ein Mann sitzt allein in seinem Auto, laut schreiend in einem Anfall aussichtsloser Wut und Verzweiflung. Alles in seinem Leben scheint zusammenzubrechen. Der erfolgreiche Immobilienmakler und bisher glückliche Familienvater kann nicht begreifen, was mit ihm und der Welt los ist. Weil er nicht in der Lage ist, über seine Probleme zu sprechen, beginnt er sich von Familie, Freunden und Kollegen abzuwenden. Halb Psychodrama, halb düstere politische Satire verhandelt der Film die Frage, was passiert, wenn ein einstiger Gewinner zu verlieren beginnt.

    Mattias Härenstam, Prospekt, NOR 2017, 16’ © Nils Petter Lotherington
    Mattias Härenstam, Prospekt, NOR 2017, 16’ © Nils Petter Lotherington
  • Hartenstein, Constantin

    Constantin Hartenstein, geb. 1982, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. Kunstmuseum Bonn; Salon Kennedy, Frankfurt; Deutsches Konsulat New York. Gruppenausstellungen u. a. MUU Gallery, Helsinki 2014; Museum Of The Moving Image, New York 2013.

    Website Constantin Hartenstein

    Alpha
    (USA 2014, 11’22’’, Englisch)
    Wie werde ich zum Alpha-Mann? Drei männliche Bodybuilder illustrieren in einer Art Werbeclip für Testosteron den von einer Computerstimme nachgesprochenen Text \“Be the Alpha Male\“ über die historisch fundierte Theorie (Alexander der Große!) von den Führungsqualitäten des Alpha-Tieres und seiner Bedeutung für die Gesellschaft.

    Constantin Hartenstein, „ALPHA“, USA 2014, 11’22’’
    Constantin Hartenstein, „ALPHA“, USA 2014, 11’22’’
  • Hasager, Maj

    Maj Hasager, geboren in Dänemark, studierte Fotografie und Kunst in Malmø und Glasgow. Teilnahme an der Guangzhou Trienniale, 2008, und an der Liverpool Biennale, 2010. Einzelausstellungen seit 2002 u.a. CCA Laznia, Gdansk; Vollsmose Cultural Centre, Odense; Landings Projectspace, Norwegen; Galleri Populus Tremula, Island; Galleri Spegeln, Malmø; Emerged Space, Glasgow.

    Website Maj Hasager

    Decembers – Narrating History
    (POL/DNK 2012, HD, 14 Min. 35 Sek., enOF)
    Deutschlandpremiere
    Zwei wichtige Aufstände fanden in Gdansk im Dezember statt, einer 1970, der andere 1981, beide dokumentiert durch Tausende von Fotografien. Der erste wurde von der polnischen Volksarmee niedergeschlagen, der zweite brachte anhaltendes Kriegsrecht. Decembers – Narrating History befasst sich mit den kleinen Geschichten des täglichen Lebens und ihrer Bedeutung für den Lauf der großen Geschichte.

    Maja Hasager, „Decembers – Narrating History“, 2012, HD, 14 Min. 35 Sek.
    Maja Hasager, „Decembers – Narrating History“, 2012, HD, 14 Min. 35 Sek.
  • Ho Tzu Nyen

    Ho Tzu Nyen, geboren in Singapur 1976. BA in Creative Arts (Victorian College of the Arts, University of Melbourne) (2001), und MA in Südostasienstudien (National University of Singapore) (2007).

    The Name
    (DEU 2015, HD, 16’51’’, Englisch)
    Fiktive Spurensuche nach einem verschollenen Autor namens Hanrahan, der vor einigen Jahren über die Geschichte des malaysischen Kommunismus schrieb. Aus Found Footage zusammengesetzt, eine rasante und witzige Hommage an die Darstellung des literarischen Schreibaktes im Kino.

    Ho Tzu Nyen, The Name, 2015, Single Channel HD projection, 5.1 surround sound, 16’ 51’’, with 16 books by the author "Gene Z. Hanrahan". Courtesy of the artist
    Ho Tzu Nyen, The Name, 2015, Single Channel HD projection, 5.1 surround sound, 16’ 51’’, with 16 books by the author „Gene Z. Hanrahan“. Courtesy of the artist
  • Hsu Chia Wei

    Hsu Chia Wei, geboren 1983 in Taichung, Taiwan. Er lebt und arbeitet in Taipei, Taiwan.

    Website Hsu Chia Wei

    Ruins of the Intelligence Bureau
    (FRA 2015, 4K, 13’30’’, Chinesisch)
    Deutschlandpremiere
    Nach der Niederlage im chinesischen Bürgerkrieg hat sich um 1950 eine Einheit der Kuomintang-Truppen nach Thailand geflüchtet. Wie Staatenlose lassen sich die Soldaten in dem thailändischen Dorf Huai Mo nieder, das während des Kalten Krieges zu einem Stützpunkt des amerikanischen CIA wurde.

    Chia Wei Hsu, Ruins of the Intelligence Bureau, FRA 2015, 13’30’’. Courtesy of the artist
    Chia Wei Hsu, Ruins of the Intelligence Bureau, FRA 2015, 13’30’’. Courtesy of the artist
  • Hu Wei

    Hu Wei, geb. 1983, lebt in Peking und Paris. Er studierte Film an der Fémis in Paris und Kunst an der staatlichen französischen Kunstakademie ENSBA sowie Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains. Teilnahme u.a. am Filmfestival von Cannes, dem Sundance Film Festival und dem Filmfestival Venedig. Gruppenausstellungen u.a. Palais de Tokyo und Centre Pompidou, Paris. Nominierung seines Films Butter Lamp als Bester Kurzfilm bei den Academy Awards, Los Angeles 2015.

    Weitere Filme (Auswahl): Butter Lamp, Le propriétaire (2012), Sans toi (2009)

    Butter Lamp
    (FRA / CHN 2013, 16’, Tibetanisch)
    Zweiter Hauptpreis KINO DER KUNST 2015
    Ein junger Fotograf und sein Assistent schießen im Studio vor unterschiedlichen Hintergrundtapeten Gruppenfotos von tibetanischen Nomadenfamilien. Mehr und mehr spinnen sich persönliche Kontakte zwischen Fotograf und Fotografierten. Ein vielfach preisgekröntes, lakonisches Meisterstück.

    Hu Wei, „Butter Lamp“, FRA/CHN 2013, 16’
    Hu Wei, „Butter Lamp“, FRA/CHN 2013, 16’

    Ce qui nous éloigne
    (FRA 2016, 4K, 18’, Französisch-Englisch-Chinesisch)
    Darsteller: Camille Debray, Isabelle Huppert, Nai An, André Wilms, Zhang Xian Min, Charlotte Kramp, Anne Trappon
    In einer großbürgerlichen Pariser Wohnung treffen zwei Familien aufeinander: die einer erfolgreichen französischen Schauspielerin und ein älteres chinesisches Paar auf Europa-Reise. Nach freundlichem Geplauder wird langsam erkennbar, dass es offenbar ein Geheimnis gibt zwischen den Besuchern und Besuchten.

    Hu Wei, Ce qui nous éloigne, FRA 2016, 18’. Courtesy of the artist
    Hu Wei, Ce qui nous éloigne, FRA 2016, 18’. Courtesy of the artist

     

     

  • Huang, Ran

    Ran Huang, geb. 1982, lebt in Peking und London. Einzelausstellungen u. a. Simon Lee Gallery, London; Long March Space, Peking; Sean Kelly Gallery, New York. Teilnahme u. a. 10. Shanghai Biennale 2015; 67. Festival de Cannes 2014.

    Website Ran Huang

    The Administration of Glory
    (CHN 2014, 33’, Chinesisch)
    Deutschlandpremiere
    Weissagungsritual, ein geklautes Auto, Schatzsuche, Gehirnwäsche und ein wissenschaftliches Experiment: Fünf parallel erzählte Geschichten aus dem zeitgenössischen China, die hinter der glitzernen Oberfläche ihrer visuellen Eleganz Fragen nach der Rolle des Künstlers und seiner historischen Glaubwürdigkeit stellen.

    Ran Huang, „The Administration of Glory“, CHN 2014, 33’, Courtesy of the artist, Long March Space, Beijing; Simon Lee Gallery, London
    Ran Huang, „The Administration of Glory“, CHN 2014, 33’, Courtesy of the artist, Long March Space, Beijing; Simon Lee Gallery, London
  • Huyghe, Pierre

    Pierre Huyghe, geb. 1962, lebt in Paris. Einzelausstellungen u. a. LACMA, Los Angeles; Museum Ludwig, Köln. Gruppenausstellung u. a. im MoMA PS1, New York 2013; documenta 13, 2012; Special Jury Prize bei der 49. Biennale di Venezia 2001.

    Untitled (Human Mask)
    (FRA 2014, 19’, no dialogue)
    KINO DER KUNST Hauptpreis 2015
    La Condition Humaine: Bilder vom menschenleeren Fukushima nach dem Tsunami von 2011. Dann ein Affe, der in Japan zur Kellnerin ausgebildet wurde und, mit einer Frauenmaske über dem Gesicht, in einem leeren Restaurant serviert…

    Pierre Huyghe, „Untitled (Human Mask)“, FRA 2014, 19’, Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery, New York; Hauser & Wirth, London; Esther Schipper, Berlin; Anna Lena Film, Paris.
    Pierre Huyghe, „Untitled (Human Mask)“, FRA 2014, 19’, Courtesy of the artist and Marian Goodman Gallery, New York; Hauser & Wirth, London; Esther Schipper, Berlin; Anna Lena Film, Paris.
  • Huizenga, Actually

    Actually Huizenga ist Performerin, Sängerin, Filmemacherin und Allround-Künstlerin aus Los Angeles. Zum Film, auf den sie sich zur Zeit zunehmend konzentriert, kam sie über Musikvideos, die sie mit ihren Bands produzierte. Bisher hat sie vier Kurzfilme geschrieben, produziert, gedreht und selbst vertrieben, jüngst Gnostic Vampire.

    Filmografie: Viking Angel (2014), Write a Book About It (2010), SoftRock (2010)

    Website Actually Huizenga

    Heavenly Sin
    (USA 2016, 4K, 66’, Englisch)
    Darsteller: Actually Huizenga, Mara Madison, Cameron Moir, Socrates Mitsios
    Eine blonde junge Frau, die eigentlich ins Kloster gehen will, wird gegen ihren Willen mit einem unheimlichen, possessiven Macho verheiratet, der sie in ein babyrosafarbenes Zimmer steckt. Dazu verdonnert, den ganzen Tag lang Pornofilme anzusehen, kommt sie schließlich an ihre Grenzen und ringt darum, zumindest ein winziges Stückchen Kontrolle über ihr eigenes Leben zurückzugewinnen. Eine Studie über den Versuch, Selbstkontrolle zu erlangen – um sie nur umso gründlicher zu verlieren.

    Actually Huizenga, ‘Heavenly Sin’, 2016, 76’ © Actually Huizenga
    Actually Huizenga, ‘Heavenly Sin’, 2016, 76’ © Actually Huizenga
  • Johne, Sven

    Sven Johne, geb. 1976, lebt in Berlin. Einzelausstellungen u. a. Kunsthalle Bielefeld; Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburg; Whitespace, West Palm Beach. Gruppenaussstellungen u. a. NBK, Berlin 2015; State Museum of Contemporary Art, Thessaloniki 2015; Extra City Kunsthal, Antwerpen 2014.

    Jutta
    (DEU 2014, 17’36’’, Deutsch)
    Eine Frau monologisiert in ihrem Haus über den Aufstieg ihres Unternehmersohns Erik, der auf einer paradiesischen Insel mit internationalem Investorengeld ein Hotelresort für die Reichsten der Reichen plant – und für sie, Jutta, seine Mutter. Doch langsam kippt ihre Erzählung, Eriks Erfolgsgeschichte stürzt ab. Juttas Monolog zitiert wortwörtliche Passagen aus Reden des deutsch-brasilianischen Unternehmers Eike Baista, der über Nacht zum siebtreichsten Mann des Planeten wurde, ehe er alles wieder verlor.

    Sven Johne, „Jutta“, DEU 2014, 17’36’’, Tatja Seibt; Studio Sven Johne, Berlin
    Sven Johne, „Jutta“, DEU 2014, 17’36’’, Tatja Seibt; Studio Sven Johne, Berlin

     

  • Joffre, Nathalie

    Nathalie Joffre lebt in Paris. Sie studierte Kunst, Kunstgeschichte und Fotografie in Paris, Amiens u. London. Ausstellungen seit 2011 u.a. Kunsthaus Bethanien, Berlin; Le CENTQUATRE, Paris; Bethlem Museum of the Mind, London. Teilnahme u.a. an British Shorts Film Festival, Berlin; Vidéoformes Festival; FIVA, Buenos Aires. Neben anderen Nominierungen 2013 ausgezeichnet mit dem Prix ICART for Contemporary Art (Paris).

    Weitere Werke (Auswahl): Apparitions (2016), At the edge of the double (2015), Les Tranchées… (2013-14)

    Website Nathalie Joffre

    Data History Voyage
    (FRA/GBR 2016, HD, 8’, Englisch)
    Deutsche Premiere
    Bei den Dreharbeiten an einer archäologischen Ausgrabung im englischen Dorchester mit einem Team der Universität Oxford kommt es bei der Erzählerin zu mysteriösen Gedächtnisstörungen. Und als sie beginnt, die Ausgrabungsstätte zu filmen, verschwindet das erste Filmmaterial vom Vortag von ihrer Festplatte. Während sie weiterhin die Archäologen bei der Arbeit beobachtet, beginnen einige Erinnerungen aus ihrer Kindheit wieder an die Oberfläche ihres Bewusstseins zu kommen. Ein Film über Verlust und Wiederherstellung von Erinnerung in jeglicher Form: persönlich, digital, archäologisch.

    Nathalie Joffre, Data History Voyage, 2016, 8’ © Nathalie Joffre
    Nathalie Joffre, Data History Voyage, 2016, 8’ © Nathalie Joffre
  • Julien, Isaac

    Isaac Julien, geboren 1960 in London, ist Künstler, Filmproduzent und Hochschullehrer. Studium von Malerei und Film an der Central Saint Martins College of Art and Design. Nach dem Studium gründete er Sankofa Film and Video Collective und war 1999 ein Gründungsmitglied von Normal Films. Er drehte in den folgenden Jahren mehrere Filme. Von 2009 bis 2015 war Julien als Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe tätig.

    Website Isaac Julien

    Young Soul Rebels
    (GBR/FRAU/DEU/ESP 1991, 105 Min., 35mm, dtF)
    Der junge Soul-DJ Chris wird in einen Mord verwickelt …
    Der Film spielt 1977, während des silbernen Thronjubiläums der Königin. Mit seinem Partner Caz betreibt der junge schwarze Londoner DJ aus einer Garage im East End einen illegalen Radiosender namens Soul Patrol. Als ein Freund der beiden in einem Londoner Park umgebracht wird, wird Chris wegen Mordes verhaftet.
    Young Soul Rebels wurde 1991 auf den Filmfestspielen in Cannes mit dem „Semaine de la Critique“-Preis ausgezeichnet und war der Ausgangspunkt für die Karriere von Sophie Okonedo. Weitere Schauspieler: Valentine Nonyela und Mo Sesay.

    Isaac Julien, Film still from "Young Soul Rebels", 1991, colour, 35mm, sound, 105 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid
    Isaac Julien, Film still from „Young Soul Rebels“, 1991, colour, 35mm, sound, 105 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid

    The Attendant
    (GBR 1993, 7 Min. 59 Sek., 35mm, enOF)
    Ort des Geschehens in The Attendant (1993) ist ein Museum, genauer gesagt Wilberforce House im englischen Hull, das der Geschichte der Sklaverei gewidmet ist. Das Museum, das wirklich in Hull steht, wird durch Isaac Julien zu einem surrealen Ort. Thema des Films sind die sexuellen Fantasien eines schwarzen Museumswärters mittleren Alters, die durch eine junge weiße Besucherin hervorgerufen werden. Die Geschichte findet größtenteils abends statt, wenn das Museum geschlossen hat. Während der Wächter durch die Ausstellungsräume läuft, wird das riesige Gemälde „Sklaven an der Westküste Afrikas“ des Franzosen François-Auguste Biard aus dem 19. Jahrhundert zum Leben erweckt. Die melodramatische Szene eines weißen Herrn, der sich über eine sterbende schwarze Sklavin beugt, verwandelt sich in eine zeitgenössische sadomasochistische Orgie in Lack und Leder… Eine andere Filmszene spielt in einem Saal, in dem Soft-Core-Zeichnungen von Tom of Finland hängen, einer der vielen Bezüge in dem Film zur zeitgenössischen Kunst.
    Holland Cotter, The New York Times (24. November 2006), übers. v. Sabine Hentschel

    Isaac Julien, Film still from "The Attendant", 1993, Single-screen installation, colour, 35mm film, sound, 10 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid
    Isaac Julien, Film still from „The Attendant“, 1993, Single-screen installation, colour, 35mm film, sound, 10 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid

    Frantz Fanon, Black Skin White Mask
    (GBR 1996, 73 Min., 35mm, enOF)
    In diesem Spiel-/Dokumentarfilm erzählen Interviews, Rekonstruktionen und Archivmaterial die Lebens- und Arbeitsgeschichte des einflussreichen antikolonialistischen Schriftstellers Frantz Fanon, der unter anderem „Black Skin, White Mask“ und „The Wretched of the Earth“ verfasst hat, und eines Psychiaters in Algerien während des Unabhängigkeitskriegs von Frankreich.
    Den Impuls für das Filmprojekt gab die Notwendigkeit des akademischen und künstlerischen Diskurses über die Anerkennung der Originalität und der Widersprüchlichkeit dieses großen Denkers. Geplant war der Film als Reflexion über das wieder aufflammende Interesse an Fanons Ideen zur bildenden und Performance-Kunst der Schwarzen. Die Bewegung der schwarzen Kunst in Großbritannien und Nordamerika suchte nach einer umfassenderen Grundlage für die Reflexion über den schwarzen Körper und dessen Darstellung. Während des Drehs wurde der Filmauftrag auf weitere Aspekte von Fanons Einfluss und Erbe erweitert.

    Isaac Julien, Film still from "Frantz Fanon, Black Skin White Mask", 1996, colour 35mm, sound, 73 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid
    Isaac Julien, Film still from „Frantz Fanon, Black Skin White Mask“, 1996, colour 35mm, sound, 73 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York, Galería Helga de Alvear, Madrid

    Three
    (USA 1999, 14 Min., 16mm, Video Transfer, enOF)
    Three entstand in Zusammenarbeit mit den Choreographen Bebe Miller und Ralph Lemon, die neben der britischen Schauspielerin Cleo Sylvestre auftreten, und erkundet Aspekte der Begierde durch Tanzbewegungen und symbolisch aufgeladende Bilder.
    Diese Bilder werden ihren sozialen, kulturellen oder religiösen Hintergründen gegenübergestellt, wodurch eine Erzählung entsteht, die auf interdisziplinäre Codes zurückgreift und sie kommentiert. So zielt Julien in seiner Arbeit unter anderem tatsächlich darauf ab, Grenzen zwischen künstlerischen Disziplinen aufzubrechen, indem er sie in einem exponentiellen Dialog vereint. Die Zusammenarbeit, durch die der Film entstand, ist sein wichtigstes Element – Film, Tanz, Fotografie, Musik, Theater, Malerei und Bildhauerei werden aufgezeigt, kommentiert und in einer poetischen Landschaft zu einer stark bildlichen Geschichte verwoben.

    Isaac Julien, Still from "Three", 1996-99, 20 Min., Sepia/Colour 16mm, Video Transfer, Sound, Courtesy Isaac Julien, Metro Pictures, New York, Victoria Miro Gallery, London
    Isaac Julien, Still from „Three“, 1996-99, 20 Min., Sepia/Colour 16mm, Video Transfer, Sound, Courtesy Isaac Julien, Metro Pictures, New York, Victoria Miro Gallery, London

    Baltimore 2003
    (GBR 2003, 12 Min. 43 Sek., 16mm, DVD Transfer, enOF)
    Inspiriert von Blaxploitation-Filmen, die er während des Drehs seines Dokumentarfilms „Baadasssss Cinema“ sah, übernimmt Julien Stil, Gesten, Sprache und Bilderwelten des Genres für eine Arbeit, die sich nur schwer in eine Kategorie einordnen lässt. Mit dem schwarzen Schauspielveteran und Regisseur Melvin Van Peebles in der Hauptrolle war Baltimore ursprünglich zumindest teilweise als Hommage an dessen Filme gedacht. Er führt drei Museen in Baltimore mit Blaxploitation-Filmen zusammen, die mit coolen Sprüchen und hartem Leben das Symbol der Black-Empowerment-Bewegung darstellen, der Van Peebles 1971 mit „Sweet Sweetback´s Baadasssss Song“ zum Aufstieg verhalf. Baltimore ist ironisch und funky, nostalgisch und futuristisch, ruppig und weich. Seine Hauptmerkmale sind eine schnelle Kameraführung und das beharrliche formelle Spiel mit der linearen Perspektive, welche zudem als Hommage an Piero della Francesca und insbesondere an das Gemälde eines unbekannten Künstlers um 1500 mit dem Titel „Ansicht einer idealen Stadt“ im Walters Art Museum dient.

    Isaac Julien, "Baltimore", 2003, Installation view, 3rd Berlin Biennial, Germany Three-screen installation, b&w / colour 16mm, DVD transfer, sound, 11 Min., Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York
    Isaac Julien, „Baltimore“, 2003, Installation view, 3rd Berlin Biennial, Germany
    Three-screen installation, b&w / colour 16mm, DVD transfer, sound, 11 Min.,
    Courtesy Isaac Julien, Victoria Miro Gallery, London, Metro Pictures, New York

    Derek
    (GBR 2008, 78 Min., Digital Video, enOF)
    In seinen Filmen, die ein Sinnbild für seine Generation sind, stellt Derek Jarman stets Zeit und Kunst in Frage. Jarman war Maler in einer Zeit, in der das London der 1960er Jahre die Kunsthauptstadt der Welt war. Jarman war jedoch auch Filmemacher, womöglich eine der bedeutendsten Figuren des britischen Independent-Films in den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern. Als Homosexueller genoss er die Freuden der Gay-Liberation-Bewegung und erlebte die Tragik von AIDS und hielt als teilnehmender Beobachter all das mit Stift oder Kamera fest, was sich vor seinen Augen abspielte – von Punk bis Margaret Thatcher.
    Heute dienen diese Bilder dazu, seine Kunst in seiner Zeit zu verorten. Es gibt jedoch auch Bilder von Jarman selbst, als er verstärkt Medienaufmerksamkeit erlangte, und – das Band, das alles zusammenhält – ein ganztägiges Interview mit Colin MacCabe aus dem Jahr 1990. Es ist seine Flaschenpost, eine Bestandsaufnahme seines Lebens aus dem Blickwinkel seines Todes, ein Talisman für die Zukunft.
    Das Hier und Jetzt wird in Isaac Juliens Dokumentarfilm durch einen Brief von Tilda Swinton an Jarman dargestellt, den sie als Stimme aus dem Off liest – ein betörender Erzählfaden durch den Film, der Jarmans Leben näher an eine neue Generation, an ein neues Publikum führt.

    "Isaac Julien and Tilda Swinton at Derek Jarman's grave", Photograph: Nina Kellgren, Courtesy Isaac Julien
    „Isaac Julien and Tilda Swinton at Derek Jarman’s grave“, Photograph: Nina Kellgren, Courtesy Isaac Julien
  • Jung Hee Seo

    Jung Hee Seo, geboren in Seoul, studierte in den USA, Südkorea und Frankreich. Sie lebt in Frankreich und Südkorea. Teilnahme an Festivals, Ausstellungen und Projektionen u.a. Le Fresnoy, Tourcoing; La trois, Liège; Scanner, Barcelona; Festival of Video Art, St. Petersburg.

    Sing Under
    (FRA 2012, HD, 10 Min., keine Dialoge)
    Deutschlandpremiere
    Moderne Erzählung vom unausweichlichen Ende der Menschheit oder Jahrtausende alter Mythos der biblischen Sintflut? Der entmenschlichte Körper eines Mädchens erscheint in animalischem, organischem Rohzustand. Eine schwarze Flüssigkeit, Zeichen einer Vergiftung unbekannten Ursprungs, die von ihrem Körper abgesondert wird, erzeugt Unbehagen und gerinnt schließlich in einer poetischen Vision.

    Jung Hee Seo, „Sing Under“, 2012, HD, 10 Min.
    Jung Hee Seo, „Sing Under“, 2012, HD, 10 Min.
  • Just, Jesper

    Jesper Just, geb. 1974 in Kopenhagen, lebt in New York. Letzte Einzelausstellungen u.a. im Palais de Tokyo, Paris (2015); Portland Art Museum; Des Moines Art Center; National Art Museum of Modern Art, Seoul (jeweils 2014). Repräsentierte 2013 mit This Is a Landscape Dänemark auf der Biennale von Venedig. Zahlreiche Preise, darunter den Carnegie Art Award 2008. Seit 2000 rund 25 Filme und Installationen, darunter It Will All End IN TEARS (2006), A Vicious Undertow (2007), Sirens of Chrome (2010).

    Website Jesper Just

    Servitudes
    (DNK 2015, 2K, 9’,  ohne Dialoge)
    Darsteller: Dree Hemingway
    Der Film hat nur eine einzige Einstellung, aber ein komplexes Thema: Er untersucht das Spannungsverhältnis von Identität, Weiblichkeit und den Klischees von Sinnlichkeit und Erotik, und damit auch den in unserer Gesellschaft vorherrschenden Jugend- und Schönheitswahn.

    Jesper Just, Servitudes, 2015, 9’ © Jesper Just / Galerie Perrotin Paris
    Jesper Just, Servitudes, 2015, 9’ © Jesper Just / Galerie Perrotin Paris
  • Kalleinen, Tellervo / Kochta-Kalleinen, Oliver

    Tellervo Kalleinen, geboren 1975 in Finnland und Oliver Kochta-Kalleinen, geboren 1971 in Deutschland, leben in Helsinki und arbeiten seit 2003 zusammen. Teilnahme an der Ars Electronica, Linz, 2010. Ausstellungen u.a. Finnish Museum of Contemporary Art, Helsinki; Mori Art Museum, Tokyo; The Kitchen, New York; P.S.1, New York; S.M.A.K., Gent; NGBK, Berlin; Shedhalle, Zürich.

    Website Kalleinen

    Archipelago Science Fiction
    (FIN 2013, Apple Pro 1080p, 24 Min. 55 Sek., zh/sv/en/fiOmeU)
    Weltpremiere
    In Archipelago Science Fiction stellen sich Bewohner des finnischen Turku-Archipels ihre Zukunft vor. Vier kurze Episoden werden von ihnen mitverfasst und dargestellt. Die Ostsee-Inseln liefern den Rahmen für witzige und bisweilen schauerliche Zukunftsvisionen, die auf den Ängsten und Hoffnungen der Bewohner basieren und überraschend zeitgenössisch und universell sind.

    Tellervo Kalleinen / Oliver Kochta-Kalleinen, „Archipelago Science Fiction“, 2013, HD, 24 Min. 55 Sek.
    Tellervo Kalleinen / Oliver Kochta-Kalleinen, „Archipelago Science Fiction“, 2013, HD, 24 Min. 55 Sek.
  • Karikis, Mikhail / Orlow, Uriel

    Mikhail Karikis, geboren in Griechenland, lebt in London und studierte an der Slade School of Art. Teilnahme an der Manifesta, 2012. Einzelausstellung bei Arnolfini, Bristol, 2013. Uriel Orlow, geboren in der Schweiz, studierte an der Slade School of Fine Art und lebt in Zürich und London. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2011. Einzelausstellung im Centre PasquArt, Biel, 2012.

    Website Mikahil Karikis

    Sounds from Beneath
    (GBR 2012, HD, 6 Min. 45 Sek, enOF)
    Für Sounds from Beneath forderte der Künstler Mikhail Karikis die Mitglieder eines Bergleute-Chores auf, die Geräusche bei der Arbeit unter Tage zu simulieren und diese auf einer stillgelegten Kohlengrube in Kent zu singen. Das politische und poetische Video erzählt, wie einem trostlosen, verlassenen Grubenstandort durch Gesang wieder Leben eingehaucht wird.

    Mikhail Karikis / Uriel Orlow „Sounds from Beneath“, 2012, HD, 6 Min. 45 Sek.
    Mikhail Karikis / Uriel Orlow „Sounds from Beneath“, 2012, HD, 6 Min. 45 Sek.

     

     

  • Kiessling, Marte

    Marte Kiessling, geb. 1981, lebt in Berlin. Mitglied der Künstlerguppen Global Alien und Cameracartell. Einzelausstellungen u. a. Yuokobo Art Space, Tokio; Kasko, Basel. Gruppenausstellungen u. a. Litmus Art Space, Seoul 2014; Kreuzberg Pavillon, documenta 13, 2012.

    Website Marte Kiessling

    Decisions
    (DEU 2014, 4’55’’, Englisch)
    Das Video erzählt von Entscheidungen, welche die Urgroßmutter der Künstlerin während ihres Lebens fällte und die das Schicksal der gesamten Familie bestimmten, bis heute. Viele Bilder stammen aus dem Familienarchiv, andere aus dem Internet, wahre Geschichte und Fiktion verknüpfen sich zu einem unlösbaren Gewirr, und jeder muss für sich entscheiden, was wahr ist und was nicht.

    Marte Kiessling, „Decisions“, DEU 2014, 4’55’’
    Marte Kiessling, „Decisions“, DEU 2014, 4’55’’
  • Kranioti, Evangelia

    Evangelia Kranioti, geb. 1979, lebt in Paris. Teilnahme u. a. Kyotographie International Photography Festival, Kyoto 2014; La Biennale de Belleville, Paris 2014. Ausstellungen u. a. im State Museum of Contemporary Art, Thessaloniki 2013; MUSAK, Wien 2012.

    Exotica, Erotica, Etc.
    (FRA 2015, 73’, Griechisch / Spanisch / Portugiesisch)
    Seeleute sind wie Terroristen. Sie kommen in den Häfen der Welt mit einer Bombe namens Liebe an, die just explodiert, wenn sie weggehen und niemals wiederkommen. Obwohl sie für die Liebe bezahlt haben… Die Künstlerin verbrachte Monate auf Handelsschiffen mit rein männlicher Besatzung. Und konfrontiert diese Bilder mit den Porträts von Prostituierten in den Häfen Lateinamerikas.

    Evangelia Kranioti, „Exotica, Erotica, Etc.“, FRA 2015, 73’, Aurora Films, Paris
    Evangelia Kranioti, „Exotica, Erotica, Etc.“, FRA 2015, 73’, Aurora Films, Paris

     

     

  • Kuhn, Jochen

    Jochen Kuhn, geb. 1954, lebt in Ludwigsburg. Werkschau am International Short Film Festival Tampere 2014. Einzelausstellungen u. a. Galerie Artforum, Offenburg; Badischer Kunstverein, Karlsruhe; Künstlerhaus Hamburg; Sammlung Goetz, München. Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg. U.a. ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis und dem Großen Preis der Kurzfilmtage Oberhausen.

    Weitere Filme (Auswahl): Zentralmuseum (2016, KdK 2017), Immer müder (2014, KdK 2015), Sonntag 3 (2012, KdK 2013)

    Sonntag 3
    (DEU 2012, HD, 14 Min., deOmeU)
    Der dritte Teil einer Reihe von Filmen über Sonntagsausflüge. In Sonntag 3 hat der Hauptdarsteller ein Blind Date mit einer Unbekannten im Grand Café in Berlin. Die Frau entpuppt sich als…die Bundeskanzlerin.

    Jochen Kuhn, „Sonntag 3“, 2012, 14 Min.
    Jochen Kuhn, „Sonntag 3“, 2012, 14 Min.

    Immer Müder
    (DEU 2014, 6’07’’, Deutsch)
    Eine kurze, gewollt lakonische filmische Anmerkung zum Thema Müdigkeit.

    Jochen Kuhn, „IMMER MÜDER“, DEU 2014, 6’07’’
    Jochen Kuhn, „IMMER MÜDER“, DEU 2014, 6’07’’

    Zentralmuseum
    (DEU 2016, digital, 15’40’’, Deutsch)
    Weltpremiere
    Filmische Betrachtung darüber, wie es ist, ein Museum zu erben.

    Jochen Kuhn, Zentralmuseum, 2016, 15’40’’ © Jochen Kuhn
    Jochen Kuhn, Zentralmuseum, 2016, 15’40’’ © Jochen Kuhn

     

  • Kurant, Agnieszka

    Agnieszka Kurant, geb. 1978, lebt in New York. Gruppenausstellungen u. a. im MoMA PS1, New York 2013; Performa Biennale New York 2013 und 2009; Witte de With, Rotterdam 2011; Zacheta National Gallery of Art, Warschau 2009; Moskau Biennale 2007; Tate Modern, London 2006; Palais de Tokyo, Paris 2004 et al.

    Cutaways
    (USA 2013, 23’40’’, Englisch)
    Deutschlandpremiere
    In Zusammenarbeit mit dem legendären Filmeditor Walter Murch (Der Pate) zeigt Kurant die unsichtbare Sphäre oder den Schrottplatz der im Schnitt der letzten Version eines Spielfilms komplett entfernten Darsteller. Charlotte Rampling, einst in der Rolle der jungen Anhalterin, gut vierzig Jahre später… Drei Schauspieler, die einst für „Fluchtpunkt San Francisco“, „Pulp Fiction“ und „Der Dialog“ vor der Hollywood-Kamera standen, spielen nicht ohne Nostalgie die alten Szenen nach. Eine Hommage an die Leichen der Filmgeschichte, deren Rolle im Schneideraum der Schere zum Opfer fiel.

    Agnieszka Kurant, „Cutaways“, USA 2013, 23’40’’, Courtesy of Anna Lena Films; Tanya Bonakdar Gallery, New York and Galeria Fortes Vilaça, São Paulo
    Agnieszka Kurant, „Cutaways“, USA 2013, 23’40’’, Courtesy of Anna Lena Films; Tanya Bonakdar Gallery, New York and Galeria Fortes Vilaça, São Paulo

     

  • Lachman, Ed

    Ed Lachman, geboren 1946 in Morristown, New Jersey.  Studierte Malerei, war dann Assistent von Größen wie Robby Müller, Sven Nykvist oder Vittorio Storaro.  Der preisgekrönte Kameramann und Dokumentarfilmer drehte mit Herzog, Wenders oder Ulrich Seidl, aber auch Sophia Coppola (The Virgin Suicides, 1999), Steven Soderbergh (Erin Brokovich, 2000) oder Todd Haynes, etwa in I‘m not there (2007) oder Carol (2015). Oscar-Nominierung für Far from Heaven (2002).

    Report from Hollywood
    (USA 1982, 35mm transferred to 4K, 59’, Englisch)
    Regie: Ed Lachman
    Darsteller: Henri Alekan, Patrick Bauchau, Samuel Fuller, Wim Wenders u.a.
    Lachman beobachtet Wim Wenders und sein Team bei den Dreharbeiten zu Der Stand der Dinge in einem abgelegenen Hotel an der portugiesischen Küste. Ein Film über einen Film zum Thema Filmemachen, und damit eine Hommage an große Akteure der Filmindustrie – wie Kameramann Henri Alekan oder Regisseur Samuel Fuller – und das europäische Kino der Achtzigerjahre.

    The Music of Regret
    (USA 2006, 35mm transferred to HD, 40’, Englisch)
    Regie: Laurie Simmons
    Darsteller: Meryl Streep, Adam Guettel and the Alvin Ailey II Dancers
    Für ihren ersten Film arbeitete die bekannte New Yorker Künstlerin Laurie Simmons gleich mit Kameramann Ed Lachman, der mehrfachen Oscarpreisträgerin Meryl Streep, die zum ersten Mal singen durfte, sowie dem Filmmusik-Komponisten Michael Rohatyn zusammen. In klassischer Broadway-Tradition als Musical in drei Akten angelegt, erzählt Simmons mit den für sie typischen Puppen und Marionetten, die filmisch zum Leben erweckt werden, in betörend schönen Bildern von zwei Liebenden aus miteinander verfeindeten Familien

  • Langan, Clare

    Clare Langan, geboren in Dublin, studierte Kunst und Film in Dublin und New York. Hauptpreis der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen, 2007. Teilnahme an der Busan Biennale, 2010, und der Biennale de Lyon, 2007. Einzelausstellungen seit 1993 u.a. Metropolitan Museum of Photography, Tokyo; MoMA, New York; The Rubicon Gallery, Dublin; Galerie Anita Beckers, Frankfurt.

    Website Clare Langan

    The Floating World
    (IRL 2013, HD, 15 Min., keine Dialoge)
    Weltpermiere
    The Floating World, das sind drei Filme, Inseln, Welten, und eine einzige Frage: Wenn die Suche nach Spiritualität in der Natur und das Streben nach Besitz sich nicht mehr die Waage halten, geht dann unsere Welt unter? Ohne feste Handlung erzählt der Film in atemberaubenden Bildern die Geschichte der Menschheit, unserer Anwesenheit auf der Erde und die Vision einer ungewissen Zukunft.

    Clare Langan, „The Floating World“, 2013, HD, 15 Min., Galerie Anita Beckers, Frankfurt
    Clare Langan, „The Floating World“, 2013, HD, 15 Min., Galerie Anita Beckers, Frankfurt

     

  • Lari, Valentina

    Valentina Lari, geboren in Florenz, lebt in London und studierte dort Fotografie am Goldsmiths College. Sie gewann den World Experiment Cinema Award beim Amsterdam Film Festival 2012. Teilnahme am Human Right Nights Film Festival, Bologna. Ausstellungen u.a. Shoreditch’s Town Hall, London; Guerilla Zoo, London; King’s College, London.

    Website Valentina Lari

    The Deformity of Beauty – A Last Dance with the Mütter Maidens
    (GBR/USA 2011, HD, 20 Min., enOF)
    Deutschlandpremiere
    The Deformity of Beauty – A Last Dance with the Mütter Maidens ist inspiriert durch einen Essay von David Hume und spielt im Mütter Anatomie-Museum in Philadelphia inmitten der in Formalin ausgestellten weiblichen Specimen. Eine schöne junge Frau deckt die Geschichten der Frauen auf und wird zur Zeugin der Geheimnisse dieser mysteriösen und unglückseligen medizinischen Wunder.

    Valentina Lari, „The Deformity of Beauty – A Last Dance with the Mütter Maidens“, 2011, HD, 20 Min.
    Valentina Lari, „The Deformity of Beauty – A Last Dance with the Mütter Maidens“, 2011, HD, 20 Min.

     

  • Lê, Dinh Q.

    Dinh Q. Lê, geboren 1963 in Ha-Tien, Vietnam. Nachdem die Roten Khmer 1979 in seinen Heimatort eindrangen, floh er und übersiedelte in die USA, wo er an der Photography School of Visual Arts, New York, und an der University of California, Santa Barbara, studierte. Ausstellungen u.a. New Museum New York; Biennale di Venezia, 2003, ZKM Karlsruhe; Singapore Biennale, 2008. 2009 Teilnahme an den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

    From Father To Son: A Rite of Passage
    (VNM 2009, 10 Min. 15 Sek.)
    From Father To Son: A Rite of Passage dekonstruiert und verbindet die Auftritte der Schauspieler Martin Sheen und Charlie Sheen als Soldaten in den Vietnamkriegsfilmen „Platoon“ und „Apocalypse Now“, die im Abstand von 7 Jahren gefilmt worden sind. Das zusammengeschnittene Material vereint Vater und Sohn als Schauspieler, die das Trauma und die Vergeblichkeit des Vietnamkrieges immer wieder spielen. Er gibt Einblick in das Erbe und die Allgegenwärtigkeit des Krieges in den Köpfen der Generation des Künstlers und untersucht zugleich die Beziehung zwischen Vater und Sohn.

    Dinh Q Lê, „From Father to Son: A Rite of Passage“, 2009, HD, 10 Min. 15 Sek., Courtesy Sàn Art, Ho Chi Minh City
    Dinh Q Lê, „From Father to Son: A Rite of Passage“, 2009, HD, 10 Min. 15 Sek., Courtesy Sàn Art, Ho Chi Minh City
  • Leccia, Ange

    Ange Leccia, geb. 1952, lebt in Paris. Letzte Einzelausstellung im Palais de Tokyo, Paris. Gruppenausstellungen u. a. Chengdu Museum of Contemporary Art, Sichuan 2014; Centre Pompidou, Paris 2012; MMOMA, Moskau 2012; 54. Biennale di Venezia 2011; K21 Kunstsammlung NRW 2005.

    Traversée
    (FRA 2013, 19’32’’, kein Dialog )
    Deutschlandpremiere
    Wortlose Impressionen der Überfahrt auf einer nicht weiter identifizierten Fähre, die augenscheinlich Nordafrika und das südeuropäische Festland verbindet, werden kombiniert  mit Erinnerungsfetzen von Reisen, Werbung, Pharaonen-Skulpturen und Folklore.

    Ange Leccia, „Traversée“, FRA 2013, 19’32’’, Courtesy of the artist and Almine Rech Gallery

    Ange Leccia, „Traversée“, FRA 2013, 19’32’’, Courtesy of the artist and Almine Rech Gallery

     

  • Lesniewski, Xenia

    Xenia Lesniewski, geb. 1985, lebt in Wien. Teilnahmen u. a. 59. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen 2013, Shorts Competition der 63. Berlinale 2013. Ausstellungen u. a. Galerie Oel-Früh, Hamburg 2014; Kunstverein Dortmund 2014.

    Website Xenia Lesniewski

    Hypozentrum
    (DEU 2013, 14’30’’, Deutsch)
    Ass-to-mouth, aber Chanel geht auch… Hypozentrum, ein nicht sichtbarer Ort, von dem jedoch eine ungeheure Kraft ausgeht mit großen Folgen für die sichtbare Welt, ist hier eine bruchstückhafte Vereinigung aus Fiktion und Realität zu einem zeitbasierten, animierten Film. Eine ästhetische Erpressung. Ein Auffüllen emotionaler Defizite: Unbedingt traurig.

    Xenia Lesniewski, „Hypozentrum“, DEU 2013, 14’30’’, Paralleles Universum freier Film, Hamburg
    Xenia Lesniewski, „Hypozentrum“, DEU 2013, 14’30’’, Paralleles Universum freier Film, Hamburg
  • Litvintseva, Sasha

    Sasha Litvintseva, geb. 1989, lebt in London. Teilnahme bei Aesthetica Short Film Festival, York; BornShorts Film Festival, Bornholm; Antimatter Film Festival, Victoria, British Columbia (alle 2014). Gruppenausstellungen u. a. BAC Bogota Arte Contemporaneo Museum; Palazzo Flangini, Venedig (beide 2015).

    Immortality, Home and Elsewhere
    (GBR 2014, 16mm transferiert auf Video, 12’26’’, Englisch)
    Deutschlandpremiere
    Ein sehr persönlicher Filmessay in Sachen Apokalypse und Unsterblichkeit, kollektives Schicksal und individuelle Neugierde. Google-Street-View, Ferntourismus, Ausschnitte aus Katastrophenfilmen: Wie überlebt das Individuum die rasende Bilderflut unseres Informationszeitalters?

    Sasha Litvintseva, „Immortality, Home and Elsewhere“, GBR 2014, 12’26’’
    Sasha Litvintseva, „Immortality, Home and Elsewhere“, GBR 2014, 12’26’’

     

     

  • Maclean, Rachel

    RACHEL MACLEAN, geb. 1987 in Edinburgh, lebt in Glasgow. Kunststudium am Edinburgh College of Art. Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. Tate Britain 2016, Zabludowicz Collection, London 2014, Collective Gallery, Edinburgh 2013; Trade Gallery, Nottingham 2013. 2013 wurde sie mit dem Margaret Tait Award auf dem Glasgow Film Festival ausgezeichnet. 2017 wird sie Schottland auf der Venedig Biennale vertreten.
    Weitere Filme (Auswahl): Feed Me (2015), The Weepers (2014), Random Acts (2011)
    Website Rachel Maclean

    IT’S WHAT’S INSIDE THAT COUNTS
    (GBR/USA 2016, DIGITAL, VIDEO, 30’, ENGLISCH)
    DEUTSCHLANDPREMIERE
    Schrille Parodie unserer Daten-Wirklichkeit im typisch Maclean‘schen Horror-Barbie-Look, koproduziert von Channel 4 und dem Museum Tate Britain: Ein sexy Supermodel, Aushängeschild eines profitsüchtigen Datenanbieters, wird vom Anführer einer Gruppe von Guerilla-Hacktivisten-Ratten gejagt. Deren Ziel ist es, Störungen an den Übertragungskabeln zu provozieren, die Mobiltelefone und Tablets mit Energie versorgen. Wie an Zuckerrohr nagen sie an den Kabeln und saugen den süßen, süchtig machenden Invisi-Saft heraus. Währenddessen sind die Menschen mit einer seuchenhaften Lethargie infiziert, die sie zu Zombies werden lässt. Auf der Suche nach immer stärkerer Vernetzung stolpern sie in schmutzigen Schlafanzügen durch die Gegend, völlig jeder nicht-virtuellen Realität entrückt.

    Rachel Maclean, It’s What’s Inside That Counts, 2016, 30’ © Rachel Maclean / HOME Artist Film. Commissioned in partnership with HOME, University of Salford Art Collection, Artpace, Zabludowicz Collection, Tate, Frieze Film and Channel 4 Random Acts.
    Rachel Maclean, It’s What’s Inside That Counts, 2016, 30’ © Rachel Maclean / HOME Artist Film. Commissioned in partnership with HOME, University of Salford Art Collection, Artpace, Zabludowicz Collection, Tate, Frieze Film and Channel 4 Random Acts.
  • M+M

    M+M steht für die künstlerische Zusammenarbeit von Marc Weis, geboren 1965, und Martin De Mattia, geboren 1963. Ausstellungen u.a. Folkwang Museum, Essen; Hamburger Kunsthalle; Pinakothek der Moderne, München. Zahlreiche Einzelausstellungen seit 1996, u.a. Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen; Museum für Fotografie, Berlin; Galerie Walter Storms, München.

    Weitere Werke (Auswahl): Freitag (2015, KdK 2015); Stachel des Skorpion – Euphorie (2014); SamstagSonntagMontag (2012)

    SamstagSonntagMontag
    (DEU 2012, HD, 9 Min. 22 Sek., deOmeU)
    In SamstagSonntagMontag tritt derselbe männliche Protagonist in verschiedenen Rollen auf, Neuinterpretationen aus John Badhams „Saturday Night Fever“, Jean-Luc Godards „Le Mépris“ und Stanley Kubricks „Shining“, jeweils als Splitscreen mit zwei Perspektiven. Mit jedem neuen Wochentag ändern sich Stimmung und Persönlichkeit der Hauptfigur radikal.

    M+M, „SamstagSonntagMontag“, 2012, HD, 9 Min. 22 Sek., Courtesy Galerie Walter Storms, München
    M+M, „SamstagSonntagMontag“, 2012, HD, 9 Min. 22 Sek., Courtesy Galerie Walter Storms, München

    Dienstag
    (DEU 2015, HD, 4’14’’, Deutsch)
    Darsteller: Christopher Luser, Daniela Schulz, Oliver Mallison
    Weltpremiere (Single-Channel-Version)
    Zwei parallel ablaufende Szenen im Friseursalon Botticelli. Derselbe Kunde bei einer Nassrasur alter italienischer Tradition, einmal durch eine Friseurin, das andere Mal durch einen Mann mit undurchsichtigen Gesichtszügen. Überwiegen in der ersten Version die erotische, sinnliche Spannung und zunehmende körperliche Vertrautheit, die in jeder Berührung eine Steigerung erfährt, stellt sich in der Parallelversion eine potenzielle körperliche Gefahr ein, die im Schärfen und Ansetzen des Rasiermessers zunehmend aufblitzt. Der Originaldialog stammt aus dem Film Le Mari de la coiffeuse (Der Mann der Friseuse) von Patrice Leconte.

    M+M, Dienstag, 2015, 4’14’’ © M+M
    M+M, Dienstag, 2015, 4’14’’ © M+M

    Freitag
    (DEU / LUX 2015, 4’, kein Dialog)
    Deutschlandpremiere
    Splitscreen: Nacht. Musik im Stil der 1970er Jahre. Zwei lange parallele Kamerafahrten an einer Häuserwand entlang. Fast identische Blicke durch das Fenster. Eine ältere und eine jüngere Frau kommen aus dem Bad, nur mit einem Handtuch bekleidet… Ein Mann bricht das Fenster auf. Er nähert sich den Frauen jeweils von hinten, hebt ein Rasiermesser. Kurze tödliche Schnitte.

    M+M, „Freitag“, DEU 2015, 4’
    M+M, „Freitag“, DEU 2015, 4’

     

  • Matranga, Mélanie

    Mélanie Matranga, geb. 1985, lebt in Paris. Einzelausstellungen u. a. im Palais de Tokyo, Paris 2015. Gruppenausstellungen u. a. im Astrup Fearnley Museet, Oslo; LUMA Westbau, Zürich (beide 2014). 2014 erhielt sie den Frieze Artist Award für den Film „From A to B through E“.

    From A to B through E
    (GBR 2014, 3 x 7’, Englisch /Französisch)
    Deutschlandpremiere
    Co-Regie: Bouré Valentin
    Improvisierte Liebeskomplikationen eines jungen Paares, erzählt in drei Folgen, gedreht während des Aufbaus der Londoner Kunstmesse Frieze in Kojen und Cafeteria; anschließend online gestellt und prompt mit dem letztjährigen Frieze-Kunstpreis ausgezeichnet.

    Mélanie Matranga, „From A to B through E“, GBR 2014, 3x7’, Courtesy of Mélanie Matranga and Bouré Valentin“
    Mélanie Matranga, „From A to B through E“, GBR 2014, 3×7’, Courtesy of Mélanie Matranga and Bouré Valentin“
  • Melhus, Bjørn

    Bjørn Melhus, geboren 1966, studierte an der HBK Braunschweig und CalArts, Los Angeles. Seit 2003 Professor an der Kunsthochschule Kassel, lebt in Berlin. Zahlreiche Preise bei internationalen Filmfestivals. Einzelausstellungen seit 1999 u.a. Denver Art Museum; Kunsthalle Bremen; Goethe Institut, New York; Sprengel Museum, Hannover; Galerie Anita Beckers, Frankfurt.

    Website Bjørn Melhus

    I’m Not the Enemy
    (DEU  2011, HD, 13’30“, Englisch)
    I’m Not the Enemy erzählt von einem Kriegsheimkehrer, der sich in der wiedergefundenen heimatlichen Umgebung fremd fühlt. Hilflos einer psychotischen Familiensituation ausgeliefert, findet er keinen Halt mehr in einer Gesellschaft, welcher der reale Kriegszustand fremd und vielleicht sogar egal ist. Ist es möglich, jemals aus dem Krieg wirklich zurückzukehren?

    Bjørn Melhus, „I´m Not the Enemy“, 2011, HD, 13 Min. 30 Sek., Courtesy Galerie Anita Beckers, Frankfurt.
    Bjørn Melhus, „I´m Not the Enemy“, 2011, HD, 13 Min. 30 Sek., Courtesy Galerie Anita Beckers, Frankfurt.

    Freedom & Independence
    (DEU 2014, 15’, Englisch)
    Weltpremiere
    Geld und Glauben, Religion und Kapitalismus, die kühnen Thesen der selbsternannten amerikanischen Objektivismus-Erfinderin Ayn Rand und die religiöse Rhetorik US-amerikanischer Apokalypsen-Filme. In seinem neuesten Film, einer Mischung aus Musical und Science-Fiction, aufwendig gedreht in Istanbuler Modellsiedlungen und einem Berliner Leichenschauhaus, lässt Melhus Kraftprotze, Zombies und andere Puppen tanzen, natürlich alle verkörpert von ihm selbst.

    Bjørn Melhus, „Freedom & Independence“, DEU 2014, 15’, Limboland Productions, Berlin
    Bjørn Melhus, „Freedom & Independence“, DEU 2014, 15’, Limboland Productions, Berlin
  • Menlibayeva, Almagul

    Almagul Menlibayeva, geboren 1969 in Kazakhstan, studierte Fotografie an der Akademie für Kunst und Theater in Almaty. Sie lebt in Berlin und Kazakhstan. Teilnahme an der Sidney Biennale, 2012. Einzelausstellungen seit 2007 u.a.: Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden; Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen; Galerie Albert Benamou, Paris; Priska C. Juschka Fine Art, New York.

    Website Almagul Menlibayeva

    Transoxiana Dreams
    (KAZ 2011, HD, 23 Min., Russisch)
    Hauptpreis KINO DER KUNST 2013
    Transoxiana Dreams ist eine Mischung aus Dokumentarfilm und Märchen und erzählt von den dramatischen Umweltveränderungen in der Aral-Region mit den Augen einer kleinen Fischerstochter. Ihr Vater bricht eines Tages auf, um den See und neue Fischfanggebiete zu suchen und begegnet auf seinem Weg durch die Wüste bizarren Kreaturen, halb Mensch, halb Pferd: eine Hommage an die nomadische Vergangenheit seines Volkes.

    Almagul Menlibayeva, „Transoxiana Dreams“, 2011, HD, 23’, Courtesy Priska C. Juschka Fine Art, New York
    Almagul Menlibayeva, „Transoxiana Dreams“, 2011, HD, 23’, Courtesy Priska C. Juschka Fine Art, New York
  • Michaels, Paola

    Paola Michaels, geb. in Bogota, lebt in Buenos Aires. Sie arbeitet mit Film und Mixed Media. Teilnahme mit Videoinstallationen, Textilkunst, Fotografie und Animationsfilmen an Gruppenausstellungen in Argentinien, Kolumbien und Spanien. Für ihren Film The House von 2012 gewann sie zahlreiche Preise.

    Snails and Diamonds
    (ARG / COL 2014, 8’26’’, Spanisch /Englisch)
    Deutschlandpremiere
    Ein absolut unernster Film über ernste Themen wie Selbstfindung, Migration, Fortpflanzung und Liebe im Leben der Bauchfüßer. Pseudowissenschaftliche Betrachtungen über Schnecken und wie sie die Welt erleben.

    Paola Michaels, „Snails and Diamonds“ ARG/COL 2014, 8’26’’
    Paola Michaels, „Snails and Diamonds“ ARG/COL 2014, 8’26’’
  • Nassiri, Arash

    Arash Nassiri, born in 1986, lives in Paris. Several prizes, incl. the Short Film Award RISC, Marseille, France Art Video Grand Prize of Côté-Court, Paris (both 2014). Exhibitions in the Panorama 15 & 16 at Le Fresnoy, Tourcoing 2013 and 2014; 5th Triennal of young creation, Istanbul 2010 et al.

    Tehran-geles
    (FRA/IRN 2014, 18’ 9’’, Farsi)
    Two large cities, Tehran and Los Angeles, are superimposed in the truest sense of the word: While the camera flies over the nightly behemoth that is Southern California, Iranian emigrants talk about their homeland. The past of the Middle East overlaps with a vision of the future Western world.

    Arash Nassiri, „Tehran-geles“, FRA/IRN 2014, 18’09’’
    Arash Nassiri, „Tehran-geles“, FRA/IRN 2014, 18’09’’
  • NEOZOON

    NEOZOON, ein Künstlerinnenkollektiv. Seit 2009 Performances, Ausstellungen, u. a. Kunstmuseum Bonn 2015; MUMOK, Wien 2014; ZKM, Karlsruhe 2013.

    Website NEZOON

    MY BBY 8L3W
    (FRA 2014, 3’, Englisch)
    Splitscreen-Collage aus im Internet gefundenen Fotos von Frauen mit ihrem liebsten Vierbeiner: dem sogenannten Schoßhund.

    NEOZOON, „MY BBY 8L3W“, FRA 2014, 3’
    NEOZOON, „MY BBY 8L3W“, FRA 2014, 3’
  • Neshat, Shirin

    Shirin Neshat, geb. 1957 in Qazvin, Iran, lebt in New York. Bekannt wurde sie durch ihre Foto-Serie Women of Allah und Videoinstallationen wie Turbulent (1998) oder Rapture (1999). Zahlreiche Preise und Einzelausstellungen, etwa Museo Correr, Venedig Mai 2017; Robert Rauschenberg Foundation, New York 2016; Hirshhorn Museum, Washington 2015. Teilnahme u.a. an der documenta 11 (2002).
    Films (Auswahl): Illusion and Mirrors (2013, KdK 2015), Women without Men (2009, Silver Lion at the Venice Film Festival)

    Illusions & Mirrors
    (USA 2013, 12’09’’, kein Dialog)
    Deutschlandpremiere
    Ein schwarzweißes Bildgedicht, fotografiert vom großen Kameramann Darius Khondji: Am Strand von Long Island folgt eine junge Frau (Natalie Portman) einem ganz in Schwarz gekleideten Mann durch die Dünen in ein fast leeres Haus. Dort sieht sie seltsame Dinge: Etwa eine Greisin, die einer anderen Frau die Haare kämmt. Ihrer eigenen Doppelgängerin? Und wer läuft draußen über den Strand? Sie selbst?

    Shirin Neshat, „Illusions & Mirrors“, 2013, Production Still, © Shirin Neshat Courtesy the Artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels Artwork realized with support of Dior
    Shirin Neshat, „Illusions & Mirrors“, 2013, Production Still, © Shirin Neshat Courtesy the Artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels Artwork realized with support of Dior

    Roja
    (USA 2016, HD, 15’20’’, Englisch)
    Song: Anohni
    DEUTSCHLANDPREMIERE
    Alptraumhafter Schwarzweißfilm über das Dilemma einer jungen Frau, die zwischen einer fremden, in diesem Falle westlichen, und ihrer eigenen Kultur, verkörpert durch ihre Mutter, hin- und hergerissen ist. Bei beiden erfährt sie Aggression und Ablehnung.

    Shirin Neshat, Untitled, from Dreamers series, 2016; Courtesy of the artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels
    Shirin Neshat, Untitled, from Dreamers series, 2016; Courtesy of the artist and Gladstone Gallery, New York and Brussels

     

  • Nguyễn, Jacqueline Hoàng

    Jacqueline Hoàng Nguyễn studierte an der Concordia University, Malmø Art Academy und im Whitney Independent Study Program. Sie lebt in in Brooklyn und Stockholm. Ausstellungen u.a. ICA, Philadelphia; Gasworks, London; Rooseum Museum of Contemporary Art, Malmø. Einzelausstellungen seit 2005 u.a. VOX, Montreal; Skånska Konstmuseum, Lund; AXENEO7, Ottawa.

    Website Jacqueline Hoàng Nguyễn

    1967: A People Kind of Place
    (USA/CAN/SWE 2012, HD, 19 Min., enOF)
    Europapremiere
    Zur Feier des 100. Jahrestages der Konföderation baute die kleine kanadische Stadt St. Paul die erste Landebahn der Welt für UFOs. Damit sollte symbolisch gezeigt werden, dass jeder in Kanada willkommen ist, sogar außerirdische Wesen, und die Gastfreundschaft, Toleranz, Vielfalt und Einheit des Landes betont werden.

    Jacqueline Hoàng Nguyễn, „1967: A People Kind of Place“, 2012, HD, 19 Min.
    Jacqueline Hoàng Nguyễn, „1967: A People Kind of Place“, 2012, HD, 19 Min.

     

     

  • Nguyen Trinh Thi

    Nguyen Trinh Thi, geboren 1973, studierte Journalismus, Fotografie und Film an den Universitäten von Iowa und San Diego. Sie lebt in Hanoi. Teilnahme an den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen; Arthub, Bangkok. Ausstellungen u.a. Tate Modern, London; Stenersen Museet, Oslo. Einzelausstellungen u.a. NhaSan Studio, Hanoi; Kuandu Biennale, Taipeh.

    Website Nguyen Trinh Thi

    Song to the Front
    (VNM 2011, HD 5 Min. 14 Sek., viOmeU)
    Deutschlandpremiere
    Der erste Film der „Vietnamese Classics Re-Cut Series“ der Künstlerin, die einen historischen vietnamesischen Kriegsfilm von 1973, einen selten gezeigten Schwarz-Weiß-Film, in eine kleine Vignette verwandelt und so die Romantik des sozial-realistischen Melodrams demontiert. Die jungen Soldaten, die ihre Leben für ihr Land opferten, werden zu dem Gott des Krieges geopferten Ungläubigen.

    Nguyen Trinh Thi, „Song to the Front“, 2011, HD, 5 Min. 14 Sek., Courtesy Sàn Art, Ho Chi Minh City
    Nguyen Trinh Thi, „Song to the Front“, 2011, HD, 5 Min. 14 Sek., Courtesy Sàn Art, Ho Chi Minh City
  • Nikoozad, Faezeh

    Faezeh Nikoozad, geb. 1984, lebt in Deutschland. Seit 2009 arbeitet sie mit Film. Derzeit Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

    DogMe
    (DEU 2014, 16mm,  digitalisiert, 6’, no dialog)
    Weltpremiere
    Beim morgendlichen Bettenmachen schwirren einer Frau Traumsequenzen und Erinnerungsfetzen durch den Kopf…

    Faezeh Nikoozad, „DogMe“, DEU 2014, 6’
    Faezeh Nikoozad, „DogMe“, DEU 2014, 6’
  • Nowak, Till

    Till Nowak, geboren 1980 in Bonn, studierte Mediendesign in Mainz und lebt in Hamburg. Teilnahme an der Seoul Media Art Biennale, 2012. Ausstellungen u.a. Forum Caixa, Barcelona; SIGGRAPH Gallery, Boston; Museum of Modern Art, Rio de Janeiro. Lichtinstallationen in Berlin, Neapel, Hamburg. Einzelausstellungen seit 2011 u.a. Galerie Rudolf Budja, Salzburg; Kunstforum Markert, Hamburg.

    Website Till Nowak

    The Centrifuge Brain Project
    (DEU 2011, HD, 6 Min. 35 Sek., enOF)
    The Centrifuge Brain Project ist eine fiktionale Dokumentation über wissenschaftliche Experimente mit Vergnügungsparkfahrten. Seit den 1970er Jahren erforschen Wissenschaftler deren Auswirkungen auf das menschliche Hirn. Wie eine Fernsehdokumentation wirft der Film einen ironischen Blick auf die verwirrende Suche der Menschheit nach größeren, besseren, schnelleren und höheren Wegen zum Glück.

    Till Nowak, „The Centrifuge Brain Project“, 2011, HD, 6 Min. 35 Sek.
    Till Nowak, „The Centrifuge Brain Project“, 2011, HD, 6 Min. 35 Sek.
  • Novicheva, Yulia

    Yulia Novicheva, geboren 1987 in Ekaterinenburg, studierte Komposition, Zeichnung, Malerei und Fotografie an der Fakultät für Industrie-Design der Ural Academy of Architecture und Film an der Russian State University of Cinematography S. A. Gerasimov (VGIK). Sie lebt in Moskau.

    Dance of the Death
    (RUS 2012, HD, 3 Min., enOF)
    Europapremiere
    Dance of the Death zeigt in nur drei Minuten das ganze Leben eines Mannes, von der Wiege bis zur Bahre… Ein rasanter Totentanz, der deutlich macht, wie kurz und atemlos das Leben sein kann und dass man im Grunde nichts im Griff hat, auch wenn man das immer gerne glauben will.

    Yulia Novicheva, „Dance of the Death“, 2012, HD, 3 Min.
    Yulia Novicheva, „Dance of the Death“, 2012, HD, 3 Min.
  • Op de Beeck, Hans

    Hans Op de Beeck, geb. 1969, lebt in Brüssel. Einzelausstellungen u. a. Marianne Boesky Gallery, New York; Sammlung Goetz, München; FRAC Paca, Marseille. Gruppenausstellungen u. a. Folkwang Museum, Essen 2015; Espace Louis Vuitton Tokio 2015; Kunsthal Rotterdam 2014; Kunstmuseum Bonn 2013.

    Website Hans Op de Beeck

    Night Time
    (BEL 2014, 15’30’’, kein Dialog)
    Deutschlandpremiere
    Eine zeitlose, geheimnisvolle Reise zu nächtlichen Schauplätzen. Manche sind menschenleere Landschaften, andere bevölkert von anonymen Gestalten. Gleichzeitig wird die filmische Reise zum Besuch im eigenen Werk, denn der belgische Künstler verwandte für seinen Animations-Film zahlreiche Aquarelle der letzten Jahre, die sich zu einer neuen Geschichte zusammensetzen.

    Hans Op de Beeck, „Night Time“, BEL 2014, 15’30’’
    Hans Op de Beeck, „Night Time“, BEL 2014, 15’30’’
  • Olde Wolbers, Saskia

    Saskia Olde Wolbers, geb. 1971, lebt in London. Einzelausstellungen u. a. im M-Museum Leuven 2013; Wiener Secession 2011; Sammlung Goetz, München 2010; Musée d’Art Contemporain de Montréal 2007; Stedelijk Museum, Amsterdam 2006.

    Website Olde Wolbers

    Yes, These Eyes Are The Windows
    (GBR 2015, 18’, Englisch)
    Weltpremiere
    Gefördert durch Mondrian Fund, Arts Council England, the Elephant Trust.

    1873 lebte Vincent van Gogh eine Zeitlang in einem Haus im Londoner Stadtteil Brixton. In einem fiktionalen Erzähltext schildert die Künstlerin, wie diese gespenstische Anwesenheit das Schicksal des Hauses und seiner Bewohner prägte. Diese Geschichte wird von dem heruntergekommenen Haus selbst erzählt und mit Bildern von ihm und im Atelier entstandenen Modellen verfilmt.

    Saskia Olde Wolbers, „Yes, These Eyes Are the Windows“, GBR 2015, 18’, Courtesy of Maureen Paley London and Stigter van Doesburg Amsterdam
    Saskia Olde Wolbers, „Yes, These Eyes Are the Windows“, GBR 2015, 18’, Courtesy of Maureen Paley London and Stigter van Doesburg Amsterdam
  • Page, Clement

    Clement Page, geb. 1967, lebt in Berlin. Seit Anfang der 1990er Jahre Filme und Installationen. Gruppenausstellungen u. a. in der Pinakothek der Moderne, München 2015; Akershus Kunstsenter, Lillestrøm 2014, Haus der Kunst, München 2012.

    Website Clement Page

    Light That Obscures
    (DEU 2014, 18’40’’, kein Dialog)
    Deutschlandpremiere
    Die junge Künstlerin Isabella, die gern mit optischen Instrumenten experimentiert, entwickelt nach und nach eine immer stärker werdende Lichtphobie und fürchtet, blind zu werden. Sie schließt sich mehr und mehr im Dunkeln ein, einzige Kontakte mit der Außenwelt bleiben die Telefonanrufe ihres Vaters.

    Clement Page, „Light that Obscures“, DEU 2014, 18’40’’, International Studio of Clement Page
    Clement Page, „Light that Obscures“, DEU 2014, 18’40’’, International Studio of Clement Page
  • Paiva, Margarida

    Margarida Paiva, geb. 1975, lebt in Oslo. Einzelausstellungen u. a. Akershus Kunstsenter, Lillestrøm. Gruppenausstellungen u. a. im Torrance Art Museum 2014; Tromsø Kunstforening 2012; 2. Baltic Biennale, St. Petersburg 2010. 2014 Preis beim FOKUS Festival der Nikolaj Kunsthal für „Every Story Is Imperfect“.

    Website Margarida Paiva

    The Day I Wasn’t There
    (NOR 2014, 12’, Englisch)
    Deutschlandpremiere
    Drei verschiedene Frauen erinnern sich nacheinander an einen von ihnen erlebten Eisenbahnunfall. Aber hat es diesen wirklich gegeben? Oder sind das Zugunglück und seine Gräuel nur Symbol für Schmerzen, die sie sich selbst zugefügt haben? Nach und nach entwickelt sich eine Geschichte…

    Margarida Paiva, „The Day I Wasn’t There“, NOR 2014, 12’
    Margarida Paiva, „The Day I Wasn’t There“, NOR 2014, 12’
  • Parkers, Kayla

    Kayla Parkers Filme wurden auf BBC oder Channel 4 ausgestrahlt und in Museen wie der Londoner Tate Modern oder der Saatchi Galerie präsentiert. Sie ist Dozentin für Medienkunst an der Plymouth University und Kuratorin.

    Website Kayla Parker

    Heaven Is a Place
    (GBR 2014, 16’30’’, Französisch)
    Deutschlandpremiere
    Sehr persönliche Erfahrungsberichte von Sehnsucht, Liebe und Verlust, gesammelt in den schwulen, lesbischen und Transvestiten-Communities der britischen Stadt Plymouth, werden in den alten Hafengebäuden und Kneipen der Stadt in choreographierten Begegnungen erzählt. Frei nach Jean Genet.

    Kayla Parker, „Heaven Is a Place“, GBR 2014, 16’30’’, Stuart Moore, Sundog Media, Plymouth
    Kayla Parker, „Heaven Is a Place“, GBR 2014, 16’30’’, Stuart Moore, Sundog Media, Plymouth
  • Pietsch, Oliver

    Oliver Pietsch, geb. 1972, lebt in Berlin. Einzelausstellungen u. a. MM Projects, Karlsruhe; Myymala2, Helsinki; Goff+Rosenthal, New York. Gruppenausstellungen u. a. Carroll / Fletcher, London 2014; Coreana Museum of Art, Seoul 2011; Kunstverein Hildesheim 2010 sowie zahlreiche internationale Filmfestivals.

    Website Oliver Pietsch

    Tales of Us
    (DEU 2014, 28’, Englisch)
    Liebe, Lust, Leidenschaft, wie das Kino sie sieht. Von Heranwachsenden über Erwachsene zu alten Leuten – Filmausschnitte vom Autorenfilm bis Hollywood erzählen ihre großen Gefühle.

    Oliver Pietsch, „Tales of Us“, DEU 2014, 28’
    Oliver Pietsch, „Tales of Us“, DEU 2014, 28’
  • Pink Twins

    Das Duo Pink Twins besteht aus dem bildenden Künstler Juha (geb. 1978) und dem Elektromusiker Vesa Vehviläinen (geb. 1974). Die beiden Brüder leben in Helsinki und testen seit 1997 die Grenze zwischen bildender Kunst und Musik aus.

    Website Pink Twins

    Parametronomicon
    (FIN 2015, 9’, kein Dialog)
    Europapremiere
    Technoästhetik und Musik: Eine Art animierter Videoclip zur Musik der Künstler über Geburt, Vervielfältigung, Absterben und Wiedergeburt eines rätselhaften biomechanischen Organismus.

    Pink Twins, „Parametronomicon“, FIN 2015, 9’
    Pink Twins, „Parametronomicon“, FIN 2015, 9’
  • Polska, Agnieszka

    Agnieszka Polska, geboren 1985 in Lublin, studierte Fotografie an der Academy of Fine Arts in Krakau und an der Universität der Künste, Berlin. Sie lebt in Krakau und Berlin. Ausstellungen seit 2007 u.a. Calvert 22 Gallery, London; KW, Berlin; Tate Modern, London.

    Hair / Włosy
    (POL/IND 2012, HD, 46 Min., plOmeU)
    Deutschlandpremiere
    Aga und Andrzej leben im Krakau der 70er Jahre in einer Kommune. Sie sind stark von der amerikanischen Hippiebewegung beeinflusst, doch die Realität im sozialistischen Polen macht daraus eine völlig andere Geschichte: Alle sind katholisch, und Antikonsumverhalten ist obsolet, da die Läden leer sind. Als sie schließlich nach Indien reisen können, werden ihre Erwartungen schwer enttäuscht.

    Agnieszka Polska, "Włosy" / „Hair“, 2012, HD, 46 Min.
    Agnieszka Polska, „Włosy“ / „Hair“, 2012, HD, 46 Min.
  • Prouvost, Laure

    Laure Prouvost, geb. 1978, lebt in London. Einzelausstellungen u. a. im New Museum, New York; Tate Britain, London. Gruppenausstellungen u. a. Hayward Gallery, London 2014; Taipei Biennale 2014; MIBYA, Moskau 2012; Bielefelder Kunstverein 2011. 2011 Hauptpreis bei den 57. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen.

    Website Laure Prouvost

    How to Make Money Religiously
    (GBR 2014, 8’43’’, Englisch)
    Konsum, Besitz, Macht – leichtfüßig und voller Humor erzählt Turner-Preisträgerin Laure Prouvost zweimal in nur leicht, aber entscheidend veränderten Variationen von der Wichtigkeit des Geldes in unserer heutigen Gesellschaft. Déjà-vu oder Kommunikationskurzschluss?

    Laure Prouvost, „How to Make Money Religiously“, GBR 2014, 8’43’’, Courtesy of Laure Prouvost and LUX, London
    Laure Prouvost, „How to Make Money Religiously“, GBR 2014, 8’43’’, Courtesy of Laure Prouvost and LUX, London
  • Reynolds, Reynold

    Reynold Reynolds,

    geboren 1966, studierte Physik in Colorado und Kunst in New York. Er lebt in Berlin. 2011 Teilnahme an der Videonale Bonn und Transmediale in Berlin. Ausstellungen u.a. Sprengel Museum, Hannover; MOMA, New York; Wrocław Contemporary Museum. Einzelausstellungen seit 2004 u.a. Videotage, Hong Kong; Kunsthalle Wien; Haus der Kulturen der Welt, Berlin.

    Website Reynold Reynolds

    Lost Scene Number Six: Reanimations-Experiment 1. Versuch am Menschen
    (DEU 1933/2013, HD, 8 Min., deOF)
    Weltpremiere
    Die Szene, dem Film “Die Verlorenen” (1933) entnommen, zeigt, wie eine junge Frau, die gerade ermordet wurde, wieder zum Leben erweckt wird. Aus dem Filmmaterial, das kürzlich in Sibirien entdeckt wurde, sollte ursprünglich ein kommerzieller Vampirfilm entstehen. Jetzt ist es Teil eines Restaurierungs- und Kunstprojektes mit dem Titel „The Lost“, mit dem sich Reynold Reynolds seit 2011 beschäftigt.

    Reynold Reynolds, „Lost Scene Number Six: Reanimations-Experiment 1. Versuch am Menschen“, 1933/2013, HD, 8 Min.
    Reynold Reynolds, „Lost Scene Number Six: Reanimations-Experiment 1. Versuch am Menschen“, 1933/2013, HD, 8 Min.
  • Rosefeldt, Julian

    Julian Rosefeldt, geb. 1965, lebt in Berlin. Seit 2013 Professor für digitale und zeitbasierte Medien an der Akademie der Bildenden Künste München. Jüngste Einzelausstellungen u.a.in der Nikolaj Kunsthal, Kopenhagen; École des Beaux Arts de Paris; Villa Stuck, München; Rödasten Konsthall, Gothenburg; Park Avenue Armory, New York (alle 2017), Ruhrtriennale Duisburg; Art Gallery of New South Wales, Sydney; Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin; Sprengel Museum Hannover  (alle 2016); Kunsthalle Wien 2012; Taipei Fine Arts Museum 2012; British Film Institute, London 2010. Gruppenausstellungen u.a. im Pushkin State Museum of Fine Arts, Moskau 2016; CAFA Art Museum, Peking 2016; Museum Villa Stuck, München 2014, Tate Modern, London 2014.
    Weitere Werke (Auswahl): Amerikanische Nacht (2009), Trilogie des Scheiterns (2004/05), Asylum (2002).

    Website Julian Rosefeldt

    Deep Gold
    (DEU 2014, 18’12’’, Englisch)
    5. Teil der Künstler-Koproduktion „Der Stachel des Skorpions“, initiiert von M+M
    Eine Hommage an Luis Buñuels surrealistisches Meisterwerk (und zur Zeit seiner Entstehung Skandalfilm) „L’âge d’or“, versetzt ins Berlin der 1920er Jahre. In dem als fiktionales Insert in das Original konzipierten Film verirrt sich ein von allgegenwärtiger sexueller Energie überforderter Protagonist in den Nachtclub „Deep Gold“, wo ihn eine Welt voller Lust und Leidenschaft erwartet.

    Julian Rosefeldt, „Deep Gold“, DEU 2014, 18’12’’, Julian Rosefeldt; Barbara Gross Galerie, München
    Julian Rosefeldt, „Deep Gold“, DEU 2014, 18’12’’, Julian Rosefeldt; Barbara Gross Galerie, München

    MANIFESTO
    (DEU 2016, 2K, 94’20’’, ENGLISCH)
    DEUTSCHLANDPREMIERE (Single-Channel-Version)
    Darsteller: Cate Blanchett
    KINO DER KUNST Hauptpreis 2017
    KINO DER KUNST Publikumspreis 2017

    Hommage an die literarische Schönheit der Künstlermanifeste, die im 20. Jahrhundert verfasst wurden, und zugleich Plädoyer für politisches Aufwachen. An zeitgenössischen Schauplätzen rezitiert Cate Blanchett eine Textcollage aus der Geschichte des kulturellen Manifestes – darunter Pamphlete von Künstlergruppen wie den Futuristen, Dadaisten, Suprematisten oder Situationisten. Der Film bringt sowohl die performativen Elemente als auch die politische Bedeutung dieser Erklärungen zum Ausdruck, die oftmals als provokative Aufforderung geschrieben wurden, den Aufstand zu proben und zu handeln.

    Julian Rosefeldt, Manifesto, 2015 © Julian Rosefeldt und VG Bild-Kunst, Bonn 2017
    Julian Rosefeldt, Manifesto, 2015 © Julian Rosefeldt und VG Bild-Kunst, Bonn 2017
    Summary
    Name
    Julian Rosefeldt
    Job Title
    Video Artist
    Company
    Kino der Kunst
  • Robinson, Michael

    Michael Robinson, geboren 1981, studierte am Ithaca College und der Universität von Illinois, Chicago und lebt in New York. Gewinner des Kazuko Trust Awards, New York Film Festival, 2012. Teilnahme an der Whitney Biennale, 2012. Ausstellungen u.a. The Walker Art Center, Chicago; MoMA P.S.1, New York; Whitechapel Art Gallery, London; Tate Modern, London.

    Website Michael Robinson

    Circle in the Sand
    (USA 2012, 16mm, 46 Min., enOF)
    Deutschlandpremiere
    In maroder, aber naher Zukunft ziehen verwahrloste Landstreicher teilnahmslos durch ein vom Krieg zerstörtes Küstengebiet. Sie arbeiten sich durch die Überreste westlicher Kultur und leben in prekärer Magie: Eine Mischung aus Misstrauen und Langeweile, Abfall und Glamour im fahlen Glanz des Ruins. Spürt, wie die Brise durch euer Haar streicht – und die Welt in euren Fingern zerrinnt.

    Michael Robinson, „Circle in the Sand“, 2012, 16mm, 46 Min.
    Michael Robinson, „Circle in the Sand“, 2012, 16mm, 46 Min.
  • Ross, Judy

    Judy Ross, geboren 1978 in Deutschland, studierte an der Universität der Künste, Berlin und an der Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen. Sie lebt in Berlin. Teilnahme am Stuttgarter Filmwinter, 2006. Einzelausstellungen seit 1999 u.a. Banff Centre, Kanada; TÄT, Berlin; KunstWerk, Köln; Galerie Maurer, Frankfurt.

    Website Judy Ross

    Where Ideas Come to Die
    (USA 2012, HD, 6 Min. 9 Sek., enOF)
    Europapremiere
    Parodie des Film Noir und gleichzeitig Paraphrase von Walter Benjamins Vorstellungen von der Aura. Die temperamentvolle Ex-Diva Gloria, wütend über ein tot in ihrem Schwimmbad treibendes Filmsternchen, heuert einen Detektiv an, um die Identität des Mädchens herauszubekommen. In einer raffinierten Choreographie aus statischen Einstellungen und Porträts kreist der Film um die Stadt Los Angeles.

    Judy Ross, „Los Angeles, Where Ideas Come to Die“, 2012, HD, 6 Min. 9 Sek., Courtesy Galerie Maurer, Frankfurt
    Judy Ross, „Los Angeles, Where Ideas Come to Die“, 2012, HD, 6 Min. 9 Sek., Courtesy Galerie Maurer, Frankfurt
  • Saiyar, Azar

    Azar Saiyar, geb. 1979, lebt in Helsinki. Einzelausstellungen in der Galleria Huuto Jätkäsaari, Helsinki; Titanik-galleria, Turku. Gruppenausstellungen und Festivals, u. a. Tampere Film Festival 2010; Short Film Festival Kettupäivät, Helsinki 2009; MECAL Short Film Festival of Barcelona 2009.

    Website Azar Saiyar

    Primus Tempus
    (FIN 2014, 5’17’’, kein Dialog)
    Aneinandergereihte Ausschnitte aus Werbespots ändern ihre Funktion und erzählen uns plötzlich mehr über die Gewohnheiten der Konsumenten als über das Produkt, das sie bewerben.

    Azar Saiyar, „Primus Tempus“, FIN 2014, 5’17’’
    Azar Saiyar, „Primus Tempus“, FIN 2014, 5’17’’
  • Sanhueza Granda, Mauricio

    Mauricio Sanhueza Granda, studierte an den Universitäten von San Marcos und Lima und an der School of Visual Arts Corriente, Alterna. Preisträger des Magmart VII International Video Festival, Neapel, 2012. Teilnahme am Babel International Video Festival, Peru 2012, und der Biennale der Kunstgrafik ICPNA, 2008. Einzelausstellung in der Bruno Galerie, Lima, 2011.

    Calico
    (PER 2012, HD, 3 Min. 39 Sek., keine Dialoge)
    Deutschlandpremiere
    Seit vielen Jahren ist einiges über Träume und ihren Einfluss auf unser Leben gesagt worden, weil sie in vielen Kulturen dazu dienen, die Zukunft vorherzusagen und meist auch, um die Gegenwart zu erklären. Der vollständig in Peru gedrehte Film Calico zeigt, ausgehend vom Mythos des Perseus, den Protagonisten auf der Suche nach einem Schlüssel zu seinem traurigen Schicksal.

    Mauricio Sanhueza Granda, „Calico“, 2012, HD, 3 Min. 39 Sek
    Mauricio Sanhueza Granda, „Calico“, 2012, HD, 3 Min. 39 Sek
  • Sassi, Pekka

    Pekka Sassi, geb. 1969, lebt in Helsinki, arbeitet mit Video und Sound. Seit 1995 produzierte er 116 Videoarbeiten. 2006 erhielt er den AVEK Preis für audio-visuelle Kunst.

    After Everything
    (FIN 2014, 29’, Englisch / Finnisch)
    Europapremiere
    Apokalyptische Bilder aus einer Endzeit-Welt, in der Gewalt und Langeweile zwei auf einem isolierten Bauplatz arbeitende junge Männer zu einem scheußlichen Verbrechen führen. Doch erlaubt nicht selbst das Jüngste Gericht einen Neuanfang?

    Pekka Sassi, „After Everything“, FIN 2014, 29’, Marja-Leena Hukkanen, Crystal Eye, Helsinki
    Pekka Sassi, „After Everything“, FIN 2014, 29’, Marja-Leena Hukkanen, Crystal Eye, Helsinki
  • Schweiger, Michaela

    Michaela Schweiger, studierte an der Universität der Künste, Berlin und an der Kunsthochschule für Medien Köln. Seit 2011 Professorin für Zeitbasierte Künste an der Kunsthochschule Halle. Sie lebt in Berlin und Halle. Einzelausstellungen seit 2000 u.a. Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl; Centre d’art La Passerelle, Brest; Neues Museum Weserburg, Bremen; Galerie Walbröl, Düsseldorf.

    Website Michaela Schweiger

    Trabanten / Satellites
    (DEU 2013, HD, 68 Min., deOmeU)
    Weltpremiere
    Trabanten zeigt fragmentarische Ausschnitte aus den Lebensgeschichten und Lebensräumen von Frauen zweier Generationen im Spiegel der medialen Vermittlung ihrer Zeit. Aus einigen Episoden alltäglichen Lebens entwickeln sich nahezu surreale Szenen, die auf kleine Fluchten, tatsächliche Freiheiten und Utopien verweisen.

    Michaela Schweiger, „Trabanten“, 2013, 68 Min., Courtesy Galerie Walbröl, Düsseldorf
    Michaela Schweiger, „Trabanten“, 2013, 68 Min., Courtesy Galerie Walbröl, Düsseldorf
  • Shawky, Wael

    Wael Shawky, geb. 1971 lebt in Alexandria. Studium in Alexandria und Pennsylvania. Berühmt für seine Trilogie „Cabaret Crusades“. Zahlreiche Preise, u. a. Schering Preis 2011; Preis für das filmische Gesamtwerk bei KdK 2013. Einzelausstellungen u. a. im MoMA PS1, New York 2015; Serpentine Gallery, London 2013.
    2013 gewann der den KINO DER KUNST Preis für das filmische Gesamtwerk.

    Al Araba Al Madfuna II
    (EGY 2013, 33’, Arabisch)
    Nach zwei Kurzgeschichten des ägyptischen Schriftstellers Mohamed Mostagab (1938–2005). In „The Offering“ verstummt plötzlich ein ganzes Dorf und beschließt, nach erfolglosen Heilungsversuchen, trotzdem zu überleben. „Horsemen Adore Perfumes“ erzählt vom vergeblichen Versuch, einen Diktator abzusetzen. In Oberägypten gefilmt, erzählen Kinder, als Erwachsene verkleidet und synchronisiert, die Geschichten in klassischem Arabisch.

    Wael Shawky, „Al Araba Al Madfuna II“, EGY 33’, 2013, Sfeir-Semler Gallery, Beirut/Hamburg
    Wael Shawky, „Al Araba Al Madfuna II“, EGY 33’, 2013, Sfeir-Semler Gallery, Beirut/Hamburg
  • Shahar, Marcus

    Marcus Shahar, geboren 1971 in Petach Tikva, studierte Linguistik und Kunstgeschichte an der Universität von Tel Aviv. Er lebt in Tel Aviv. 2009 Teilnahme an der Moskau Biennale und Nuit Blanche, Paris. Einzelausstellungen seit 2004 u.a. MOCA Hiroshima; The Petach Tikva Museum of Art; G.D.K Galerie, Berlin.

    Website Marcus Shahar

    The Curator (ISR 2011, HD, 4 Min. 25 Sek., enOF)
    Deutschlandpremiere
    The Curator zeichnet ein glamouröses und groteskes Bild der Kunstwelt, deren uneingeschränkter Herrscher der Kurator ist. Ein Blick hinter die Kulissen einer oft als abgehobene, elitäre Blase wahrgenommenen, impulsgesteuerten Welt, bevölkert mit Leuten, die sich mit Kunst und Künstlern schmücken, um ihren gesellschaftlichen Status aufzupolieren.

    Marcus Shahar, „The Curator“, 2011, HD, 4 Min. 25 Sek., Courtesy G.D.K Galerie, Berlin
    Marcus Shahar, „The Curator“, 2011, HD, 4 Min. 25 Sek., Courtesy G.D.K Galerie, Berlin

     

  • Sherman, Cindy

    Cindy Sherman, 1954 in Glen Ridge, New Jersey) ist eine US-amerikanische Künstlerin und Fotografin. Bekannt ist sie vor allem für ihre Fotoserien, in denen sie sich konzeptuell mit Fragen der Identität, Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität beschäftigt.

    Office Killer
    USA 1997, 82 min.
    Die mausgraue Dorine Douglas, seit 16 Jahren Redaktionsassistentin beim Constant Consumer Magazin, wird auf Teilzeit gesetzt und muss zuhause bei ihrer behinderten Mutter arbeiten. Als sie eines Abends spät zur Aushilfe in die Redaktion gerufen wird, um dem Autor Gary Michaels mit seinem Computer zu helfen, wird sie Zeuge, wie dieser einem Kurzschluss zum Opfer fällt. Zwecks Bekämpfung ihrer Einsamkeit schleppt sie die Leiche ins Kellergeschoss ihres Hauses. Als die kettenrauchende Herausgeberin Virginia Dorine der ehrgeizigen Kim Poole zuteilt, die Titelgeschichte Garys zu Ende zu schreiben, gibt es eine weitere Leiche, die in Dorine’s Keller landet…

    Cindy Sherman "Office Killer", 1997, 82 min.
    Cindy Sherman „Office Killer“, 1997, 82 min.
  • Singh, Alexandre

    Alexandre Singh, geb. 1980, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. Witte de With, Rotterdam; Palais de Tokyo, Paris. Gruppenausstellungen u. a. Guggenheim Museum, New York 2012; Serpentine Gallery, London 2010; MoMA PS1, New York 2010 und 2009.

    The Humans
    (USA 2014, 173’, Englisch)
    Ein Drama von altgriechischen Ausmaßen über den ewigen Zwist vom Apollonisch-Konzeptuellen und dem Dionysisch-Ausufernden in der westlichen Kunst von der Antike bis heute. Aristophanes, William Shakespeare, Woody Allen, George Grosz, Oscar Wilde, François Rabelais and Honoré Daumier, aber auch die Kubisten oder Paul McCarthy tauchen auf in dieser Verfilmung eines im Museum aufgeführten Theaterstücks mit spektakulären Szenenbildern und viel Originalmusik.

    Alexandre Singh, „The Humans“, 2013/14, 173' © Alexandre Singh, Courtesy of Sprüth Magers
    Alexandre Singh, „The Humans“, 2013/14, 173′
    © Alexandre Singh, Courtesy of Sprüth Magers
  • Steinmassl, Susanne & Fuhr Mann, Julia

    Susanne Steinmassl geb. 1987, lebt in München. Filmemacherin und Künstlerin. Nach ihrem Studium der Philosophie, Literatur und Politik, Filmregie-Studium an der HFF München. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen und Festivals zu sehen. Ihr Film An Ton Kaun wurde im Deutschen Wettbewerb mit dem 3sat Förderpreis auf den 61. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen ausgezeichnet. Für ihre Arbeit „The Future Is Not Unwritten“ erhielt sie 2017 ein Stipendium der Kirch Stiftung.

    Weitere Filme (Auswahl): The Future Is Not Unwritten (2017), An Ton Kaun (2014), Manchmal hört es auf, wie es begonnen hat (2012)

    Julia Fuhr Mann geb. 1987, ist Filmemacherin, Kuratorin sowie queer-feministische Aktivistin und lebt in München. Filmregie-Studium an der HFF München. Zu ihren weiteren Filmen zählt u.a. Die Liebe der Mutter (2014).

    THE SHOW SHOW
    (DEU/UKR 2016, HD, 26’, GERMAN)
    A profound and absurd one-man-show by a nerve-racking moderator, repeatedly interrupted by images of the Ukraine, a country in civil war, which seems strangely calm and peaceful in the film. A self-deconstructing filmic meditation about meaninglessness and overload in a world defined by social media.

    Susanne Steinmassl & Julia Fuhr Mann, ‘The Show Show’, 2016, 26‘ © Output Syndicate, Susanne Steinmassl, HFF Munich
    Susanne Steinmassl & Julia Fuhr Mann, ‘The Show Show’, 2016, 26‘ © Output Syndicate, Susanne Steinmassl, HFF Munich
  • Stezaker, John

    John Stezaker, geb. 1949, lebt in London. Einzelausstellungen u. a. The Approach, London; Petzel Gallery, New York; Museum of Art, Tel Aviv; Whitechapel Gallery, London. Gruppenausstellungen u. a. The New Art Gallery Walsall 2015; Tate Britain, London 2014; Galerie Thaddaeus Ropac, Paris 2013.

    Crowd
    (GBR 2013, Loop, kein Dialog)
    Co-Director: Marcia Derraik
    Ein kleiner Film zu einem großen Thema: Kino. Mehrere tausend Standfotografien von Menschenmengen, nach Zufallsprinzip aneinandergereiht und jeweils einen Frame lang, also das Vierundzwanzigstel einer Sekunde. Eine Dauer, die das menschliche Hirn nicht mehr verkraftet, weshalb jeder Zuschauer einen anderen Film erlebt. Ein Kino der Diskontinuität, im Gegensatz zu konventionellen, kontinuierlichen Erzählformen.

    John Stezaker, „Crowd“, GBR 2013, Infinite loop, John Stezaker, Courtesy the Approach, London
    John Stezaker, „Crowd“, GBR 2013, Infinite loop, John Stezaker, Courtesy the Approach, London

     

  • Sun Xun

    Sun Xun, geboren 1980 in Fuxin Liaoning Province, China, lebt in Hangzhou. Er studierte Drucktechnik an der China Academy of Fine Arts. 2006 gründete er sein eigenes Animationsstudio. Teilnahme an mehreren Festivals, u.a. Ars Electronica, 2009, Transmediale, Berlin, 2010; China Independent Film Festival, 2010; Einzelausstellungen u.a. im Hammer Museum, Los Angeles; the Drawing Center New York; Platform China; Kunsthaus Baselland, Basel.

    Lie
    (CHN 2006, Video, 7 Min. 20 Sek.)
    In die Animation Lie sind inszenierte Nachrichtenbilder aus den 1950er Jahren hineingeschnitten, die den Fortschnitt Chinas in der Raketenforschung darstellen. Historische Fakten und Fiktion werden in Frage gestellt.

    Sun Xun, „Lie“, 2006, Video, 7 Min. 20 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi
    Sun Xun, „Lie“, 2006, Video, 7 Min. 20 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi
  • Tao Hui

    Excessive
    (CHN 2015, 4K, 19‘32’’, Chinesisch)
    Sehr ästhetisch erzählte Studio-Inszenierung der Parabel eines Ehepaars, dessen Tochter mit einer seltsamen körperlichen Deformation aufwächst. Die Familie zerbricht langsam daran, bis die Tochter eine drastische Entscheidung trifft.

    Tao Hui, Excessive, HD video, color, sound, 19’32’’, 2015. Courtesy of the artist
    Tao Hui, Excessive, HD video, color, sound, 19’32’’, 2015. Courtesy of the artist
  • Téllez, Javier

    Javier Téllez, geboren 1969 in Venezuela, lebt in New York und Berlin. Teilnahme an der Biennale de Lyon, 2011, und der documenta, 2012. Ausstellungen u.a. Palazzo Grassi, Venedig; Kunsthalle Wien; Deichtorhallen, Hamburg. Einzelausstellungen seit 1996 u.a. S.M.A.K., Ghent; Kunstverein Braunschweig; Fundação Calouste Gulbenkian, Lissabon; Galerie Figge von Rosen, Köln/Berlin.

    The Conquest of Mexico
    (MEX/USA/DEU/CHE 2012, HD, 45 Min., esOmeU)
    Inspiriert von Antonin Artauds Mexiko-Reise 1936 und seinem Text „Die Eroberung von Mexiko“ arbeitet Javier Téllez mit Patienten einer psychiatrischen Klinik in Mexico zusammen. Sie sind Koautoren, spielen ihre eigenen Rollen und treten auch als Figuren der mexikanischen Geschichte auf, etwa in der Rolle des Königs Moctezuma, des Eroberers Hernan Cortés oder des französischen Schriftstellers Artaud.

    Javier Téllez, „The Conquest of Mexico“, 2012, HD, 45 Min., Courtesy Galerie Figge von Rosen, Köln/Berlin
    Javier Téllez, „The Conquest of Mexico“, 2012, HD, 45 Min., Courtesy Galerie Figge von Rosen, Köln/Berlin

     

     

  • Tess, Rebecca Ann

    Rebecca Ann Tess, born in 1980, studied art at the Städelschule, Frankfurt, the Chelsea College of Art and Design, London and at the Berlin University of the Arts. She lives in Frankfurt. Exhibitions a.o. at ZKM, Karlsruhe and the National Museum of Contemporary Art, Seoul. Since 2010 solo exhibitions at Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden; Lampione, Frankfurt; Figge von Rosen Galerie, Cologne/Berlin.

    Home Time Show Time
    (ITA/DEU 2012, HD, 15 Min., deOmeU)
    In Home Time Show Time we see a couple of friends watching TV, channel-hopping through different daily soaps. The living room is then transformed into the studio of a fictionial talkshow which is simultaneously running on the living room TV set. Both settings blend increasingly until the talkshow host finally enters, revealing the setting as a reality show.

    Rebecca Ann Tess, „Home Time Show Time“, 2012, 15 Min., Courtesy Figge von Rosen Galerie, Köln/Berlin.
    Rebecca Ann Tess, „Home Time Show Time“, 2012, 15 Min., Courtesy Figge von Rosen Galerie, Köln/Berlin.
  • van Lieshout, Erik

    Erik van Lieshout, geb. 1968, lebt in Rotterdam. Seine Werke sind seit 25 Jahren Bestandteil vieler großer internationaler Ausstellungen. Einzelschauen u.a. im Kunstverein Hannover; WIELS, Brüssel; Kunsthalle Wien; MMK Frankfurt; Hammer Museum, Los Angeles. Teilnahme an der Thessaloniki Biennale 2015, Moskau Biennale 2013, 55. Venedig Biennale 2011 u.w.
    Weitere Filme (Auswahl): The Basement (2013), JANUS (2012), Sex ist sentimental (2009)

    Die Insel
    (NLD 2016, HD, 38’, Niederländisch-Deutsch-Englisch)
    KINO DER KUNST Hauptpreis 2017
    Kunstexzentriker Erik van Lieshout nutzt seinen Beitrag zu der vom Münchner Kunstprofessor Florian Matzner kuratierten Ausstellung Emscherkunst 2016 im Ruhrgebiet zu einer clownesken Parodie auf Selbstfindung und Behördenunterwanderung: Vier Monate lang besucht er täglich eine kleine Insel inmitten des Dortmunder Phoenix-Sees, einer surrealen Umgebung, bestehend aus dem See, teuren Wohnhäusern, Arbeitervierteln, Freizeithafen und Büroblocks. Begleitet wird er dabei nur von Ahmad, einem syrischen Flüchtling, dessen Leben er gleich mit erzählt.

    Erik van Lieshout, Die Insel (The Island), 2016, 38’. Commissioned for Emscherkunst 2016
    Erik van Lieshout, Die Insel (The Island), 2016, 38’. Commissioned for Emscherkunst 2016

     

  • Trubkovich, Kon

    Kon Trubkovich, geb. 1979, lebt in New York. Einzelausstellungen u. a. OHWOW, Los Angeles; Marianne Boesky Gallery, New York. Gruppenausstellungen u. a. Zach Feuer Gallery, New York 2013; Macro Future Museum, Rom 2009; 2. Biennial of Contemporary Art, Athen 2009.

    Snow
    (USA 2014, 4’33’’, kein Dialog)
    Europapremiere
    Eine filmische „Skulptur“ mit Originalscore von Menlo Park Music, geformt aus alten Amateurvideoaufnahmen der Familie des Künstlers, die auf 35mm umkopiert und anschließend handbemalt wurden. Die persönliche und kollektive Erinnerung wird zum Artefakt, das dokumentarische bewegte Bild zur Fiktion.

    Kon Trubkovich, „Snow“, USA 2014, 4’33’’, Courtesy of the artist and Marianne Boesky Gallery, New York © Kon Trubkovich
    Kon Trubkovich, „Snow“, USA 2014, 4’33’’, Courtesy of the artist and Marianne Boesky Gallery, New York © Kon Trubkovich
  • van der Werve, Guido

    Guido van der Werve, geboren 1977 in den Niederlanden, studierte Musik, Industriedesign, Archäologie und Kunst. Er lebt in Finnland und Amsterdam. Teilnahme an der Performa, New York, 2011 und der Sydney Biennale, 2012. Einzelausstellungen seit 2003 u.a. Secession, Wien; Künstlerhaus Bethanien, Berlin; La Maison Rouge, Paris; Stedelijk Museum, Amsterdam; Monitor Gallery, Rom.

    Number fourteen, home / Nummer veertien, home
    (NLD 2012, 4k DCP, 54 Min., enOF)
    Deutschlandpremiere
    In seinem Film Nummer veertien, home schwimmt, radelt und rennt der holländische Künstler, Komponist und Iron Man Guido van der Werve auf der Spur Frédéric Chopins fast 1.800 Kilometer von der Kirche vom heiligen Kreuz in Warschau zum Friedhof Père Lachaise in Paris. Eine filmische Vision von Sehnsucht, Heimweh und Tod – wunderbar melancholisch, oft schrullig und manchmal völlig abgedreht.

    Guido van der Werve, „Nummer veertien, Home“ / „Number fourteen, home“, 2012, 4k DCP, Courtesy Guido van der Werve / Galerie Juliette Jongma
    Guido van der Werve, „Nummer veertien, Home“ / „Number fourteen, home“, 2012, 4k DCP, Courtesy Guido van der Werve / Galerie Juliette Jongma
  • Vanzo, Marcella

    Marcella Vanzo, geboren 1973, studierte Anthropologie am University College, London und Kunst an der Accademia di Brera. Sie lebt in Mailand. Teilnahme an der Performa in New York, 2009 und der Prag Biennale, 2011. Einzelausstellungen seit 2003 u.a. Galleria Continua, San Gimignano; Castello di Ama per l’arte contemporanea, Siena; Italian Academy at Columbia University, New York.

    Website Marcella Vanzo

    Rumors
    (ITA 2012, HD, 19 Min. 46 Sek., itOmeU)
    Weltpremiere
    Ausgehend vom griechischen Mythos der Medea, beschreibt Rumors eine mythische Frau über Aussagen von Menschen ihrer Umgebung: schamlose Porträts von Mitgliedern des Königshofs sowie von Stereotypen unserer heutigen Gesellschaft. Die einzelnen Figuren werden durch Schauspieler und Laien verkörpert, die als Stimmen und als reale Akteure auftreten. Als Königreich dient ein Grand Hotel.

    Marcella Vanzo, „Rumors“, 2012, HD, 19 Min. 46 Sek.
    Marcella Vanzo, „Rumors“, 2012, HD, 19 Min. 46 Sek.
  • Venkov, Dimitri

    Dimitri Venkov studierte an der University of Oregon und an der Rodchenko Art School, Moskau. Er lebt in Moskau, produziert Dokumentar- und fiktionale Filme, Video und Mixed Media Arbeiten, die seit 2007 in verschiedenen Ausstellungen und Festivals präsentiert wurden. Mad Mimes wurde mit dem Kandinsky Preis Junger Künstler des Jahres 2012 ausgezeichnet und wurde u.a. auf Anthropologie- und  Dokumentarfilmfestivals gezeigt.

    Mad Mimes / Bezumnye podrazhateli
    (RUS 2012, DV, 30 Min., ruOmeU)
    Deutschlandpremiere
    Anthropologen entdecken die Überreste eines heidnischen Stammes in einem kleinen Waldstückchen entlang der Moskauer Ringstraße. Der Stamm muss ausschließlich von entlang der Autobahn gesammeltem Abfall gelebt haben: Weggeworfene Gegenstände, Verkehrszeichen und Autoteile wurden als Materialien verwendet und in Rituale integriert, die das Leben an der Autobahn symbolisieren.

    Dimitri Venkov, "Bezumnye podrazhateli" / „Mad Mimes“, 2012, DV, 30 Min.
    Dimitri Venkov, „Bezumnye podrazhateli“ / „Mad Mimes“, 2012, DV, 30 Min.
  • Wang Jianwei

    Wang Jianwei, geboren 1958 in Sichuan, China, und lebt in Beijing. Teilnahme an zahlreichen Filmfestivals und Ausstellungen, u.a. Kunsten Festival des Arts, Brüssel, 2000, 2002; Biennale di Venezia, 2003; Einzelausstellungen u.a. Hong Kong Art Center; Walker Art Center, USA; Chambers Fine Art, New York und am Ullens Center for Contemporary Art, Beijing.

    Gaze
    (CHN 2009, 13 Min. 24 Sek.)
    In Gaze inszeniert und verbindet Wang Jianwei historische Szenen chinesischer Geschichte filmisch und kreiert so ein Tableau von Charakteren, die wie unterschiedliche Schichten einer Narration auf der Bühne erscheinen. Dabei werden trotz unterschiedlicher äußeren Erscheinungen inhärente Gemeinsamkeiten deutlich.

    Wang Jianwei, „Gaze“, 2009, HD, 13 Min. 24 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing
    Wang Jianwei, „Gaze“, 2009, HD, 13 Min. 24 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing
  • Weinman, Max

    Max Weinman, geboren in New York, studierte Film am Bard College. Gewinner des Maya Deren Awards für herausragende Leistung im Bereich Kinofilm 2011 und des Maverick Movie Awards 2012. Teilnahme u.a. am Cambridge Filmfestival; Anthology Film Archives, New York; WILLifest, New York. Ausstellung an der Tama Art University, Tokyo, 2012.

    Apsis
    (USA 2012, 16mm, 13 min. 30 sec., keine Dialoge)
    Ein in der grenzenlosen Weite einer anderen Welt herumirrender Dämon wird sich durch die kurze Begegnung mit einem anderen seiner eigenen Existenz bewußt.

    Max Weinman, „Apsis“, 2012, 16mm, 13 Min. 30 Sek.
    Max Weinman, „Apsis“, 2012, 16mm, 13 Min. 30 Sek.
  • Wekua, Andro

    Andro Wekua, geboren 1977 in Georgien, studierte Philosophie und Kunst in Tbilisi und Basel. Er lebt in Berlin. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2011. Einzelausstellungen u.a. Kunsthalle Wien; Museum Friedericianum, Kassel; Castello di Rivoli, Turin; Le Magasin, Grenoble; Kunstmuseum Winterthur; Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam; Barbara Gladstone Gallery, New York / Brüssel.

    Never Sleep with a Strawberry in Your Mouth II
    (CHE 2012, HD, 6 Min. 20 Sek., EOV)
    Europapremiere
    Never Sleep with a Strawberry in Your Mouth II ist das Ergebnis von monatelangem arbeitsintensivem Kulissenbauen, Planen, Filmen, Editieren und digitalen Manövern. Wekuas Animationsbilder sind zwischen der Aufrichtigkeit der Selbstreflexion und den synthetischen Bildern der Popkultur angesiedelt. Die bildliche Vergegenwärtigung der Vergangenheit hilft, die Gegenwart besser zu bewältigen.

    Andro Wekua „Never Sleep With a Strawberry in Your Mouth II“, 2010/2012, Single channel projection, full HD, 6 Min. 20 Sek., Courtesy Gladstone Gallery, New York/Brüssel
    Andro Wekua „Never Sleep With a Strawberry in Your Mouth II“, 2010/2012, Single channel projection, full HD, 6 Min. 20 Sek., Courtesy Gladstone Gallery, New York/Brüssel
  • Wong, Ming

    Ming Wong, geboren 1971 in Singapur, studierte Kunst in Singapur und London und lebt in Berlin. Teilnahme u.a. an der Biennale di Venezia, 2009, und an der Singapur Biennale, 2011. Ausstellungen u.a. im Singapore Art Museum und im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Einzelausstellungen seit 2000 u.a. Redcat, Los Angeles; Künstlerhaus Bethanien, Berlin; MK Galerie, Rotterdam/Berlin.

    Website Ming Wong

    After Chinatown
    (DEU 2012, HD, 10 Min., keine Dialoge)
    Ein junges Paar reist auf der Suche nach seiner Identität in die chinesischen Viertel von Los Angeles, San Francisco und Hongkong, den berühmten Schauplätzen des klassischen Film-Noir. Sie folgen den Spuren der Geschichte des Kinos und der frühen chinesischen Einwanderer, die Hongkong für Kalifornien verliessen. Wie schwer wiegt die Vergangenheit und wie stark beeinflusst sie unseren Blick?

    Ming Wong, „After Chinatown“, 2012, HD, Publicity still 7 Min. 9 Sek., Photo: Carlos Vasquez, Courtesy: carlier | gebauer
    Ming Wong, „After Chinatown“, 2012, HD, Publicity still 7 Min. 9 Sek., Photo: Carlos Vasquez, Courtesy: carlier | gebauer

     

     

  • Wong Ping

    JUNGLE OF DESIRE
    (HKG 2015, HD, 6’50’’ CANTONESE)
    GERMAN PREMIERE
    Funny, brightly coloured animated film on strange marital sex behaviour and other obscure contemporary phenomena, told by a hitherto happy married man whose wife begins prostituting herself – and brings her customers home.

    Wong Ping, Jungle of Desire, 2015, 6’50’’. Courtesy of the artist and Edouard Malingue Gallery, Hong Kong
    Wong Ping, Jungle of Desire, 2015, 6’50’’. Courtesy of the artist and Edouard Malingue Gallery, Hong Kong
  • Yang Fudong

    Yang Fudong, geboren 1971 in Peking, studierte Malerei an der Akademie von Hangzhou. Teilnahme an der Biennale di Venezia, 2007. Ausstellungen u.a. im Museum of Fine Art, Houston; The National Art Museum of China, Peking; Minsheng Art Museum, Shanghai. Einzelausstellungen seit 2006 u.a. Parasol, London; Hara Museum, Tokio; Marian Goodman Gallery New York/Paris.

    The Nightman Cometh / Ye Jiang
    (CHN 2011, HD, 19 Min. 21 Sek., zhOmeU)
    The Nightman Cometh / Ye Jiang entführt uns in ein historisches Phantasiereich. Nach der Schlacht ist ein alter Krieger verletzt und verlassen: er zweifelt, welchen Weg sein Schicksal nehmen soll. Drei Geister erscheinen. Sie verkörpern die Gefühle und Gedanken, die in seinem Innern aufeinanderprallen, als er sich entscheiden muss, ob er aufgibt oder weiterkämpft.

    Yang Fudong, „Yejiang / The nightman cometh“, 2011, 35mm transferred to HD, 19 Min. 21 Sec., Courtesy Marian Goodman Gallery, New York/Paris, Courtesy ShanghArt Gallery, Shanghai
    Yang Fudong, „Yejiang / The nightman cometh“, 2011, 35mm transferred to HD, 19 Min. 21 Sec., Courtesy Marian Goodman Gallery, New York/Paris, Courtesy ShanghArt Gallery, Shanghai
  • Zack, Maya

    Maya Zack, geboren 1976, studierte an der Tel Aviv University, Academy of Art Jerusalem und Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sie lebt in Tel Aviv. Teilnahme an der Moskau Biennale für Junge Kunst 2012. Einzelausstellungen seit 2001 u.a. The Jewish Museum, New York; Alon Segev Gallery, Tel Aviv; Galeria Marie-Laure Fleisch, Rom; Galerie Natalie Seroussi, Paris.

    Website Maya Zack

    Black and White Rule
    (ISR 2011, 4K (RED), 17 Min. 45 Sek., keine Dialoge)
    Black and White Rule handelt vom menschlichen Versuch, Wirklichkeit durch Training und Disziplin in den Griff zu kriegen. Auf einem überdimensionalen Schachbrett folgen zwei Pudel den Befehlen ihres Trainers, während ihre Bewegungen durch eine Camera Obscura im Büro eines Angestellten überwacht und aufgezeichnet werden. Aber dann wird plötzlich die geordnete Routine durchbrochen…

    Maya Zack, „Black and White Rule“, 2011, 4K, 17 Min. 45 Sek., Courtesy Galerie Natalie Seroussi, Paris
    Maya Zack, „Black and White Rule“, 2011, 4K, 17 Min. 45 Sek., Courtesy Galerie Natalie Seroussi, Paris

     

     

  • Zhou Tiehai

    Zhou Tiehai, geboren 1966 in Shanghai, studierte an der Fine Arts School of Shanghai University und lebt in Shanghai. 1998 First Prize of the Contemporary Chinese Art Award, (CCAA Association, Schweiz). Ausstellungen u.a. an der Akademie der Künste, Berlin; Minsheng Art Museum, Shanghai; Asian Art Museum, San Francisco. Einzelausstellungen a.o. im MoCA, Shanghai; Galerie Frank Schlag & Cie., Essen, Marella Arte Comtemporanea, Mailand.

    Will/We Must
    (CHN 1996, Video, 9 Min. 17 Sek.)
    Will/We Must porträtiert das Künstlerkollektiv im Jahr 1997 in Beijing in einem stilisierten Stummfilm, wie aus den Anfängen des Kinos. Zugleich witzig und vorausschauend, scheint Will/We Must jedem bekannt, der in die Kunstwelt eingebunden ist, fast wie ein Skript über Wirklichkeitsnähe und Dramaturgie, die von den heutigen Artplayern gespielt wird.

    Zhou Tiehai „Will/We Must“, 1996, 35 mm, 9 Min. 17 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi
    Zhou Tiehai „Will/We Must“, 1996, 35 mm, 9 Min. 17 Sec., Courtesy ShanghArt Gallery, Shangahi

     

     

  • Zhou Xiaohu

    Zhou Xiaohu, geboren 1960 in Changzhou, China. Er studierte Bildhauerei am Suzhou Art Institute und Malerei an der Sichuan Academy of Fine Arts. Seit 1997 arbeitet er mit Video. Ausstellungen u.a. in der Walsh Gallery, Chicago, 2008; Palais des Beaux Arts, Brüssel; Gwangju Biennale, 2010; Tate Modern, London; National Art Museum of China, Beijing und Long March Space, Beijing.

    Montage Structure
    (CHN 2010, 5 Min. 17 Sek.)
    Montage Structure ist eine Stop-Motion-Animation mit Keramikfiguren. Sie erzählt die Geschichte eines Attentats, ein wiederkehrendes Thema in Zhous Arbeit, die sich bewusst mit klassischer Filmsprache und -montage auseinandersetzt und sie adaptiert.

    Zhou Xiaohu, „Montage Structure“, 2010, Video, 5 Min. 17 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing
    Zhou Xiaohu, „Montage Structure“, 2010, Video, 5 Min. 17 Sek., Courtesy Long March Space, Beijing
  • Zhu Jia

    Zhu Jia, geboren 1963 in Beijing und lebt ebendort. Er studierte an der China Central Academy of Fine Arts. Ausstellungen u.a. am Museum for Contemporary Art, Sydney; Hamburger Bahnhof, Berlin; MoMA, New York; Biennale di Venezia, 2003; Istanbul Biennale, 2007, ShanghART Beijing, 2012. 2008 wurde sein Werk in einer Einzelausstellung im ShanghARTH-Space, Shanghai präsentiert.

    Zero
    (CHN 2012, Video, 15 Min.)
    In Zero wird Kleidung als Strategie für historische Identifikation eingesetzt. Indem das Alter und verschiedene Lebensstadien einer Frau durch verschiedene historische Kleidungsstücke ausgedrückt werden, wird der ununterbrochene Zeitlauf durcheinander gebracht. Es entsteht der Eindruck des Alterns, ohne dass die Sequenzen kontinuierlich sind. Verspiegelte Hintergründe werden im gesamten Film als Reflektionen eingesetzt und lassen die Illusion einer narrativen Entwicklung entstehen.

    Zhu Jia „Zero“, 2012, Video, 15’, Courtesy ShanghArt Gallery, Shanghai
    Zhu Jia „Zero“, 2012, Video, 15’, Courtesy ShanghArt Gallery, Shanghai